
CrashPlan
Erfahrungen | Alternative | Preise & Kosten
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CrashPlan ist eine professionelle Backup und Wiederherstellungslösung, die sich vor allem an Unternehmen, IT Abteilungen und Organisationen richtet, die geschäftskritische Daten zuverlässig vor Verlust schützen möchten. Im Mittelpunkt steht die automatisierte Sicherung von Daten auf Endgeräten, Servern und verschiedenen Cloud Plattformen. CrashPlan unterstützt dabei unter anderem Windows, macOS und Linux sowie Microsoft 365 und Google Workspace. Dadurch kannst du unterschiedliche Datenquellen in deine Backup Strategie einbeziehen und die Verwaltung der Datensicherung zentral organisieren.
Eine der klassischen Stärken von CrashPlan ist das Endpoint Backup. Damit kannst du Daten sichern, die sich auf Computern deiner Mitarbeiter befinden. Das ist gerade bei modernen Arbeitsmodellen wichtig, weil relevante Unternehmensdaten längst nicht mehr ausschließlich auf zentralen Servern gespeichert werden. Mitarbeiter arbeiten mit Notebooks im Büro, im Homeoffice oder unterwegs und speichern Dokumente teilweise lokal. CrashPlan sorgt dafür, dass solche Dateien automatisiert gesichert werden können, ohne dass der jeweilige Nutzer regelmäßig selbst ein Backup starten muss.
Die Funktionsweise ist dabei auf einen möglichst kontinuierlichen Schutz ausgelegt. Bei den Endpoint Lösungen können neue und veränderte Dateien regelmäßig erkannt und in kurzen Intervallen gesichert werden. CrashPlan nennt für entsprechende Endpoint Angebote Sicherungen in Abständen von bis zu 15 Minuten. Dadurch kann der Zeitraum zwischen zwei Sicherungen vergleichsweise klein gehalten werden. Wenn eine Datei versehentlich gelöscht, beschädigt oder durch einen Sicherheitsvorfall unbrauchbar wird, kannst du auf eine zuvor gespeicherte Version zurückgreifen.
Besonders wichtig ist dabei die Versionierung. CrashPlan speichert nicht ausschließlich die jeweils aktuellste Version einer Datei. Abhängig vom verwendeten Tarif und den definierten Aufbewahrungsregeln kannst du auf ältere Dateiversionen zurückgreifen. Das ist beispielsweise hilfreich, wenn ein Mitarbeiter ein Dokument mehrfach verändert und erst später feststellt, dass eine ältere Fassung benötigt wird. Statt nur eine einzige Sicherungskopie zu besitzen, kannst du einen früheren Zustand auswählen und wiederherstellen.
Diese Möglichkeit spielt auch beim Schutz vor Ransomware eine wichtige Rolle. Wird eine Datei durch Schadsoftware verschlüsselt und anschließend synchronisiert oder verändert, möchtest du nicht lediglich die bereits verschlüsselte Version im Backup besitzen. Durch Versionierung und zeitpunktbezogene Wiederherstellung kannst du auf einen Zustand vor dem Sicherheitsvorfall zurückgreifen. CrashPlan setzt zusätzlich auf unveränderbare Backups und verschiedene Sicherheitsmechanismen, um die Wiederherstellung nach Ransomware Angriffen zu unterstützen.
CrashPlan solltest du trotzdem nicht mit einer klassischen Endpoint Security Lösung verwechseln. Das Tool verhindert nicht grundsätzlich, dass Schadsoftware auf einen Computer gelangt. Seine zentrale Aufgabe besteht darin, Daten so zu sichern, dass du sie nach einem Verlust oder Sicherheitsvorfall wiederherstellen kannst. Für einen umfassenden Schutz solltest du CrashPlan deshalb mit weiteren Sicherheitsmaßnahmen wie Endpoint Protection, Zugriffskontrollen, Patch Management und Mehrfaktor Authentifizierung kombinieren.
Die Wiederherstellung ist mindestens genauso wichtig wie das eigentliche Backup. CrashPlan ermöglicht dir, gesicherte Dateien wiederzufinden und zurückzuspielen. Dabei können je nach Produkt sowohl Administratoren als auch Endnutzer Wiederherstellungen durchführen. Der Self Service Ansatz ist besonders praktisch, weil nicht jede versehentlich gelöschte Datei automatisch ein Ticket bei deiner IT Abteilung verursachen muss. Nutzer können bestimmte Daten selbst wiederherstellen und dadurch den internen Support entlasten.
Gleichzeitig behält deine IT die Kontrolle. Administratoren können Wiederherstellungen zentral verwalten und Daten bei Bedarf direkt auf Geräte zurückspielen. Dadurch kannst du unterschiedliche Szenarien abdecken. Ein Mitarbeiter kann eine einzelne versehentlich gelöschte Datei selbst wiederherstellen, während dein IT Team bei einem größeren Datenverlust umfangreichere Recovery Prozesse übernimmt.
Auch beim Austausch eines Computers kann CrashPlan hilfreich sein. Wenn ein Mitarbeiter ein neues Gerät erhält, müssen häufig große Mengen persönlicher Arbeitsdaten übertragen werden. Die vorhandenen Sicherungen können dazu genutzt werden, relevante Dateien auf dem neuen Computer wiederherzustellen. Damit wird CrashPlan gleichzeitig zu einem Werkzeug für die Datenmigration zwischen Endgeräten.
Ein weiterer wichtiger Bereich ist die zentrale Administration. Über eine Administrationsoberfläche kannst du Benutzer, Geräte, Sicherungen und Richtlinien verwalten. Gerade bei größeren Unternehmen ist diese zentrale Steuerung entscheidend. Du möchtest schließlich nicht auf jedem Notebook individuell festlegen müssen, welche Daten gesichert werden und wie sich die Backup Software verhalten soll.
Über Richtlinien kannst du deine Backup Strategie standardisieren. Dadurch lassen sich Vorgaben für unterschiedliche Nutzer oder Bereiche definieren. Deine IT kann beispielsweise festlegen, welche Dateien in die Sicherung aufgenommen werden, welche Einstellungen Nutzer verändern dürfen und wie bestimmte Backup Prozesse organisiert werden sollen. Das reduziert die Abhängigkeit von individuellen Einstellungen auf einzelnen Geräten.
CrashPlan ist deshalb besonders für Unternehmen interessant, die ihre Datensicherung weitgehend im Hintergrund betreiben möchten. Mitarbeiter sollen möglichst normal weiterarbeiten können, während relevante Daten automatisch geschützt werden. Auch geöffnete Dateien können grundsätzlich gesichert werden. Unter Windows nutzt CrashPlan dafür unter anderem entsprechende Systemmechanismen für Schattenkopien, während auf macOS und Linux andere Verfahren eingesetzt werden.
Bei der Auswahl der zu sichernden Daten konzentriert sich das klassische Endpoint Backup vor allem auf Nutzerdaten. Dazu gehören Dokumente und andere Dateien, die Mitarbeiter erstellen, bearbeiten und für ihre tägliche Arbeit benötigen. Du kannst die Auswahl abhängig von deinen administrativen Berechtigungen und Richtlinien an deine Anforderungen anpassen.
Für Unternehmen mit großen Datenmengen ist außerdem der verfügbare Speicher interessant. Bei verschiedenen Endpoint Tarifen bietet CrashPlan unbegrenzten Cloud Speicher. Dadurch musst du nicht bei jedem zusätzlichen Gigabyte überlegen, ob deine Backup Kosten plötzlich erheblich steigen. Allerdings unterscheiden sich die Lizenzmodelle und Speicherbedingungen zwischen den einzelnen CrashPlan Produkten, weshalb du den für deine Umgebung passenden Tarif genau prüfen solltest.
Neben klassischen Endpoints hat CrashPlan sein Angebot inzwischen deutlich erweitert. Die Plattform deckt auch Server und Software as a Service Umgebungen ab. Dadurch entwickelt sich CrashPlan von einer reinen Endpoint Backup Lösung zunehmend zu einer umfassenderen Plattform für Data Resilience.
Für Microsoft 365 stehen beispielsweise Sicherungsmöglichkeiten für Exchange Online, SharePoint und OneDrive zur Verfügung. Das ist wichtig, weil die Nutzung einer Cloud Anwendung nicht automatisch bedeutet, dass du keine zusätzliche Backup Strategie benötigst. Werden Daten versehentlich gelöscht, durch einen Angriff verändert oder aufgrund organisatorischer Fehler entfernt, kann eine unabhängige Sicherung zusätzliche Wiederherstellungsmöglichkeiten bieten.
Auch Google Workspace kann mit entsprechenden CrashPlan Produkten abgesichert werden. Dabei stehen insbesondere Gmail und Google Drive im Mittelpunkt. Für Unternehmen, die ihre Produktivität weitgehend auf Cloud Plattformen verlagert haben, kannst du damit neben klassischen Endgeräten auch zentrale Cloud Daten in deine Datensicherungsstrategie einbeziehen.
Für Windows Server bietet CrashPlan ebenfalls eine eigene Backup Lösung. Damit kannst du wichtige Serverdaten schützen und Wiederherstellungsprozesse für zentrale Infrastruktur vorbereiten. Gerade bei geschäftskritischen Servern solltest du allerdings sehr genau definieren, welche Recovery Ziele dein Unternehmen besitzt und welche Sicherungsmethode dafür notwendig ist.
Ein interessanter Unterschied besteht zwischen dem klassischen Endpoint Backup und der Sicherung von Daten aus Cloud Diensten. Wenn du beispielsweise OneDrive oder Google Drive lediglich über die CrashPlan Endpoint Anwendung sichern möchtest, müssen die betreffenden Dateien lokal auf dem Gerät vorhanden sein. Reine Cloud Dateien, die nicht lokal gespeichert sind, werden von der Endpoint Anwendung nicht automatisch gesichert. Für die direkte Sicherung von Microsoft 365 oder Google Workspace bietet CrashPlan deshalb eigene Lösungen.
Beim Thema Sicherheit setzt CrashPlan auf mehrere Schutzmechanismen. Daten werden sowohl während der Übertragung als auch bei der Speicherung verschlüsselt. Zum Einsatz kommen unter anderem TLS für die Übertragung und AES 256 für gespeicherte Daten. Zusätzlich stehen abhängig vom Produkt Funktionen wie individuelle Verschlüsselungsschlüssel, Mehrfaktor Authentifizierung und rollenbasierte Zugriffskontrollen zur Verfügung.
Gerade die rollenbasierte Rechteverwaltung ist für größere Organisationen wichtig. Nicht jeder Administrator sollte automatisch vollständigen Zugriff auf sämtliche Daten besitzen. Du kannst Verantwortlichkeiten besser voneinander trennen und Berechtigungen entsprechend der jeweiligen Aufgabe vergeben. Damit lässt sich CrashPlan stärker in bestehende Sicherheitskonzepte integrieren.
Für Unternehmen mit regulatorischen Anforderungen bietet CrashPlan außerdem Funktionen rund um Datenaufbewahrung, Compliance und je nach Tarif Legal Hold. Das kann beispielsweise dann relevant werden, wenn bestimmte Unternehmensdaten aufgrund rechtlicher Anforderungen über einen längeren Zeitraum unverändert aufbewahrt werden müssen.
Auch für eDiscovery können entsprechende Funktionen interessant sein. Wenn dein Unternehmen im Rahmen rechtlicher oder regulatorischer Prozesse bestimmte Daten auffinden und bereitstellen muss, können zentrale Sicherungen und Suchfunktionen dabei helfen. Gerade größere Unternehmen betrachten Backup deshalb nicht ausschließlich als technische Absicherung gegen Datenverlust, sondern gleichzeitig als Bestandteil ihrer Data Governance Strategie.
Administratoren erhalten zudem Reporting und Statusinformationen. Dadurch kannst du kontrollieren, ob Geräte tatsächlich gesichert werden und wann zuletzt erfolgreiche Backup Vorgänge stattgefunden haben. Das ist wichtiger, als es zunächst klingt. Ein Backup System ist nur dann hilfreich, wenn die Sicherungen tatsächlich funktionieren. Wenn ein Notebook mehrere Wochen keine Daten mehr übertragen hat und niemand dies bemerkt, kann im Ernstfall eine erhebliche Sicherungslücke entstehen.
Warnmeldungen helfen dir dabei, solche Situationen schneller zu erkennen. Deine IT kann gezielt auf Geräte reagieren, bei denen Probleme mit der Datensicherung bestehen. Dadurch musst du nicht jedes Gerät einzeln kontrollieren, sondern kannst deine Aufmerksamkeit auf auffällige Systeme konzentrieren.
Für größere Unternehmen bietet CrashPlan zusätzliche Möglichkeiten zur Integration. Dazu gehören beispielsweise Single Sign On, automatisierte Benutzerbereitstellung und bei entsprechenden Tarifen Zugriff auf eine Programmierschnittstelle. Über diese Schnittstelle kannst du Daten aus CrashPlan beispielsweise für eigene Reports verwenden oder bestimmte administrative Prozesse automatisieren.
Gerade bei vielen Nutzern wird eine solche Automatisierung wichtig. Wenn Mitarbeiter in dein Unternehmen eintreten oder es verlassen, möchtest du die dazugehörigen Backup Prozesse möglichst in bestehende Abläufe integrieren. Je stärker Benutzerverwaltung, Identitätsmanagement und Datensicherung miteinander verbunden sind, desto geringer wird der manuelle Verwaltungsaufwand.
CrashPlan eignet sich außerdem für Managed Service Provider. Dafür stehen entsprechende Angebote zur Verfügung, mit denen IT Dienstleister Backup Leistungen für mehrere Kunden verwalten können. Wenn du als Dienstleister zahlreiche Unternehmen betreust, kannst du Datensicherung damit als Bestandteil deiner Managed Services anbieten.
Bei der Lizenzierung solltest du genauer hinschauen, weil CrashPlan unterschiedliche Modelle verwendet. Einige Produkte werden pro Nutzer, andere pro Gerät oder nach anderen Kriterien abgerechnet. Auch die Anzahl der Geräte pro Nutzer und die Aufbewahrungsdauer gelöschter Dateien unterscheiden sich zwischen bestimmten Tarifen. Deshalb solltest du bei einem Vergleich nicht nur den monatlichen Grundpreis betrachten, sondern deine tatsächliche Anzahl an Nutzern, Geräten und benötigten Funktionen berücksichtigen.
Für kleinere Unternehmen bietet CrashPlan vergleichsweise einfach zugängliche Endpoint Angebote. Aktuell wird beispielsweise ein Endpoint Tarif angeboten, der pro Nutzer abgerechnet wird und unbegrenzten Cloud Speicher sowie unbegrenzte Versionierung umfasst. Größere Organisationen können umfangreichere Enterprise Funktionen erhalten, darunter zusätzliche Möglichkeiten bei Bereitstellung, Benutzerverwaltung, Verschlüsselung, Schnittstellen und Datenaufbewahrung.
Interessant ist CrashPlan vor allem dann, wenn deine Mitarbeiter viele wichtige Daten lokal auf ihren Computern speichern. Gerade Notebooks stellen dabei ein häufig unterschätztes Risiko dar. Ein Gerät kann beschädigt werden, verloren gehen oder gestohlen werden. Ohne automatisiertes Endpoint Backup können wichtige Arbeitsdateien dann ebenfalls verschwinden.
Wenn dein Unternehmen dagegen sämtliche relevanten Daten konsequent innerhalb zentral verwalteter Cloud Plattformen speichert, verschiebt sich dein Backup Bedarf. Dann werden möglicherweise die Lösungen für Microsoft 365 oder Google Workspace wichtiger als das klassische Endpoint Backup. CrashPlan bietet mittlerweile beide Ansätze, sodass du deine Backup Strategie an deine tatsächlichen Speicherorte anpassen kannst.
Die Stärke von CrashPlan liegt damit vor allem in der Verbindung aus automatisierter Datensicherung, Versionierung, zentraler Administration und flexibler Wiederherstellung. Du kannst Daten auf Endgeräten sichern, Wiederherstellungen durch Administratoren oder Nutzer ermöglichen und deine Sicherungsprozesse über Richtlinien kontrollieren. Gleichzeitig lassen sich inzwischen auch Server sowie zentrale Cloud Plattformen in eine umfassendere Strategie einbeziehen.
CrashPlan ist deshalb weniger als klassisches Backup Programm für einen einzelnen privaten Computer zu verstehen. Die Plattform richtet sich klar auf geschäftliche Datensicherung und Data Resilience aus. Wenn du verhindern möchtest, dass versehentlich gelöschte Dateien, defekte Geräte, Ransomware oder andere Zwischenfälle unmittelbar zu dauerhaftem Datenverlust führen, kannst du mit CrashPlan eine automatisierte Sicherungsebene aufbauen. Besonders bei vielen Mitarbeitern und verteilten Geräten hilft dir die zentrale Verwaltung dabei, Datensicherung nicht von der Aufmerksamkeit einzelner Nutzer abhängig zu machen, sondern als festen und kontrollierbaren Bestandteil deiner IT Infrastruktur zu etablieren.
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Wenn du dir die Nutzer Erfahrungen mit CrashPlan anschaust, ergibt sich insgesamt ein interessantes, aber durchaus gemischtes Bild. Auf großen Software Bewertungsplattformen wird CrashPlan überwiegend positiv bewertet. Die klassische Lösung für kleinere Unternehmen erreicht beispielsweise rund 4,4 von 5 Punkten bei mehreren Hundert Bewertungen. Besonders häufig werden die einfache Einrichtung, die automatischen Sicherungen, die Versionierung und die zentrale Verwaltung gelobt. Gleichzeitig gibt es teilweise deutliche Kritik an Wiederherstellungen, Geschwindigkeit, Ressourcenverbrauch und Support. Auffällig ist dabei, dass die Bewertungen je nach CrashPlan Produkt und Plattform erheblich auseinandergehen.
Sehr positiv bewerten viele Nutzer, dass CrashPlan nach der Einrichtung weitgehend selbstständig arbeitet. Du installierst die Software, definierst deine Sicherung und anschließend läuft das Backup im Hintergrund. Gerade für Unternehmen ist das praktisch, weil du deine Mitarbeiter nicht regelmäßig daran erinnern musst, wichtige Dateien manuell zu sichern. Nutzer beschreiben diesen Ansatz häufig als unkompliziert und zuverlässig. Besonders bei Notebooks und dezentral arbeitenden Mitarbeitern kann das für deine IT eine erhebliche Entlastung bedeuten.
Auch die Einrichtung wird häufig positiv erwähnt. Viele Anwender empfinden CrashPlan als vergleichsweise einfach zu konfigurieren. Du kannst auswählen, welche Daten gesichert werden sollen, und anschließend den Backup Prozess weitgehend automatisieren. Für kleinere Unternehmen ohne großes spezialisiertes Backup Team ist diese Benutzerfreundlichkeit ein wichtiger Vorteil.
Ein weiterer häufig genannter Pluspunkt ist die Backup Frequenz. Nutzer schätzen, dass veränderte Dateien regelmäßig gesichert werden können. Dadurch liegt zwischen einer Änderung und der nächsten Sicherung kein unnötig langer Zeitraum. Wenn ein Mitarbeiter versehentlich eine Datei löscht oder verändert, kannst du deshalb häufig auf eine ältere Version zurückgreifen.
Gerade die Versionierung wird von vielen Anwendern als eine der wichtigen Stärken von CrashPlan angesehen. Für dich bedeutet das, dass ein Backup nicht nur aus einer einzigen aktuellen Kopie deiner Daten bestehen muss. Du kannst ältere Zustände von Dateien aufbewahren und bei Bedarf wiederherstellen. Das hilft sowohl bei versehentlichen Änderungen als auch bei beschädigten Dateien oder bestimmten Sicherheitsvorfällen.
Positiv wird außerdem der verfügbare Speicher bei entsprechenden Tarifen beurteilt. Einige Nutzer heben hervor, dass sie große Datenbestände sichern können, ohne ständig den benötigten Speicherplatz kalkulieren zu müssen. Besonders bei Arbeitsplätzen mit umfangreichen Dokumenten, Bildern, Videos oder Projektdateien kann das interessant sein.
Administratoren schätzen zudem die zentrale Verwaltung. Wenn du viele Mitarbeiter betreust, möchtest du nicht jeden Computer einzeln überprüfen. CrashPlan gibt dir eine zentrale Sicht auf deine Backup Umgebung und ermöglicht dir, Richtlinien und Sicherungsprozesse über eine gemeinsame Administrationsoberfläche zu verwalten. Gerade IT Verantwortliche bewerten diese zentrale Kontrolle häufig positiv.
Auch bei den neueren CrashPlan Plattform Angeboten für Microsoft 365 und andere Cloud Daten fallen zahlreiche aktuelle Erfahrungen sehr positiv aus. Administratoren berichten von schnellen Sicherungen großer Datenmengen, einer übersichtlichen Verwaltung und einer vergleichsweise unkomplizierten Implementierung. Besonders die Sicherung von OneDrive, Exchange und SharePoint wird in aktuellen Bewertungen positiv hervorgehoben.
Beim Support ergibt sich allerdings ein deutlich uneinheitlicheres Bild. Einige aktuelle Unternehmenskunden berichten von sehr guten Erfahrungen und schnellen Reaktionen durch das Support Team. Andere, insbesondere langjährige Nutzer der klassischen CrashPlan Angebote, kritisieren dagegen langsame Antworten und Schwierigkeiten bei komplexeren Problemen. Du solltest deshalb berücksichtigen, dass die Support Erfahrung offenbar auch vom eingesetzten Produkt, Tarif und konkreten Problem abhängen kann.
Der wichtigste Kritikpunkt betrifft ausgerechnet den entscheidenden Moment einer Backup Lösung, nämlich die Wiederherstellung. Einige Nutzer berichten davon, dass große Restore Vorgänge sehr lange dauern können. Besonders bei mehreren Terabyte Daten kann die benötigte Zeit erheblich sein. Andere Anwender schildern Probleme mit unterbrochenen oder fehlerhaften Wiederherstellungen.
Diese Kritik solltest du ernst nehmen, denn bei einer Backup Lösung ist nicht ausschließlich entscheidend, ob Daten erfolgreich hochgeladen werden. Entscheidend ist letztlich, ob du sie im Ernstfall vollständig und schnell genug zurückbekommst. Einige langjährige Nutzer berichten von Situationen, in denen Wiederherstellungen nicht wie erwartet funktioniert haben. Solche Erfahrungen stehen zwar zahlreichen positiven Bewertungen gegenüber, zeigen aber deutlich, warum du deine eigene Backup Strategie regelmäßig durch Wiederherstellungstests überprüfen solltest.
Auch die Geschwindigkeit wird unterschiedlich beurteilt. Bei aktuellen Cloud Angeboten berichten einige Nutzer von sehr schnellen Sicherungen großer Datenbestände. Bei klassischen Endpoint Backups gibt es dagegen Erfahrungen mit langsamen Uploads oder langwierigen Wiederherstellungen. Die tatsächliche Geschwindigkeit hängt natürlich zusätzlich von Datenmenge, Internetverbindung, Gerät und eingesetztem CrashPlan Produkt ab.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft den Ressourcenverbrauch auf Endgeräten. Einige Nutzer berichten davon, dass CrashPlan während der Sicherung vergleichsweise viel Arbeitsspeicher oder andere Systemressourcen beanspruchen kann. Auf leistungsfähigen modernen Computern fällt das möglicherweise kaum auf. Bei älteren Systemen oder Geräten, die ohnehin stark ausgelastet sind, kann sich ein laufendes Backup dagegen bemerkbar machen.
Vereinzelt berichten Anwender außerdem davon, dass der Endpoint Client nach Änderungen oder Aktualisierungen des Betriebssystems Probleme verursacht hat. Für eine Unternehmensumgebung bedeutet das, dass du den Zustand deiner Backup Clients regelmäßig kontrollieren solltest. Nur weil CrashPlan auf einem Gerät installiert wurde, bedeutet das nicht automatisch, dass dort über Jahre hinweg ohne Kontrolle zuverlässig Sicherungen durchgeführt werden.
Auch das Reporting bekommt nicht ausschließlich gute Bewertungen. Während einige Administratoren die vorhandenen Übersichten hilfreich finden, wünschen sich andere detailliertere Berichte und präzisere Statusinformationen. Gerade wenn du viele Geräte oder große Cloud Umgebungen betreust, möchtest du schnell erkennen können, wo Sicherungen fehlen oder Probleme auftreten.
Bei der Benutzeroberfläche gehen die Meinungen ebenfalls auseinander. Viele Nutzer empfinden die grundlegende Bedienung als einfach. Andere kritisieren einzelne Bereiche als weniger intuitiv und wünschen sich bei komplexeren Funktionen eine bessere Dokumentation. Besonders bei neuen Funktionen wird gelegentlich bemängelt, dass Erklärungen und Dokumentation ausführlicher sein könnten.
Sehr kritisch fallen einzelne Erfahrungen rund um die Aufbewahrung älterer Daten aus. Einige langjährige Anwender berichten davon, dass historische Sicherungen beziehungsweise Daten nicht mehr verfügbar waren. Solche Fälle sind für eine Backup Lösung natürlich besonders problematisch. Auch wenn diese Erfahrungen nicht das Gesamtbild aller Nutzer repräsentieren, solltest du daraus eine wichtige Konsequenz ziehen: Verlasse dich bei geschäftskritischen Daten niemals ausschließlich darauf, dass ein Backup vorhanden sein müsste. Überprüfe regelmäßig Sicherungsstatus, Aufbewahrungsregeln und tatsächliche Wiederherstellbarkeit.
Genau hier liegt ein wichtiger Unterschied zwischen Backup und echter Datensicherheit. Ein grüner Status in einer Verwaltungsoberfläche allein reicht nicht aus. Du solltest regelmäßig Testwiederherstellungen durchführen. Beispielsweise kannst du einzelne Dateien, komplette Verzeichnisse und bei besonders wichtigen Systemen auch größere Datenmengen testweise zurückholen. Erst dadurch weißt du, ob dein Backup Konzept im Ernstfall tatsächlich funktioniert.
Bei der Bewertung von CrashPlan solltest du außerdem beachten, dass Erfahrungen aus sehr unterschiedlichen Produktgenerationen im Internet zu finden sind. CrashPlan existiert bereits seit vielen Jahren und hat sein Angebot mehrfach verändert. Ältere Erfahrungsberichte beziehen sich deshalb teilweise auf Produkte, Tarife und technische Strukturen, die nicht vollständig mit den aktuellen Angeboten vergleichbar sind.
Das erklärt teilweise auch die großen Unterschiede zwischen Bewertungsplattformen. Während aktuelle Geschäftskunden der neueren CrashPlan Plattform teilweise ausgesprochen hohe Bewertungen vergeben, finden sich bei allgemeinen Verbraucherbewertungen wesentlich kritischere Stimmen von langjährigen Bestandskunden. Für deine Entscheidung solltest du deshalb aktuelle Erfahrungen bevorzugen, die sich auf genau den CrashPlan Tarif und Anwendungsfall beziehen, den du selbst einsetzen möchtest.
Wenn du beispielsweise Microsoft 365 sichern möchtest, sind Erfahrungen mit Exchange, OneDrive und SharePoint wesentlich relevanter als eine zehn Jahre alte Bewertung über ein klassisches Notebook Backup. Möchtest du dagegen zahlreiche Windows und macOS Arbeitsplätze sichern, solltest du gezielt Erfahrungen mit dem Endpoint Backup betrachten.
Insgesamt zeigen die Nutzer Erfahrungen, dass CrashPlan seine größten Stärken bei automatisierten Sicherungen, Versionierung, zentraler Verwaltung und der Absicherung verteilter Unternehmensdaten besitzt. Viele Administratoren schätzen, dass Backups nach der Einrichtung weitgehend automatisch laufen und Nutzer im Alltag wenig damit zu tun haben.
Die kritischeren Erfahrungen konzentrieren sich vor allem auf große Wiederherstellungen, teilweise lange Restore Zeiten, einzelne Zuverlässigkeitsprobleme, Ressourcenverbrauch und unterschiedliche Erfahrungen mit dem Support. Gerade weil eine Wiederherstellung häufig erst nach Monaten oder Jahren wirklich benötigt wird, solltest du diesen Bereich bei einer Testphase besonders intensiv prüfen.
Wenn du CrashPlan für dein Unternehmen in Betracht ziehst, solltest du deshalb nicht nur testen, wie einfach sich ein Backup einrichten lässt. Erstelle bewusst größere Testdatenbestände, sichere sie und stelle sie anschließend vollständig wieder her. Prüfe außerdem ältere Dateiversionen und gelöschte Dateien. So bekommst du ein wesentlich realistischeres Bild davon, ob CrashPlan zu deinen Anforderungen passt. Nach den ausgewerteten Nutzer Erfahrungen kann CrashPlan eine komfortable und leistungsfähige Backup Lösung sein, aber gerade bei geschäftskritischen Daten solltest du die tatsächliche Wiederherstellbarkeit selbst testen und nicht ausschließlich auf einen erfolgreichen Backup Status vertrauen.
Vorteile [+]
Automatische Datensicherung
Du kannst deine wichtigen Unternehmensdaten automatisch und regelmäßig sichern lassen. Dadurch bist du nicht darauf angewiesen, dass Mitarbeiter selbst an ihre Backups denken, und kannst den Schutz deiner Daten deutlich besser standardisieren.
Umfangreiche Versionierung
Du kannst auf ältere Versionen deiner Dateien zurückgreifen. Das ist besonders hilfreich, wenn Dokumente versehentlich verändert, überschrieben, gelöscht oder durch einen Sicherheitsvorfall beschädigt wurden.
Zentrale Verwaltung
Du kannst Benutzer, Geräte, Sicherungen und Backup Richtlinien zentral administrieren. Gerade wenn du zahlreiche Mitarbeiter und Endgeräte betreust, erleichtert dir diese zentrale Kontrolle die Verwaltung deiner gesamten Backup Umgebung.
Flexible Wiederherstellung
Du kannst einzelne Dateien oder größere Datenbestände wiederherstellen. Abhängig von deiner Konfiguration können auch Nutzer bestimmte Wiederherstellungen selbst durchführen, wodurch du deine interne IT und deinen Support entlasten kannst.
Unterstützung verschiedener Datenquellen
Du kannst mit CrashPlan nicht nur klassische Endgeräte absichern. Je nach gewähltem Produkt lassen sich auch Server sowie Daten aus Microsoft 365 und Google Workspace sichern, wodurch du unterschiedliche Bereiche deiner Unternehmensdaten schützen kannst.
Nachteile [-]
Wiederherstellung kann lange dauern
Bei sehr großen Datenmengen kann eine vollständige Wiederherstellung viel Zeit beanspruchen. Wenn du mehrere Terabyte Daten zurückspielen musst, solltest du deshalb vorher genau prüfen, welche Wiederherstellungszeiten für dein Unternehmen akzeptabel sind.
Teilweise hoher Ressourcenverbrauch
Der Backup Client kann während umfangreicher Sicherungsvorgänge Systemressourcen beanspruchen. Auf älteren oder bereits stark ausgelasteten Geräten kann sich das unter Umständen auf die Leistung auswirken.
Unterschiedliche Funktionen je Tarif
Nicht jede CrashPlan Variante bietet dir den gleichen Funktionsumfang. Funktionen für Endpoints, Server, Microsoft 365 oder Google Workspace sind teilweise unterschiedlichen Produkten zugeordnet, weshalb du deinen tatsächlichen Bedarf genau prüfen solltest.
Support Erfahrungen fallen unterschiedlich aus
Während einige Nutzer den Kundensupport ausdrücklich loben, berichten andere von längeren Reaktionszeiten oder Schwierigkeiten bei komplexeren Problemen. Besonders bei geschäftskritischen Backups solltest du deshalb berücksichtigen, welches Support Niveau dein gewählter Tarif bietet.
Regelmäßige Kontrolle bleibt notwendig
Auch bei automatisierten Backups solltest du dich nicht ausschließlich auf den angezeigten Sicherungsstatus verlassen. Du solltest regelmäßig Testwiederherstellungen durchführen und kontrollieren, ob wichtige Dateien und ältere Versionen tatsächlich wie vorgesehen wiederhergestellt werden können.
Funktionen & Bereiche [!]
Endpoint Backup und Wiederherstellung
Das Endpoint Backup und die Wiederherstellung gehören zu den zentralen Funktionen von CrashPlan. Dieser Bereich ist darauf ausgelegt, wichtige Dateien auf den Computern deiner Mitarbeiter automatisch zu sichern und bei einem Datenverlust wieder verfügbar zu machen. Unterstützt werden Windows, macOS und Linux, wodurch sich CrashPlan auch für Unternehmen mit unterschiedlichen Betriebssystemen eignet. Der große Vorteil besteht darin, dass die Datensicherung weitgehend im Hintergrund stattfinden kann und nicht davon abhängig ist, dass deine Mitarbeiter regelmäßig selbst ein Backup starten.
Nach der Installation der CrashPlan Anwendung beginnt das System damit, die für das Backup vorgesehenen Bereiche des Computers zu analysieren. In der Standardkonfiguration werden vor allem die Nutzerdaten auf dem Hauptlaufwerk berücksichtigt. Du kannst die Auswahl anschließend anpassen und bestimmen, welche Dateien und Ordner tatsächlich geschützt werden sollen. Dadurch kannst du deine Sicherungsstrategie auf die Daten konzentrieren, die für dein Unternehmen wirklich relevant sind.
CrashPlan arbeitet dabei mit einer kontinuierlichen beziehungsweise regelmäßig ausgeführten Datensicherung. Ein Dateisystemmonitor erkennt neue und veränderte Dateien und nimmt diese in die Liste der zu sichernden Daten auf. Dadurch muss nicht bei jedem Sicherungsvorgang der gesamte Datenbestand erneut übertragen werden. CrashPlan analysiert Veränderungen und verarbeitet die relevanten Daten für das nächste Backup.
Besonders interessant ist dieses Konzept bei Mitarbeitern, die täglich mit vielen Dokumenten und Projektdateien arbeiten. Wird eine Datei morgens erstellt und im Laufe des Tages mehrfach verändert, können verschiedene Zustände dieser Datei innerhalb des Backups erhalten bleiben. Dadurch schützt du dich nicht nur vor einem vollständigen Verlust einer Datei, sondern kannst bei Bedarf auch auf frühere Versionen zurückgreifen.
Die Versionierung gehört deshalb zu den wichtigsten Funktionen des Endpoint Backups. CrashPlan kann unterschiedliche Versionen einer Datei speichern und ermöglicht dir dadurch eine zeitbezogene Wiederherstellung. Wenn ein Mitarbeiter beispielsweise eine wichtige Tabelle verändert und zwei Tage später feststellt, dass dabei relevante Informationen entfernt wurden, musst du nicht zwangsläufig versuchen, diese Änderungen manuell rückgängig zu machen. Stattdessen kannst du nach einer älteren Version der Datei suchen und diese wiederherstellen.
Das gleiche Prinzip hilft dir bei beschädigten Dateien. Wenn eine Anwendung ein Dokument fehlerhaft speichert oder eine Datei aus anderen Gründen unbrauchbar wird, kann eine ältere Version weiterhin im Backup vorhanden sein. Damit wird die Versionierung zu einer zusätzlichen Sicherheitsebene für alltägliche Fehler.
Auch versehentlich gelöschte Dateien lassen sich wiederherstellen, solange sie entsprechend der eingestellten Aufbewahrungsregeln noch im Backup Archiv vorhanden sind. Bei aktuellen Endpoint Angeboten können gelöschte Dateien beispielsweise für 90 Tage aufbewahrt werden. Die konkrete Aufbewahrungsdauer solltest du jedoch immer anhand deines verwendeten Tarifs und deiner Konfiguration prüfen.
Für dich bedeutet das, dass ein versehentliches Löschen nicht unmittelbar zu einem endgültigen Datenverlust führen muss. Ein Mitarbeiter kann eine Datei löschen und den Fehler möglicherweise erst einige Tage später bemerken. Solange die entsprechende Sicherung noch vorhanden ist, kannst du die gelöschte Datei innerhalb der Wiederherstellungsansicht anzeigen und zurückholen.
Die Wiederherstellung kann direkt über die CrashPlan Anwendung erfolgen. Dort kannst du durch die gesicherten Dateien navigieren und einzelne Dateien oder komplette Ordner auswählen. Bei mehreren Geräten kannst du außerdem bestimmen, aus welchem Gerätebackup die benötigten Daten stammen sollen.
Dabei kannst du verschiedene Einstellungen für die Wiederherstellung festlegen. Beispielsweise lässt sich bestimmen, an welchem Speicherort die wiederhergestellten Dateien abgelegt werden sollen. Auch der Umgang mit bereits vorhandenen Dateien kann berücksichtigt werden. Dadurch kannst du entscheiden, ob eine bestehende Datei überschrieben oder die wiederhergestellte Version an einem anderen Ort gespeichert werden soll.
CrashPlan bietet außerdem eine Wiederherstellung über die zentrale Verwaltungskonsole. Das ist besonders für Administratoren interessant. Du kannst auf das betreffende Gerät zugreifen und von dort eine Wiederherstellung starten. Kleinere Datenmengen können beispielsweise als komprimiertes Archiv bereitgestellt werden. Dadurch musst du nicht zwingend direkt vor dem ursprünglichen Computer sitzen, um bestimmte Daten zurückzuholen.
Für Endnutzer kann die eigenständige Wiederherstellung ebenfalls interessant sein. Je nach Konfiguration können Mitarbeiter ihre eigenen Dateien selbst wiederherstellen. Das entlastet deine IT Abteilung erheblich. Wenn ein Nutzer lediglich ein versehentlich gelöschtes Dokument benötigt, muss daraus nicht automatisch ein Supportfall entstehen.
Gerade bei größeren Unternehmen kann dieser Self Service Ansatz viel Zeit sparen. Wenn du mehrere Tausend Mitarbeiter betreust und regelmäßig Anfragen wegen gelöschter Dateien erhältst, entstehen schnell erhebliche Supportkosten. Können Mitarbeiter einfache Wiederherstellungen selbst durchführen, kann sich dein IT Team stärker auf komplexere Aufgaben konzentrieren.
Eine weitere wichtige Funktion ist die Wiederherstellung nach einem Gerätewechsel. CrashPlan kann dir dabei helfen, Daten von einem alten beziehungsweise nicht mehr verfügbaren Computer auf ein neues Gerät zu übertragen. Dieser Prozess ist beispielsweise interessant, wenn ein Notebook ersetzt wird, eine Festplatte ausfällt oder ein Betriebssystem vollständig neu installiert werden muss.
Bei einer solchen Gerätemigration werden die vorhandenen Backup Daten dem neuen Gerät zugeordnet. Anschließend kannst du relevante Nutzerdaten aus der Sicherung übertragen. CrashPlan unterstützt diesen Prozess für Windows, macOS und Linux. Dadurch wird das Backup gleichzeitig zu einem Werkzeug für die Migration von Arbeitsplätzen.
Das kann besonders bei regelmäßigen Hardwarewechseln hilfreich sein. Viele Unternehmen tauschen Notebooks nach einigen Jahren aus. Ohne eine zentrale Datensicherung müssen Nutzerdaten dann häufig über externe Datenträger, Netzlaufwerke oder andere Verfahren übertragen werden. Mit CrashPlan kannst du bereits vorhandene Sicherungen für diesen Prozess nutzen.
Auch bei einem verlorenen oder gestohlenen Notebook spielt diese Funktion eine wichtige Rolle. Das ursprüngliche Gerät steht in diesem Fall möglicherweise überhaupt nicht mehr zur Verfügung. Die Daten können trotzdem aus dem vorhandenen Backup auf einem Ersatzgerät wiederhergestellt werden. Damit trennst du die Verfügbarkeit wichtiger Arbeitsdateien stärker von der physischen Verfügbarkeit eines bestimmten Computers.
Besonders relevant ist das Endpoint Backup außerdem beim Thema Ransomware. CrashPlan verhindert einen Angriff nicht, kann aber bei der Wiederherstellung nach einem Vorfall helfen. Da historische Dateiversionen gespeichert werden, kannst du einen Zeitpunkt vor der Verschlüsselung auswählen und versuchen, saubere Versionen deiner Dateien zurückzuspielen.
Dabei ist die Wahl des richtigen Wiederherstellungszeitpunkts entscheidend. Du solltest möglichst genau bestimmen, wann die Infektion beziehungsweise Verschlüsselung begonnen hat. Anschließend wählst du einen Zeitpunkt davor aus. So reduzierst du das Risiko, bereits kompromittierte Dateien erneut auf das bereinigte System zu übertragen.
Bei einem Ransomware Vorfall solltest du die Wiederherstellung außerdem erst beginnen, wenn das betroffene System zuverlässig bereinigt wurde. Bei schwerwiegenden Angriffen kann ein vollständig neu eingerichtetes Gerät die bessere Grundlage darstellen. Das Backup liefert dir dann die benötigten Nutzerdaten, während das Betriebssystem und die Anwendungen sauber neu aufgebaut werden.
CrashPlan bietet bei aktuellen Endpoint Angeboten zudem unveränderbare Backups als Schutzkomponente für die Wiederherstellung nach Ransomware Vorfällen. Dadurch soll verhindert werden, dass ein Angreifer einfach die vorhandenen Sicherungskopien manipuliert und damit auch deine Wiederherstellungsmöglichkeiten zerstört.
Trotzdem ersetzt CrashPlan keine Sicherheitssoftware. Du solltest das Endpoint Backup als Bestandteil einer umfassenderen Sicherheitsstrategie betrachten. Virenschutz, Endpoint Security, Patch Management, Zugriffskontrollen, Mehrfaktor Authentifizierung und regelmäßige Schulungen deiner Mitarbeiter bleiben weiterhin notwendig.
Eine weitere technische Stärke ist die Sicherung geöffneter Dateien. CrashPlan kann grundsätzlich auch Dateien sichern, während sie verwendet werden. Das Verfahren unterscheidet sich dabei abhängig vom Betriebssystem. Unter Windows verwendet CrashPlan beispielsweise den Volume Shadow Copy Service, um Momentaufnahmen geöffneter Dateien für das Backup zu nutzen.
Für dich ist das wichtig, weil Mitarbeiter ihre Anwendungen nicht ständig schließen müssen, damit eine Sicherung stattfinden kann. Ein Nutzer kann beispielsweise an einem Dokument arbeiten, während CrashPlan im Hintergrund seine Backup Aufgaben erledigt. Dadurch lässt sich die Datensicherung wesentlich besser in den normalen Arbeitsalltag integrieren.
Bei Datenbanken und bestimmten komplexen Anwendungen solltest du allerdings genauer prüfen, ob eine einfache Dateisicherung deinen Anforderungen genügt. Ein Backup einzelner Dateien ist nicht automatisch mit einer anwendungskonsistenten Sicherung jeder beliebigen Datenbank gleichzusetzen. Für geschäftskritische Anwendungen solltest du deshalb immer die jeweiligen Anforderungen an eine konsistente Wiederherstellung berücksichtigen.
CrashPlan arbeitet außerdem mit Datendeduplizierung. Dabei wird geprüft, welche Datenbestandteile bereits gesichert wurden. Bereits vorhandene Daten müssen nicht unnötig erneut übertragen werden. Zusätzlich werden Daten komprimiert und verschlüsselt. Diese Verfahren sollen den benötigten Datentransfer reduzieren und gleichzeitig die Sicherheit der gespeicherten Informationen gewährleisten.
Für die Übertragung und Speicherung der Backup Daten verwendet CrashPlan Verschlüsselungsmechanismen. Bei aktuellen Endpoint Angeboten gehören unter anderem TLS für die Datenübertragung und AES 256 für gespeicherte Daten zu den Sicherheitsfunktionen. Damit werden deine Dateien sowohl während der Übertragung als auch innerhalb des Backup Speichers geschützt.
Gerade bei mobilen Mitarbeitern ist diese Verschlüsselung wichtig. Ein Notebook befindet sich möglicherweise im Homeoffice, in einem Hotel oder in einem öffentlichen Netzwerk. Die Backup Daten werden über das Internet übertragen und sollten deshalb nicht ungeschützt zwischen dem Gerät und dem Backup Speicher ausgetauscht werden.
Ein weiterer Vorteil des Endpoint Backups ist die Unterstützung verteilter Arbeitsplätze. Deine Mitarbeiter müssen sich nicht dauerhaft innerhalb deines Unternehmensnetzwerks befinden. Solange eine geeignete Internetverbindung besteht, kann CrashPlan seine Backup Aufgaben auch bei Geräten durchführen, die sich außerhalb des Büros befinden.
Damit eignet sich die Lösung besonders für Unternehmen mit Homeoffice, Außendienst und internationalen Teams. Deine Backup Strategie hängt weniger davon ab, ob sich ein Notebook regelmäßig mit einem lokalen Unternehmensserver verbindet.
Die zentrale Administration spielt dabei eine wichtige Rolle. Deine IT kann überwachen, welche Geräte gesichert werden und ob Probleme auftreten. Du kannst dadurch schneller erkennen, wenn ein Computer über einen längeren Zeitraum kein erfolgreiches Backup durchgeführt hat.
Warnmeldungen helfen dir zusätzlich dabei, problematische Geräte zu identifizieren. Das ist entscheidend, weil eine installierte Backup Anwendung allein noch keine Datensicherheit garantiert. Wenn ein Gerät seit mehreren Wochen keine Daten mehr übertragen konnte, kann eine erhebliche Sicherungslücke entstanden sein.
Du solltest deshalb nicht nur kontrollieren, ob CrashPlan installiert ist, sondern regelmäßig den tatsächlichen Backup Status überprüfen. Besonders bei geschäftskritischen Nutzern und Geräten sollte deine IT schnell reagieren, wenn Sicherungen ausbleiben.
Auch die Auswahl der gesicherten Dateien solltest du sorgfältig verwalten. CrashPlan sichert die Daten, die innerhalb der jeweiligen Backup Auswahl enthalten sind. Entfernst du bestimmte Dateien oder Verzeichnisse aus dieser Auswahl, kann sich das auch auf deren Verfügbarkeit innerhalb des Backup Archivs auswirken. Änderungen an den Sicherungsrichtlinien sollten deshalb bewusst durchgeführt werden.
Für größere Organisationen kannst du solche Einstellungen zentral kontrollieren und teilweise sperren. Dadurch verhinderst du beispielsweise, dass einzelne Mitarbeiter wichtige Backup Einstellungen eigenständig verändern. Die Datensicherung wird damit stärker zu einem administrativ kontrollierten Prozess.
Bei der Installation solltest du außerdem zwischen unterschiedlichen Installationsarten unterscheiden. Eine systemweite Installation kann unabhängig davon sichern, welcher Benutzer gerade am Gerät angemeldet ist. Bei einer Installation ausschließlich für einen bestimmten Benutzer gelten dagegen dessen Betriebssystemrechte und die Sicherung kann an die aktive Anmeldung dieses Nutzers gebunden sein.
Für Unternehmensgeräte ist diese Entscheidung wichtig. Möchtest du möglichst kontinuierliche Backups unabhängig vom Verhalten des jeweiligen Mitarbeiters, ist eine zentral administrierte systemweite Bereitstellung häufig sinnvoller. Die konkrete Variante sollte jedoch zu deinen Sicherheitsrichtlinien und deiner Geräteverwaltung passen.
Ein wichtiger Faktor bei der Wiederherstellung großer Datenbestände ist die benötigte Zeit. Ein Restore aus einem Cloud Backup ist nicht mit dem Kopieren einer Datei von einer lokalen SSD vergleichbar. CrashPlan muss die benötigten Datenbestandteile aus dem Archiv ermitteln, zusammensetzen, übertragen, entschlüsseln und wieder in ihren ursprünglichen Zustand bringen.
Bei sehr großen Datenmengen kann eine vollständige Wiederherstellung deshalb entsprechend lange dauern. Deine tatsächliche Geschwindigkeit hängt unter anderem von Internetverbindung, Datenmenge, Hardware und weiteren technischen Faktoren ab. Gerade für geschäftskritische Geräte solltest du deshalb bereits vor einem Notfall testen, welche Wiederherstellungszeiten du realistisch erreichst.
CrashPlan kann abhängig von deiner Konfiguration auch lokale Backup Ziele berücksichtigen. Bei einer Gerätemigration kann eine vorhandene lokale Sicherung beispielsweise deutlich schneller sein als die Übertragung einer großen Datenmenge aus der Cloud. Gerade bei mehreren Hundert Gigabyte oder mehreren Terabyte kann dieser Unterschied erheblich sein.
Für deine Backup Strategie solltest du deshalb nicht ausschließlich die Frage stellen, ob deine Daten gesichert sind. Ebenso wichtig ist die Frage, wie schnell du sie zurückbekommst. Genau hier kommen Recovery Time Objective und Recovery Point Objective ins Spiel. Du solltest festlegen, wie lange ein Mitarbeiter ohne seine Daten arbeiten kann und wie viele Änderungen zwischen zwei Sicherungsständen im schlimmsten Fall verloren gehen dürfen.
CrashPlan unterstützt dich technisch bei der Reduzierung dieses Risikos durch regelmäßige Backups und Versionierung. Deine organisatorischen Anforderungen musst du jedoch selbst definieren. Ein Entwickler mit geschäftskritischen lokalen Projektdateien kann beispielsweise andere Anforderungen besitzen als ein Mitarbeiter, dessen wichtigste Daten ohnehin zusätzlich in zentralen Unternehmenssystemen gespeichert werden.
Auch regelmäßige Wiederherstellungstests gehören deshalb zu einer professionellen Nutzung von CrashPlan. Du solltest nicht erst nach einem Festplattenausfall herausfinden, ob sich deine Daten tatsächlich wie erwartet wiederherstellen lassen. Teste regelmäßig einzelne Dateien, ältere Versionen, gelöschte Dokumente und bei besonders wichtigen Geräten auch größere Datenbestände.
Das Endpoint Backup und die Wiederherstellung von CrashPlan bilden damit einen kontinuierlichen Prozess aus Datenerfassung, Versionierung, Verschlüsselung, Speicherung und Recovery. Du kannst wichtige Nutzerdaten automatisch sichern, unterschiedliche Dateiversionen aufbewahren und bei Verlust gezielt auf frühere Zustände zurückgreifen.
Besonders stark ist dieser Toolteil, wenn du viele dezentrale Arbeitsplätze betreust. Deine Mitarbeiter müssen nicht selbst an regelmäßige Sicherungen denken und deine IT erhält trotzdem eine zentrale Kontrolle über den Backup Status. Gleichzeitig können einfache Wiederherstellungen teilweise direkt durch die Nutzer erfolgen, während Administratoren bei größeren Datenverlusten oder Gerätewechseln eingreifen können.
Damit schützt CrashPlan deine Endpoint Daten nicht nur vor klassischen Hardwaredefekten. Auch versehentliches Löschen, fehlerhafte Änderungen, verlorene Geräte und Ransomware Vorfälle gehören zu den Szenarien, bei denen vorhandene Sicherungen entscheidend werden können. Wenn du Backup Status, Aufbewahrungsregeln und Wiederherstellbarkeit regelmäßig kontrollierst, kannst du mit dem Endpoint Backup von CrashPlan eine wichtige zusätzliche Sicherheitsebene für die Daten auf deinen Unternehmensgeräten schaffen.
Microsoft 365 Backup und Recovery
Der Bereich Microsoft 365 Backup und Recovery von CrashPlan ist darauf ausgerichtet, wichtige Unternehmensdaten aus deiner Microsoft Umgebung zusätzlich und unabhängig zu sichern. Dabei geht es vor allem um Daten aus Exchange Online, OneDrive und SharePoint. CrashPlan ergänzt damit die in Microsoft 365 vorhandenen Schutz und Wiederherstellungsmechanismen um eine separate Backup Ebene. Das ist besonders interessant, wenn Microsoft 365 in deinem Unternehmen eine zentrale Rolle spielt und E Mails, Dokumente, Projektdateien sowie gemeinsam genutzte Informationen einen erheblichen Teil deines geschäftlichen Datenbestandes ausmachen.
Viele Unternehmen gehen zunächst davon aus, dass Daten innerhalb von Microsoft 365 automatisch in jeder Situation ausreichend geschützt sind. Microsoft stellt selbstverständlich eigene Funktionen für Verfügbarkeit, Papierkörbe, Versionierung und Wiederherstellung bereit. Trotzdem kann eine zusätzliche Sicherung sinnvoll sein. Verantwortlichkeiten für die eigentlichen Unternehmensdaten bleiben ein wichtiger Bestandteil deiner eigenen IT Strategie. Werden Informationen versehentlich gelöscht, absichtlich entfernt oder durch einen Sicherheitsvorfall verändert, möchtest du möglicherweise auf eine unabhängige Sicherung zurückgreifen können.
CrashPlan Microsoft 365 Backup setzt genau an dieser Stelle an. Die Lösung erstellt separate Sicherungskopien ausgewählter Microsoft 365 Daten und speichert diese innerhalb der CrashPlan Infrastruktur. Dadurch bist du bei einer Wiederherstellung nicht ausschließlich von den jeweils verfügbaren Funktionen und Aufbewahrungszeiträumen innerhalb deiner produktiven Microsoft Umgebung abhängig.
Ein zentraler Bereich ist die Sicherung von Exchange Online. E Mails gehören in vielen Unternehmen zu den wichtigsten geschäftlichen Informationen überhaupt. Angebote, Verträge, Absprachen, Kundendaten und interne Entscheidungen befinden sich häufig in Postfächern. Werden Nachrichten oder komplette Postfachbereiche versehentlich gelöscht, kann daraus schnell ein ernstes Problem entstehen.
Mit CrashPlan kannst du Exchange Online Daten automatisiert sichern. Dabei werden Inhalte aus den entsprechenden Postfächern erfasst und in die Backup Umgebung übertragen. Für dich bedeutet das, dass du eine zusätzliche Kopie deiner geschäftlichen E Mail Daten besitzt und diese bei Bedarf für eine Wiederherstellung verwenden kannst.
Die Wiederherstellung kann dabei granular erfolgen. Du musst also nicht zwangsläufig ein komplettes Postfach zurückspielen, nur weil eine einzelne Nachricht fehlt. Je nach Situation kannst du gezielt nach benötigten Informationen suchen und bestimmte Inhalte wiederherstellen. Gerade im täglichen IT Support ist diese Granularität wichtig, weil kleinere Datenverluste wesentlich häufiger auftreten als der vollständige Ausfall einer gesamten Microsoft 365 Umgebung.
Ein typisches Szenario ist das versehentliche Löschen einer wichtigen E Mail. Ein Mitarbeiter entfernt eine Nachricht und bemerkt den Fehler möglicherweise erst deutlich später. Wenn die entsprechenden Microsoft Möglichkeiten zur Wiederherstellung nicht mehr ausreichen, kann das separate CrashPlan Backup eine zusätzliche Option darstellen.
Auch OneDrive ist ein zentraler Bestandteil des Microsoft 365 Backups. Viele Mitarbeiter speichern inzwischen einen erheblichen Teil ihrer Arbeitsdokumente in OneDrive. Dadurch befinden sich Präsentationen, Tabellen, Dokumente und andere wichtige Dateien nicht mehr ausschließlich auf dem lokalen Computer.
CrashPlan kann diese OneDrive Daten direkt aus Microsoft 365 sichern. Das ist ein wichtiger Unterschied zum klassischen CrashPlan Endpoint Backup. Beim Endpoint Backup können nur Daten berücksichtigt werden, die tatsächlich auf dem entsprechenden Computer vorhanden und für die Sicherung verfügbar sind. Dateien, die ausschließlich in der Cloud liegen, werden dadurch nicht zwangsläufig geschützt. Das Microsoft 365 Backup greift dagegen direkt auf die Cloud Daten zu.
Damit kannst du auch Unternehmen besser absichern, die stark mit der Dateien bei Bedarf Funktion von OneDrive arbeiten. Bei diesem Konzept werden viele Dateien nur als Verweise auf dem Computer angezeigt und erst bei Bedarf vollständig heruntergeladen. Eine reine Sicherung des lokalen Endgerätes könnte solche ausschließlich online vorhandenen Inhalte nicht vollständig erfassen. Das direkte Microsoft 365 Backup schließt diese Lücke.
Die Versionierung spielt auch bei OneDrive eine wichtige Rolle. Dokumente werden im Arbeitsalltag regelmäßig verändert. Ein Mitarbeiter überschreibt möglicherweise versehentlich wichtige Inhalte oder eine fehlerhafte Bearbeitung wird erst einige Tage später bemerkt. Mit vorhandenen Backup Versionen kannst du auf einen früheren Zustand zurückgreifen.
Das kann besonders bei Ransomware oder anderen Sicherheitsvorfällen relevant sein. Werden zahlreiche Dateien verschlüsselt oder manipuliert, können diese Veränderungen möglicherweise auch innerhalb synchronisierter Cloud Ordner sichtbar werden. Eine unabhängige Sicherung ermöglicht dir, auf Datenstände vor dem Vorfall zurückzugreifen.
CrashPlan sollte dabei allerdings nicht als Ersatz für eine Sicherheitslösung verstanden werden. Das Microsoft 365 Backup verhindert keinen erfolgreichen Angriff auf Benutzerkonten und ersetzt weder Identitätsschutz noch Mehrfaktor Authentifizierung oder andere Sicherheitsmaßnahmen. Seine Aufgabe beginnt vor allem dann, wenn Daten bereits gelöscht, verändert oder anderweitig unbrauchbar geworden sind und wiederhergestellt werden müssen.
Neben Exchange Online und OneDrive gehört SharePoint zu den zentralen Bereichen der Microsoft 365 Sicherung. SharePoint wird in vielen Unternehmen als Plattform für gemeinsame Dokumente, Abteilungsbereiche, Intranet Inhalte und verschiedene Formen der Zusammenarbeit eingesetzt. Dadurch können dort große Mengen geschäftskritischer Daten entstehen.
CrashPlan kann SharePoint Daten automatisiert sichern und dadurch eine zusätzliche Wiederherstellungsebene schaffen. Das ist besonders wichtig, weil der Verlust eines SharePoint Bereichs nicht nur einen einzelnen Mitarbeiter betrifft. Ganze Teams oder Abteilungen können von den dort gespeicherten Dokumenten abhängig sein.
Wenn beispielsweise Dateien aus einer Dokumentenbibliothek versehentlich gelöscht oder verändert werden, kannst du über die Backup Lösung nach geeigneten Wiederherstellungspunkten suchen. Dadurch kannst du gezielter auf den Zustand vor dem problematischen Ereignis zurückgreifen.
Ein wesentlicher Vorteil des CrashPlan Microsoft 365 Backups liegt in der Automatisierung. Du möchtest schließlich nicht jeden Tag manuell Sicherungen von Exchange, OneDrive und SharePoint starten. CrashPlan führt die Backups nach der Einrichtung automatisch durch. Dadurch wird die Datensicherung zu einem kontinuierlichen Prozess.
Bei aktuellen Angeboten werden Microsoft 365 Daten mehrmals täglich gesichert. Dadurch kannst du den Zeitraum zwischen zwei Sicherungsständen relativ klein halten. Je häufiger ein Backup durchgeführt wird, desto weniger Änderungen gehen theoretisch verloren, wenn du auf einen älteren Datenstand zurückgreifen musst.
Dabei solltest du zwischen Backup Häufigkeit und tatsächlicher Wiederherstellungsstrategie unterscheiden. Nur weil Daten regelmäßig gesichert werden, bedeutet das noch nicht automatisch, dass jede denkbare Wiederherstellung innerhalb weniger Minuten abgeschlossen werden kann. Die benötigte Zeit hängt unter anderem von der Datenmenge und der Art des Wiederherstellungsfalls ab.
CrashPlan bietet deshalb sowohl granulare als auch umfangreichere Wiederherstellungsmöglichkeiten. Bei einem kleinen Supportfall möchtest du vielleicht nur eine bestimmte Datei oder E Mail zurückholen. Bei einem größeren Sicherheitsvorfall kann dagegen die Wiederherstellung großer Datenbestände notwendig werden.
Gerade diese unterschiedlichen Recovery Szenarien solltest du bei deiner Planung berücksichtigen. Ein versehentlich gelöschtes Dokument stellt vollkommen andere Anforderungen als ein kompromittiertes Benutzerkonto oder ein Angriff, bei dem Tausende Dateien betroffen sind.
Die granulare Wiederherstellung hilft dir vor allem bei alltäglichen Problemen. Dein Administrator kann gezielt nach bestimmten Daten suchen und die benötigten Inhalte zurückspielen. Dadurch musst du nicht unnötig große Datenmengen wiederherstellen.
Bei umfangreicheren Vorfällen kannst du dagegen größere Bereiche zurückholen. Das ist beispielsweise dann relevant, wenn viele Dateien gleichzeitig verändert oder gelöscht wurden. Eine Backup Lösung muss deshalb beide Extreme beherrschen, von der einzelnen Datei bis zu umfangreichen Datenbeständen.
Auch ausgeschiedene Mitarbeiter sind ein wichtiges Einsatzgebiet. Wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt, werden seine Microsoft 365 Lizenz und sein Benutzerkonto möglicherweise irgendwann entfernt. Gleichzeitig können sich in seinem Postfach oder OneDrive weiterhin wichtige Unternehmensinformationen befinden.
Mit einer entsprechenden Backup und Aufbewahrungsstrategie kannst du dafür sorgen, dass benötigte Daten nicht automatisch gemeinsam mit dem produktiven Benutzerkonto verschwinden. Das ist sowohl aus organisatorischer als auch aus rechtlicher Sicht interessant.
Du solltest deshalb bereits beim Offboarding definieren, welche Daten ehemaliger Mitarbeiter aufbewahrt werden müssen. CrashPlan kann dabei als zusätzliche Sicherungsebene dienen. Die konkreten Aufbewahrungszeiten sollten sich nach deinen internen Richtlinien und den für dein Unternehmen geltenden rechtlichen Anforderungen richten.
Auch bei versehentlich gelöschten Benutzerkonten kann eine unabhängige Sicherung wertvoll sein. In komplexen Microsoft 365 Umgebungen können administrative Fehler vorkommen. Wenn ein Benutzer oder bestimmte Daten unbeabsichtigt entfernt werden, möchtest du möglichst nicht ausschließlich auf die unmittelbar verfügbaren Wiederherstellungsmechanismen des produktiven Systems angewiesen sein.
Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Aufbewahrung historischer Daten. Je nach gewähltem CrashPlan Produkt und Tarif kannst du längere Aufbewahrungszeiträume für deine Microsoft 365 Sicherungen nutzen. Dadurch lassen sich Daten auch dann wiederherstellen, wenn die ursprüngliche Änderung oder Löschung bereits längere Zeit zurückliegt.
Das ist besonders wichtig bei Problemen, die erst spät entdeckt werden. Nicht jeder Datenverlust fällt sofort auf. Ein Dokument kann beispielsweise versehentlich gelöscht werden und erst Monate später wieder benötigt werden. Ohne ausreichend lange Aufbewahrung könnte die Datei dann auch aus einem Backup bereits verschwunden sein.
Deshalb solltest du deine Retention Strategie nicht ausschließlich nach Speicherplatz oder Kosten auswählen. Du musst berücksichtigen, wie lange dein Unternehmen realistisch auf ältere Informationen zurückgreifen können muss. Unterschiedliche Datenarten können dabei unterschiedliche Anforderungen besitzen.
Für Compliance und rechtliche Anforderungen kann diese Aufbewahrung ebenfalls relevant sein. Bestimmte Informationen müssen möglicherweise über längere Zeiträume erhalten bleiben. CrashPlan kann deine technische Datensicherung dabei unterstützen, ersetzt allerdings nicht die notwendige rechtliche Bewertung deiner Aufbewahrungspflichten.
Die zentrale Verwaltung erleichtert dir die Kontrolle deiner Microsoft 365 Backups. Statt Sicherungen für einzelne Benutzer oder Datenbereiche manuell zu organisieren, kannst du die Umgebung über eine zentrale Oberfläche verwalten. Dadurch erhält deine IT einen besseren Überblick über den Sicherungsstatus.
Gerade bei Hunderten oder Tausenden Microsoft 365 Benutzern ist diese Skalierbarkeit entscheidend. Eine manuelle Verwaltung wäre kaum praktikabel. Automatisierte Sicherungen und zentrale Statusinformationen helfen dir dabei, die Backup Prozesse auch in größeren Organisationen kontrollierbar zu halten.
Ein weiterer Vorteil ist die direkte Sicherung aus Microsoft 365 in die CrashPlan Cloud. Die Daten müssen nicht zunächst über einen lokalen Server oder Arbeitsplatzcomputer übertragen werden. Dadurch wird die Sicherung stärker von deiner lokalen Infrastruktur entkoppelt.
Das ist gerade bei modernen Cloud Strategien sinnvoll. Wenn deine Unternehmensdaten ohnehin in Microsoft 365 liegen, möchtest du nicht zwingend zusätzliche lokale Backup Server betreiben. Eine direkte Cloud Sicherung kann den administrativen Aufwand reduzieren.
Auch die Wiederherstellung erfolgt über die zentrale CrashPlan Umgebung. Dadurch kann deine IT unabhängig vom ursprünglichen Arbeitsplatz des Nutzers auf vorhandene Sicherungen zugreifen. Besonders bei verteilten Unternehmen und Remote Work ist das hilfreich.
Sicherheit spielt bei dieser Architektur eine zentrale Rolle. CrashPlan verwendet Verschlüsselungsmechanismen für die Übertragung und Speicherung der Backup Daten. Zusätzlich solltest du deine administrativen Konten konsequent schützen und Mehrfaktor Authentifizierung verwenden.
Besonders kritisch sind Konten mit Zugriff auf Backup und Wiederherstellungsfunktionen. Wenn ein Angreifer ein solches Konto übernimmt, könnte er potenziell auf große Mengen geschäftlicher Informationen zugreifen. Deshalb solltest du Berechtigungen nach dem Prinzip der geringstmöglichen Rechte vergeben.
Rollenbasierte Zugriffskontrollen können dir dabei helfen, Verantwortlichkeiten zu trennen. Nicht jeder Administrator benötigt Zugriff auf sämtliche Sicherungen. Ein Supportmitarbeiter benötigt möglicherweise nur bestimmte Wiederherstellungsfunktionen, während wenige ausgewählte Administratoren umfassendere Rechte besitzen.
Auch Audit Informationen sind für eine professionelle Backup Umgebung wichtig. Du solltest nachvollziehen können, welche administrativen Aktivitäten stattgefunden haben. Das hilft dir sowohl bei Sicherheitsanalysen als auch bei internen Kontrollen.
Für Unternehmen mit hohen Compliance Anforderungen kann außerdem die geografische Speicherung der Daten eine Rolle spielen. Bei der Auswahl deiner Backup Lösung solltest du deshalb prüfen, welche Speicherregionen für dein CrashPlan Produkt zur Verfügung stehen und welche Anforderungen dein Unternehmen an Datenresidenz und Datenschutz stellt.
Das gilt insbesondere für Unternehmen in Deutschland und der Europäischen Union. Datenschutz, Auftragsverarbeitung und technische Sicherheitsmaßnahmen sollten Bestandteil deiner Prüfung sein. Eine Backup Lösung verarbeitet schließlich potenziell große Mengen personenbezogener und geschäftskritischer Daten.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Skalierbarkeit der Lizenzierung. CrashPlan Microsoft 365 Backup wird für Unternehmensumgebungen angeboten und kann entsprechend der Anzahl der zu schützenden Nutzer beziehungsweise Datenquellen dimensioniert werden. Du solltest deshalb vor einer Einführung genau analysieren, wie viele Konten tatsächlich gesichert werden müssen.
Nicht jedes Microsoft 365 Konto besitzt zwangsläufig den gleichen Wert für deine Backup Strategie. Funktionskonten, technische Benutzer oder spezielle Kontotypen können andere Anforderungen haben als klassische Mitarbeiterkonten. Eine saubere Bestandsaufnahme hilft dir dabei, die benötigten Lizenzen und deine Sicherungsstrategie sinnvoll zu planen.
Auch die Kombination mit dem CrashPlan Endpoint Backup kann interessant sein. Beide Lösungen schützen unterschiedliche Speicherorte. Das Endpoint Backup konzentriert sich auf Daten, die tatsächlich auf den Computern deiner Mitarbeiter vorhanden sind. Das Microsoft 365 Backup schützt dagegen Informationen direkt innerhalb der Cloud Umgebung.
Diese Unterscheidung ist wichtiger, als sie zunächst erscheint. Ein Mitarbeiter kann beispielsweise ein Dokument lokal auf seinem Notebook speichern, ohne es in OneDrive abzulegen. Dieses Dokument benötigt Endpoint Backup. Eine ausschließlich online gespeicherte OneDrive Datei benötigt dagegen eine direkte Sicherung von Microsoft 365, wenn du sie unabhängig schützen möchtest.
In vielen Unternehmen ist deshalb eine Kombination sinnvoll. Lokale Arbeitsdaten werden über Endpoint Backup geschützt, während Exchange, OneDrive und SharePoint über das Microsoft 365 Backup gesichert werden. Dadurch kannst du unterschiedliche Speicherorte in deine gesamte Data Resilience Strategie einbeziehen.
Für deine Wiederherstellungsplanung solltest du außerdem regelmäßig Tests durchführen. Es reicht nicht aus, dass die Verwaltungsoberfläche erfolgreiche Sicherungen anzeigt. Du solltest beispielsweise testweise einzelne E Mails, OneDrive Dateien und SharePoint Dokumente wiederherstellen.
Zusätzlich sind umfangreichere Tests sinnvoll. Simuliere beispielsweise den Verlust eines Benutzerkontos oder die Beschädigung eines größeren Dokumentenbestandes. Dadurch bekommst du ein realistisches Bild davon, wie schnell deine IT im Ernstfall reagieren kann.
Aus diesen Tests kannst du konkrete Recovery Ziele entwickeln. Du kannst festlegen, welche Systeme besonders kritisch sind und wie schnell bestimmte Daten wieder verfügbar sein müssen. Dadurch wird aus einer einfachen Backup Lösung eine strukturierte Wiederherstellungsstrategie.
Der größte Nutzen von CrashPlan Microsoft 365 Backup und Recovery liegt deshalb nicht darin, Microsoft 365 zu ersetzen. Die Lösung schafft vielmehr eine zusätzliche, unabhängige Schutzebene für deine Cloud Daten. Exchange Online, OneDrive und SharePoint bleiben deine produktiven Systeme, während CrashPlan separate Sicherungskopien für mögliche Wiederherstellungen bereithält.
Damit kannst du dich gegen unterschiedliche Szenarien absichern. Dazu gehören versehentlich gelöschte Dateien, verlorene E Mails, administrative Fehler, ausgeschiedene Mitarbeiter, beschädigte Daten und bestimmte Auswirkungen von Cyberangriffen. Durch regelmäßige Sicherungen und granulare Wiederherstellungsmöglichkeiten kannst du deine Abhängigkeit von den unmittelbar verfügbaren Recovery Funktionen innerhalb deiner produktiven Microsoft Umgebung reduzieren.
Besonders interessant wird dieser Toolteil für dich, wenn Microsoft 365 zum zentralen Speicherort deiner Unternehmensinformationen geworden ist. Je mehr geschäftskritische Kommunikation und Dokumente ausschließlich innerhalb der Cloud existieren, desto wichtiger wird eine durchdachte Backup Strategie. CrashPlan Microsoft 365 Backup und Recovery gibt dir dafür eine zusätzliche Sicherungsebene, mit der du deine Cloud Daten automatisiert schützen und im Ernstfall gezielt wiederherstellen kannst.
Google Workspace Backup und Recovery
Der Bereich Google Workspace Backup und Recovery von CrashPlan hilft dir dabei, wichtige Unternehmensdaten aus Google Workspace zusätzlich und unabhängig zu sichern. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem Gmail und Google Drive. Wenn dein Unternehmen Google Workspace intensiv für Kommunikation, Dokumente und Zusammenarbeit verwendet, befinden sich dort häufig große Mengen geschäftskritischer Informationen. CrashPlan schafft für diese Daten eine zusätzliche Sicherungsebene, sodass du bei versehentlichem Löschen, administrativen Fehlern, Sicherheitsvorfällen oder anderen Datenverlusten auf separate Backups zurückgreifen kannst.
Grundsätzlich solltest du dabei zwischen den Schutzmechanismen von Google Workspace und einem unabhängigen Backup unterscheiden. Google bietet selbstverständlich eigene Funktionen für Verfügbarkeit, Papierkorb, Wiederherstellung und Datenaufbewahrung. Diese Funktionen sind für den normalen Betrieb wichtig. Trotzdem kann es sinnvoll sein, zusätzlich eine separate Sicherung außerhalb der produktiven Google Workspace Umgebung aufzubauen. Dadurch reduzierst du deine Abhängigkeit von den Wiederherstellungsmöglichkeiten des ursprünglichen Systems.
CrashPlan Google Workspace Backup setzt genau hier an. Die Daten werden direkt aus deiner Google Workspace Umgebung gesichert. Du musst die betreffenden Dateien also nicht zunächst auf einen lokalen Computer herunterladen. Das ist besonders wichtig bei Google Drive, weil viele Unternehmen heute vollständig mit Cloud Dateien arbeiten und große Teile des Datenbestandes überhaupt nicht dauerhaft auf den Endgeräten ihrer Mitarbeiter gespeichert sind.
Beim klassischen CrashPlan Endpoint Backup werden vor allem lokal vorhandene Daten eines Computers geschützt. Eine Datei, die ausschließlich innerhalb von Google Drive existiert und nicht lokal synchronisiert wurde, kann dadurch nicht zwangsläufig über das Endpoint Backup gesichert werden. Das Google Workspace Backup greift dagegen direkt auf die Cloud Daten zu. Dadurch kannst du beide Ansätze miteinander kombinieren und sowohl lokale Dateien als auch reine Cloud Inhalte schützen.
Ein zentraler Bestandteil ist die Sicherung von Gmail. E Mails enthalten in vielen Unternehmen wichtige geschäftliche Informationen. Kundenkommunikation, Angebote, Projektabsprachen, Rechnungsinformationen und interne Entscheidungen werden häufig über Gmail ausgetauscht. Der Verlust eines Postfachs oder bestimmter Nachrichten kann deshalb erhebliche Auswirkungen haben.
CrashPlan sichert die entsprechenden Gmail Daten automatisiert. Dadurch entsteht eine zusätzliche Kopie außerhalb des produktiven Postfachs. Wenn ein Mitarbeiter beispielsweise eine wichtige Nachricht versehentlich löscht und dies erst später bemerkt, kannst du prüfen, ob die betreffende E Mail noch innerhalb des CrashPlan Backups vorhanden ist.
Dabei ist besonders die granulare Wiederherstellung interessant. Du möchtest schließlich nicht immer ein vollständiges Gmail Konto zurückspielen, nur weil eine einzelne Nachricht fehlt. Eine Backup Lösung für Cloud Anwendungen sollte deshalb ermöglichen, möglichst gezielt nach den benötigten Daten zu suchen und einzelne Inhalte wiederherzustellen.
Gerade im täglichen IT Support ist das wichtig. Die meisten Datenverluste betreffen nicht gleich eine komplette Organisation. Häufig geht es um einzelne Nachrichten, Dateien oder Ordner. Je gezielter du diese Daten zurückholen kannst, desto geringer ist der administrative Aufwand.
Neben Gmail steht Google Drive im Mittelpunkt der CrashPlan Lösung. Google Drive ist in vielen Unternehmen zum zentralen Speicherort für Dokumente geworden. Mitarbeiter erstellen und bearbeiten dort Texte, Tabellen, Präsentationen und zahlreiche weitere Dateien. Durch die Zusammenarbeit in Echtzeit entstehen teilweise sehr dynamische Datenbestände, die sich ständig verändern.
CrashPlan kann diese Daten direkt aus Google Drive sichern. Dadurch kannst du wichtige Dokumente unabhängig von der produktiven Google Umgebung aufbewahren. Das wird beispielsweise dann relevant, wenn Dateien versehentlich gelöscht oder von einem Nutzer absichtlich entfernt werden.
Auch fehlerhafte Änderungen können ein Wiederherstellungsszenario darstellen. Ein Mitarbeiter kann beispielsweise ein wichtiges Dokument verändern und erst später feststellen, dass relevante Inhalte verloren gegangen sind. Historische Sicherungsstände können dir dabei helfen, auf einen früheren Zustand zurückzugreifen.
Besonders interessant ist die Sicherung bei umfangreicheren Problemen. Wenn beispielsweise zahlreiche Dateien eines Nutzers gleichzeitig gelöscht oder verändert wurden, möchtest du nicht jede einzelne Datei manuell rekonstruieren. Eine zentrale Backup Lösung kann dir dabei helfen, größere Datenbestände wiederherzustellen.
Auch bei Sicherheitsvorfällen kann eine separate Sicherung wichtig werden. Wird ein Google Konto kompromittiert und ein Angreifer verändert oder löscht Daten, kann ein unabhängiges Backup zusätzliche Wiederherstellungsmöglichkeiten schaffen. Dabei solltest du CrashPlan jedoch nicht mit einer Sicherheitslösung für Google Workspace verwechseln.
CrashPlan verhindert nicht automatisch, dass ein Angreifer Zugriff auf ein Google Konto erhält. Dafür benötigst du weiterhin starke Passwörter, Mehrfaktor Authentifizierung, geeignete Zugriffskontrollen, sichere Administratorenkonten und weitere Sicherheitsmaßnahmen. CrashPlan konzentriert sich auf die Frage, wie du verlorene oder beschädigte Daten nach einem Vorfall wiederherstellen kannst.
Diese Trennung ist für eine professionelle Sicherheitsstrategie wichtig. Prävention und Wiederherstellung erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Deine Sicherheitslösungen sollen einen erfolgreichen Angriff möglichst verhindern oder früh erkennen. Dein Backup soll dafür sorgen, dass du wichtige Daten zurückholen kannst, wenn die Prävention nicht vollständig erfolgreich war.
Auch Ransomware kann bei Cloud Daten relevant werden. Wenn ein kompromittiertes Endgerät synchronisierte Dateien verschlüsselt oder verändert, können diese Änderungen möglicherweise in die Cloud übertragen werden. Ein unabhängiges Backup kann dir helfen, auf einen Zustand vor dem Vorfall zurückzugreifen.
Dafür musst du allerdings wissen, wann das Problem begonnen hat. Bei einem größeren Sicherheitsvorfall solltest du zunächst den Zeitraum der Kompromittierung untersuchen und anschließend einen geeigneten Wiederherstellungspunkt auswählen. Dadurch reduzierst du die Gefahr, bereits beschädigte Daten erneut einzuspielen.
Ein weiterer wichtiger Anwendungsfall betrifft ausgeschiedene Mitarbeiter. Verlässt ein Mitarbeiter dein Unternehmen, wird sein Google Workspace Konto möglicherweise deaktiviert oder später gelöscht. Gleichzeitig können sich in Gmail und Google Drive weiterhin wichtige Unternehmensinformationen befinden.
Mit einer durchdachten Backup Strategie kannst du dafür sorgen, dass relevante Daten ehemaliger Mitarbeiter weiterhin verfügbar bleiben. Dadurch musst du nicht ausschließlich auf das aktive Benutzerkonto angewiesen sein. Gerade bei länger laufenden Projekten oder später auftretenden Kundenfragen kann das wichtig werden.
Dabei solltest du klare Aufbewahrungsrichtlinien definieren. Nicht jede Datei und jede E Mail muss zwangsläufig unbegrenzt gespeichert werden. Gleichzeitig gibt es Daten, die aus geschäftlichen, organisatorischen oder rechtlichen Gründen über längere Zeit verfügbar bleiben müssen.
CrashPlan bietet dir Möglichkeiten zur längerfristigen Datenaufbewahrung. Welche Aufbewahrungsdauer sinnvoll ist, hängt allerdings von deinen Anforderungen ab. Du solltest dabei Datenschutz, interne Richtlinien und mögliche gesetzliche Vorgaben berücksichtigen.
Gerade bei Unternehmen in Deutschland und der Europäischen Union ist dieser Punkt wichtig. Eine möglichst lange Speicherung ist nicht automatisch die beste Lösung. Du solltest festlegen, welche Daten du aus welchem Grund wie lange benötigst. Backup und Datenschutz müssen deshalb gemeinsam betrachtet werden.
Die automatisierte Sicherung erleichtert dir den täglichen Betrieb erheblich. Du möchtest schließlich nicht regelmäßig manuell Exporte aus Gmail oder Google Drive erstellen. CrashPlan führt die Sicherungen automatisiert durch und reduziert dadurch die Abhängigkeit von manuellen Prozessen.
Das ist besonders bei größeren Google Workspace Umgebungen entscheidend. Bei einigen wenigen Konten könntest du theoretisch noch individuelle Sicherungen organisieren. Bei Hunderten oder Tausenden Nutzern wäre dieses Vorgehen jedoch kaum skalierbar. Eine zentrale Backup Plattform ermöglicht dir, den Prozess für viele Konten gleichzeitig zu verwalten.
Die zentrale Administration gibt deiner IT einen Überblick über die geschützten Benutzer und Daten. Du kannst dadurch besser nachvollziehen, welche Bereiche in deine Sicherungsstrategie einbezogen wurden. Besonders wichtig ist dabei, dass neue Mitarbeiter und neue Konten zuverlässig berücksichtigt werden.
Hier solltest du deine Prozesse für das Onboarding mit deiner Backup Strategie verbinden. Wird ein neuer Google Workspace Benutzer angelegt, sollte klar definiert sein, ob und wann dessen Daten automatisch in die Sicherung aufgenommen werden. Dadurch verhinderst du, dass neue Konten versehentlich über längere Zeit ungeschützt bleiben.
Das gleiche gilt für das Offboarding. Verlässt ein Mitarbeiter dein Unternehmen, solltest du nicht einfach das Konto löschen und erst später überlegen, ob darin noch wichtige Daten enthalten waren. Ein strukturierter Prozess sollte zunächst klären, welche Informationen aufbewahrt werden müssen und wie lange diese verfügbar bleiben sollen.
Auch bei administrativen Fehlern kann ein unabhängiges Backup wertvoll sein. Selbst erfahrene Administratoren können versehentlich falsche Konten, Dateien oder Einstellungen verändern. Gerade bei größeren Umgebungen können solche Fehler schnell viele Daten betreffen.
Eine separate Sicherung reduziert das Risiko, dass ein Fehler innerhalb der produktiven Plattform unmittelbar endgültige Auswirkungen hat. Du erhältst eine zusätzliche Möglichkeit, Daten aus einem früheren Zustand wiederherzustellen.
Für die Wiederherstellung bietet CrashPlan unterschiedliche Möglichkeiten abhängig vom betroffenen Datentyp. Bei einem kleinen Datenverlust kannst du gezielt nach einzelnen Inhalten suchen. Bei größeren Problemen kann eine umfangreichere Wiederherstellung notwendig sein.
Diese Granularität ist wichtig, weil Recovery immer zum jeweiligen Schadensfall passen sollte. Wenn nur eine einzelne E Mail fehlt, wäre die Wiederherstellung eines kompletten Kontos unnötig. Sind dagegen Tausende Dateien betroffen, möchtest du nicht jede Datei einzeln auswählen müssen.
Die Suchmöglichkeiten innerhalb einer Backup Lösung sind deshalb ebenfalls wichtig. Je größer deine Google Workspace Umgebung wird, desto schwieriger wird es, eine bestimmte Information innerhalb der Sicherungen zu finden. Du benötigst deshalb eine strukturierte Möglichkeit, relevante Daten zu identifizieren und für die Wiederherstellung auszuwählen.
Auch die Wiederherstellung von Metadaten kann abhängig vom jeweiligen Datentyp eine Rolle spielen. Bei Dateien geht es schließlich nicht nur um den eigentlichen Inhalt. Namen, Ordnerstrukturen und andere Informationen können für die ursprüngliche Organisation wichtig sein. Bei deiner Testphase solltest du deshalb prüfen, welche Informationen CrashPlan bei deinem konkreten Wiederherstellungsszenario erhält.
Regelmäßige Wiederherstellungstests sind generell entscheidend. Ein Backup sollte nicht nur erfolgreich Daten speichern, sondern diese im Ernstfall auch zuverlässig zurückgeben können. Du solltest deshalb testweise E Mails und Google Drive Dateien wiederherstellen.
Bei größeren Unternehmen sind zusätzliche Tests sinnvoll. Du kannst beispielsweise simulieren, dass ein Mitarbeiterkonto nicht mehr verfügbar ist und prüfen, wie schnell du die benötigten Informationen aus dem Backup zurückholen kannst. Dadurch erkennst du mögliche Probleme, bevor ein echter Notfall entsteht.
Aus solchen Tests kannst du konkrete Recovery Ziele ableiten. Du kannst beispielsweise definieren, wie schnell eine einzelne wichtige Datei wiederhergestellt werden muss oder wie lange dein Unternehmen auf größere Datenbestände verzichten kann.
Das führt zu den wichtigen Kennzahlen Recovery Point Objective und Recovery Time Objective. Das Recovery Point Objective beschreibt, wie viel Datenverlust zwischen dem letzten verfügbaren Sicherungsstand und dem Schadensereignis akzeptabel ist. Das Recovery Time Objective beschreibt dagegen, wie schnell die Daten wieder verfügbar sein müssen.
Diese Werte solltest du nicht pauschal für deine gesamte Google Workspace Umgebung festlegen. Ein geschäftskritisches Postfach kann andere Anforderungen besitzen als ein weniger wichtiges Konto. Ebenso können bestimmte Google Drive Bereiche wesentlich wichtiger sein als andere Datenbestände.
Die Backup Häufigkeit beeinflusst dabei das mögliche Recovery Point Objective. Je häufiger Daten gesichert werden, desto geringer ist grundsätzlich der Zeitraum zwischen zwei Sicherungsständen. Du solltest die tatsächlichen Sicherungsintervalle deines CrashPlan Tarifs deshalb bei deiner Planung berücksichtigen.
Auch die Geschwindigkeit einer Wiederherstellung solltest du realistisch testen. Bei einzelnen Dateien oder E Mails fällt die Datenmenge kaum ins Gewicht. Bei umfangreichen Google Drive Beständen kann die Situation anders aussehen. Große Recovery Vorgänge benötigen entsprechend Zeit.
Für die Sicherheit der gespeicherten Backup Daten setzt CrashPlan auf Verschlüsselung während der Übertragung und Speicherung. Das ist besonders wichtig, weil innerhalb deiner Gmail und Google Drive Sicherungen potenziell sehr sensible Unternehmensinformationen enthalten sind.
Zusätzlich solltest du deine Administratorenkonten besonders sorgfältig schützen. Ein Konto mit Zugriff auf die zentrale Backup Umgebung kann Zugriff auf große Mengen geschäftlicher Daten ermöglichen. Mehrfaktor Authentifizierung sollte deshalb ein fester Bestandteil deiner Sicherheitsstrategie sein.
Auch Rollen und Berechtigungen solltest du nach dem Prinzip der geringstmöglichen Rechte vergeben. Nicht jeder IT Mitarbeiter benötigt Zugriff auf sämtliche Google Workspace Sicherungen. Ein Mitarbeiter im normalen Support benötigt möglicherweise nur bestimmte Recovery Funktionen, während umfassende administrative Rechte wenigen Personen vorbehalten bleiben.
Audit Informationen helfen dir dabei, administrative Vorgänge nachvollziehbar zu machen. Gerade bei sensiblen Daten solltest du wissen können, welche Nutzer beziehungsweise Administratoren auf Sicherungen zugegriffen oder Wiederherstellungen durchgeführt haben.
Auch für Compliance kann diese Nachvollziehbarkeit relevant sein. Unternehmen müssen abhängig von Branche und regulatorischen Anforderungen teilweise nachweisen können, wie mit Daten umgegangen wird. Backup Prozesse sollten deshalb in deine allgemeinen Governance Regeln integriert werden.
CrashPlan bietet für größere Unternehmen außerdem Funktionen, die bei Datenaufbewahrung und rechtlichen Anforderungen unterstützen können. Dazu können je nach Tarif beispielsweise Funktionen für längerfristige Aufbewahrung oder Legal Hold gehören. Dadurch lassen sich bestimmte Daten unabhängig von normalen Löschprozessen erhalten.
Legal Hold kann beispielsweise bei rechtlichen Auseinandersetzungen relevant werden. Bestimmte Informationen dürfen dann möglicherweise nicht nach den normalen Aufbewahrungsregeln gelöscht werden. Eine entsprechende Funktion hilft dir dabei, solche Daten gezielt zu erhalten.
Du solltest allerdings immer berücksichtigen, dass technische Funktionen keine rechtliche Beratung ersetzen. Welche Informationen wie lange gespeichert werden müssen oder dürfen, hängt von deinem Unternehmen, deiner Branche und den jeweiligen gesetzlichen Anforderungen ab.
Ein weiterer Vorteil des Google Workspace Backups liegt in der Entkopplung von deiner lokalen IT Infrastruktur. Da CrashPlan direkt mit der Cloud Plattform arbeitet, musst du keinen lokalen Backup Server betreiben, nur um Gmail und Google Drive zu sichern.
Gerade für Unternehmen, die ihre Infrastruktur weitgehend in die Cloud verlagert haben, ist das sinnvoll. Eine Cloud Anwendung wird direkt in eine separate Backup Umgebung gesichert. Deine lokalen Computer müssen für diesen Prozess nicht dauerhaft eingeschaltet sein.
Dadurch unterscheidet sich das Google Workspace Backup deutlich vom Endpoint Backup. Beide Bereiche erfüllen unterschiedliche Aufgaben und können sich sinnvoll ergänzen.
Ein Mitarbeiter kann beispielsweise wichtige Dateien lokal auf seinem Notebook speichern, während andere Dokumente ausschließlich in Google Drive vorhanden sind. Das Endpoint Backup schützt die lokalen Dateien. Das Google Workspace Backup schützt die Cloud Daten. Zusammen entsteht eine wesentlich umfassendere Datensicherung.
Diese Kombination ist besonders für moderne hybride Arbeitsweisen interessant. Mitarbeiter wechseln ständig zwischen lokalen Anwendungen und Cloud Diensten. Eine Backup Strategie, die ausschließlich einen dieser Bereiche betrachtet, kann deshalb Lücken enthalten.
Für dich besteht die wichtigste Aufgabe darin, zunächst herauszufinden, wo deine geschäftskritischen Daten tatsächlich gespeichert werden. Anschließend kannst du entscheiden, welche Datenquellen mit welchem CrashPlan Produkt geschützt werden sollen.
Das Google Workspace Backup und Recovery von CrashPlan bietet dir damit eine zusätzliche Sicherheitsebene für Gmail und Google Drive. Du kannst wichtige Cloud Daten automatisiert sichern und bei versehentlichem Löschen, administrativen Fehlern oder Sicherheitsvorfällen auf separate Sicherungsstände zurückgreifen.
Besonders wertvoll wird dieser Toolteil, wenn Google Workspace das Zentrum deiner täglichen Zusammenarbeit bildet. Je stärker dein Unternehmen von Gmail und Google Drive abhängig ist, desto größer können die Auswirkungen eines Datenverlustes sein. Mit einer unabhängigen Sicherung reduzierst du dieses Risiko und schaffst zusätzliche Möglichkeiten für die Wiederherstellung.
CrashPlan ersetzt dabei weder die vorhandenen Funktionen von Google Workspace noch deine Sicherheitsmaßnahmen. Die Lösung ergänzt sie um eine eigenständige Backup und Recovery Ebene. Wenn du diese mit klaren Aufbewahrungsregeln, sicheren Administratorenkonten und regelmäßigen Wiederherstellungstests verbindest, kannst du deine Google Workspace Daten deutlich strukturierter gegen unterschiedliche Verlustszenarien absichern.
Server Backup und Wiederherstellung
Der Bereich Server Backup und Wiederherstellung von CrashPlan richtet sich an Unternehmen, die wichtige Daten auf Windows Servern zusätzlich absichern und im Ernstfall wiederherstellen möchten. Während sich das klassische Endpoint Backup vor allem auf Computer und Notebooks deiner Mitarbeiter konzentriert, erweitert das Server Backup die Datensicherung auf zentrale Systeme innerhalb deiner IT Infrastruktur. Das ist besonders relevant, weil auf Servern häufig Daten gespeichert werden, auf die ganze Teams, Abteilungen oder geschäftliche Prozesse angewiesen sind. Ein Datenverlust betrifft hier möglicherweise nicht nur einen einzelnen Arbeitsplatz, sondern zahlreiche Mitarbeiter gleichzeitig.
CrashPlan Server Backup ist grundsätzlich als dateibasierte Sicherung für Windows Server ausgelegt. Du kannst damit wichtige Dateien und Ordner automatisiert sichern und anschließend bei Bedarf wiederherstellen. Der Schwerpunkt liegt damit auf dem Schutz der Daten, die sich auf deinem Server befinden. Das solltest du bei der Planung unbedingt berücksichtigen, denn eine dateibasierte Sicherung ist nicht automatisch mit einem vollständigen Image Backup des gesamten Servers gleichzusetzen.
Wenn du beispielsweise einen Dateiserver betreibst, auf dem zentrale Dokumente, Projektdateien, Medien oder andere geschäftskritische Informationen liegen, kannst du diese Daten in deine CrashPlan Sicherung aufnehmen. Fällt ein Datenträger aus oder werden Dateien versehentlich gelöscht, kannst du anschließend auf die vorhandenen Sicherungskopien zurückgreifen.
Besonders wichtig ist dabei die zentrale Auswahl der zu sichernden Daten. Du musst nicht zwangsläufig sämtliche Dateien eines Servers in das Backup aufnehmen. Stattdessen kannst du festlegen, welche Verzeichnisse und Datenbestände tatsächlich geschützt werden sollen. Dadurch kannst du deine Backup Strategie auf die Informationen konzentrieren, deren Verlust für dein Unternehmen problematisch wäre.
Eine solche Auswahl ist gerade bei Servern sinnvoll, weil dort häufig sehr unterschiedliche Datenarten vorhanden sind. Manche Dateien lassen sich jederzeit aus Installationsmedien oder anderen Quellen wiederherstellen. Andere Daten wurden dagegen über Jahre von Mitarbeitern erstellt und können nicht einfach neu erzeugt werden. Genau diese Unterschiede solltest du bei der Konfiguration berücksichtigen.
CrashPlan arbeitet bei der Sicherung automatisiert. Nachdem du deine Backup Auswahl und die entsprechenden Einstellungen definiert hast, werden neue und veränderte Daten regelmäßig gesichert. Dadurch musst du nicht jeden Sicherungsvorgang manuell starten. Gerade bei Servern ist eine solche Automatisierung wichtig, weil Backup Prozesse möglichst unabhängig von der Aufmerksamkeit einzelner Administratoren funktionieren sollten.
Die Sicherung veränderter Dateien reduziert außerdem den notwendigen Datentransfer. Nach einer umfangreichen ersten Sicherung müssen nicht bei jedem Backup sämtliche Daten erneut vollständig übertragen werden. CrashPlan erkennt Änderungen und verarbeitet die relevanten Daten für die folgenden Sicherungsvorgänge.
Die erste Sicherung kann bei großen Serverbeständen entsprechend umfangreich sein. Wenn du mehrere Terabyte Daten schützen möchtest, müssen diese Informationen zunächst in die Backup Umgebung übertragen werden. Abhängig von deiner Internetverbindung und der vorhandenen Datenmenge kann dieser Vorgang entsprechend viel Zeit beanspruchen.
Deshalb solltest du die Einführung eines Server Backups sorgfältig planen. Wenn du sehr große Datenbestände besitzt, solltest du zunächst analysieren, welche Daten tatsächlich gesichert werden müssen. Außerdem solltest du berücksichtigen, wie stark die erste Übertragung deine verfügbare Netzwerkbandbreite beanspruchen darf.
Nach der ersten vollständigen Sicherung werden vor allem neue beziehungsweise veränderte Daten verarbeitet. Dadurch sinkt der regelmäßige Übertragungsbedarf normalerweise deutlich. Bei Servern mit sehr dynamischen Datenbeständen kann trotzdem eine erhebliche tägliche Datenmenge entstehen.
Ein wichtiger Bestandteil von CrashPlan ist die Versionierung. Dateien auf einem Server werden nicht nur gelöscht, sondern im Arbeitsalltag häufig verändert oder überschrieben. Wenn du ausschließlich die jeweils aktuelle Version einer Datei sichern würdest, könnte eine fehlerhafte Änderung unmittelbar in dein Backup übernommen werden.
Durch die Speicherung verschiedener Versionen kannst du auf ältere Zustände zurückgreifen. Das ist beispielsweise hilfreich, wenn ein Mitarbeiter ein wichtiges Dokument verändert und der Fehler erst einige Tage später entdeckt wird. Statt die Datei vollständig neu erstellen zu müssen, kannst du nach einer geeigneten früheren Version suchen.
Auch bei beschädigten Dateien ist diese Funktion hilfreich. Eine Anwendung kann beispielsweise eine Datei fehlerhaft speichern oder ein technisches Problem kann dazu führen, dass Daten nicht mehr korrekt lesbar sind. Wenn eine ältere Version im Backup vorhanden ist, kannst du diese wiederherstellen.
Gelöschte Dateien sind ein weiterer typischer Anwendungsfall. Ein Mitarbeiter kann versehentlich einen Ordner entfernen oder ein Administrator löscht bei einer Bereinigung die falschen Daten. Solange die betreffenden Dateien entsprechend deiner Aufbewahrungsregeln noch innerhalb des CrashPlan Backups vorhanden sind, kannst du sie wiederherstellen.
Gerade bei zentralen Dateiservern können solche Fehler erhebliche Auswirkungen haben. Ein versehentlich gelöschter Projektordner kann die Arbeit eines gesamten Teams beeinträchtigen. Eine schnelle Wiederherstellung ist deshalb wesentlich wichtiger als bei vielen weniger kritischen Datenbeständen.
Die Wiederherstellung kann gezielt erfolgen. Du musst nicht automatisch den kompletten Server zurückspielen, nur weil einige Dateien fehlen. Stattdessen kannst du einzelne Dateien oder Ordner aus der vorhandenen Sicherung auswählen und wiederherstellen.
Diese granulare Wiederherstellung ist besonders für den täglichen IT Betrieb interessant. Viele Recovery Fälle betreffen einzelne Dokumente oder Verzeichnisse. Wenn du solche Daten gezielt zurückholen kannst, sparst du Zeit und vermeidest unnötige Veränderungen an anderen Dateien.
Bei größeren Datenverlusten kannst du entsprechend umfangreichere Datenbestände wiederherstellen. Hier solltest du allerdings realistische Erwartungen an die benötigte Zeit haben. Die Wiederherstellung mehrerer Terabyte aus einer Cloud Sicherung kann erheblich länger dauern als das Zurückspielen einiger Dokumente.
Genau deshalb solltest du vor der Einführung festlegen, welche Recovery Zeiten für deine wichtigsten Server akzeptabel sind. Dabei spielt das Recovery Time Objective eine zentrale Rolle. Es beschreibt, wie schnell ein System beziehungsweise dessen Daten nach einem Ausfall wieder verfügbar sein müssen.
Wenn ein Server mehrere Tage ausfallen dürfte, kann eine cloudbasierte Wiederherstellung großer Datenmengen möglicherweise ausreichend sein. Muss ein geschäftskritisches System dagegen innerhalb weniger Minuten wieder vollständig funktionieren, benötigst du möglicherweise zusätzliche Backup oder Hochverfügbarkeitskonzepte.
CrashPlan Server Backup solltest du deshalb als Bestandteil deiner gesamten Business Continuity Strategie betrachten. Eine Backup Lösung erfüllt eine andere Aufgabe als Hochverfügbarkeit. Ein Backup schützt deine Daten, sorgt aber nicht automatisch dafür, dass ein ausgefallener Server ohne Unterbrechung weiterarbeitet.
Neben dem Recovery Time Objective solltest du das Recovery Point Objective definieren. Dieser Wert beschreibt, wie viel Datenverlust zwischen dem letzten verfügbaren Sicherungsstand und dem eigentlichen Schadensereignis für dein Unternehmen akzeptabel ist.
Bei einem Server, auf dem sich Daten nur selten verändern, kann ein größerer Zeitraum zwischen Sicherungen möglicherweise akzeptabel sein. Bei einem System mit ständig veränderten geschäftskritischen Dateien können dagegen häufigere Sicherungen notwendig werden.
CrashPlan ermöglicht automatisierte Sicherungsprozesse, sodass du deine Backup Strategie entsprechend organisieren kannst. Entscheidend ist allerdings, dass die Sicherungsintervalle zu deinen tatsächlichen Anforderungen passen.
Auch Ransomware ist ein wichtiges Thema beim Server Backup. Werden Dateien auf einem Server durch Schadsoftware verschlüsselt, kann ein vorhandenes Backup eine entscheidende Grundlage für die Wiederherstellung sein. Voraussetzung ist allerdings, dass du auf einen Datenstand vor dem Angriff zurückgreifen kannst.
Die Versionierung spielt deshalb bei Ransomware eine wichtige Rolle. Wenn verschlüsselte Dateien als Veränderungen erkannt und anschließend gesichert werden, möchtest du trotzdem ältere, saubere Versionen behalten. Dadurch kannst du nach der Bereinigung deiner Systeme versuchen, Daten aus einem Zeitpunkt vor der Verschlüsselung wiederherzustellen.
Dabei solltest du den Beginn des Angriffs möglichst genau bestimmen. Wenn du Daten aus einem Zeitpunkt wiederherstellst, zu dem sie bereits kompromittiert waren, kann der Recovery Prozess problematisch werden. Eine Sicherheitsanalyse sollte deshalb Bestandteil deiner Wiederherstellungsstrategie sein.
CrashPlan ersetzt auch beim Server Backup keine Endpoint Security oder andere Schutzmaßnahmen. Firewalls, Zugriffskontrollen, Patch Management, Sicherheitssoftware, Netzwerksegmentierung und sichere Administratorenkonten bleiben weiterhin notwendig. Das Backup bildet eine zusätzliche Schutzebene für den Fall, dass andere Sicherheitsmaßnahmen einen Datenverlust nicht verhindern konnten.
Die Backup Daten werden verschlüsselt übertragen und gespeichert. Das ist bei Servern besonders wichtig, weil dort häufig sensible Unternehmensinformationen vorhanden sind. Kundeninformationen, interne Dokumente, Finanzdaten oder Projektdateien sollten nicht ungeschützt über öffentliche Netzwerke übertragen werden.
Auch der Zugriff auf die zentrale CrashPlan Verwaltung sollte entsprechend abgesichert werden. Mehrfaktor Authentifizierung und sichere Benutzerkonten gehören zu den grundlegenden Maßnahmen. Administratoren mit Zugriff auf Backup Systeme besitzen schließlich potenziell Zugriff auf sehr große Teile deiner Unternehmensdaten.
Rollen und Berechtigungen solltest du ebenfalls sorgfältig definieren. Nicht jeder Mitarbeiter deiner IT Abteilung benötigt vollständigen Zugriff auf sämtliche Server Backups. Ein rollenbasiertes Berechtigungskonzept kann dir helfen, administrative Rechte auf die tatsächlich notwendigen Funktionen zu beschränken.
Gerade bei Managed Service Providern ist diese Trennung wichtig. Wenn du Server verschiedener Kunden sicherst, müssen die jeweiligen Umgebungen organisatorisch sauber voneinander getrennt sein. Techniker sollten nur auf die Daten und Funktionen zugreifen können, die sie für ihre Aufgaben benötigen.
Die zentrale Verwaltung ist generell eine wichtige Stärke von CrashPlan. Du kannst unterschiedliche Backup Bereiche über eine gemeinsame Plattform organisieren. Neben Servern können je nach eingesetztem CrashPlan Produkt auch Endgeräte sowie Daten aus Microsoft 365 und Google Workspace geschützt werden.
Dadurch kannst du eine umfassendere Data Resilience Strategie entwickeln. Deine Unternehmensdaten befinden sich schließlich selten nur an einem einzigen Ort. Ein Teil liegt auf Servern, ein anderer auf den Notebooks deiner Mitarbeiter und weitere Informationen befinden sich in Cloud Anwendungen.
CrashPlan ermöglicht dir, verschiedene dieser Speicherorte innerhalb eines gemeinsamen Ansatzes zu berücksichtigen. Das kann deine Administration vereinfachen und dir einen besseren Überblick über den Schutz deiner Daten geben.
Beim Server Backup solltest du allerdings besonders genau prüfen, welche Anwendungen auf dem betreffenden Server laufen. Eine reine Dateisicherung ist nicht automatisch für jede Anwendung ausreichend. Datenbanken und bestimmte Unternehmensanwendungen benötigen möglicherweise spezielle Sicherungsverfahren, damit die gespeicherten Daten konsistent wiederhergestellt werden können.
Wenn beispielsweise eine Datenbank während des Backups aktiv Schreibvorgänge durchführt, reicht das einfache Kopieren einzelner Datenbankdateien möglicherweise nicht für eine zuverlässige Wiederherstellung. In solchen Fällen solltest du die vom jeweiligen Hersteller empfohlenen Backup Verfahren berücksichtigen.
Das Gleiche gilt für Anwendungen mit komplexen Abhängigkeiten. Ein vollständiges System besteht möglicherweise aus Datenbanken, Konfigurationsdateien, Anwendungen und weiteren Komponenten. Wenn du lediglich einzelne Dateien sicherst, bedeutet das nicht automatisch, dass du das gesamte System innerhalb weniger Minuten auf einem neuen Server rekonstruieren kannst.
Du solltest deshalb klar unterscheiden, ob dein Ziel die Sicherung wichtiger Dateien oder die vollständige Wiederherstellung einer kompletten Serverumgebung ist. CrashPlan Server Backup konzentriert sich vor allem auf die Sicherung von Dateien und Ordnern auf Windows Servern.
Für einen klassischen Dateiserver kann das hervorragend zu deinen Anforderungen passen. Für komplexe Datenbankserver, virtuelle Maschinen oder Anwendungen mit sehr kurzen Wiederherstellungszeiten solltest du dagegen genau prüfen, ob zusätzliche Lösungen erforderlich sind.
Auch die Betriebssystemunterstützung solltest du beachten. Das spezielle Server Backup Angebot von CrashPlan richtet sich aktuell auf Windows Server. Wenn du Linux Server oder andere Serverplattformen betreibst, solltest du vor einer Entscheidung genau prüfen, welche CrashPlan Produkte und Funktionen für deine konkrete Umgebung verfügbar sind.
Die Überwachung deiner Sicherungen ist ebenfalls entscheidend. Eine Backup Lösung sollte dir nicht nur ermöglichen, Daten zu speichern, sondern dir auch zeigen, ob die Sicherungsprozesse erfolgreich funktionieren.
Gerade bei Servern solltest du fehlgeschlagene Backups schnell erkennen. Wenn ein wichtiger Dateiserver mehrere Wochen keine erfolgreiche Sicherung durchgeführt hat und niemand dies bemerkt, kann im Ernstfall eine erhebliche Datenlücke entstehen.
Deshalb solltest du regelmäßige Kontrollen und Benachrichtigungen in deine Backup Prozesse integrieren. Deine Administratoren müssen schnell erkennen können, welche Systeme ordnungsgemäß geschützt sind und bei welchen Servern Handlungsbedarf besteht.
Auch Änderungen an deiner Serverstruktur solltest du berücksichtigen. Neue Laufwerke, zusätzliche Datenverzeichnisse oder veränderte Anwendungen können dazu führen, dass wichtige Daten außerhalb der bisherigen Backup Auswahl gespeichert werden. Deine Sicherungskonfiguration sollte deshalb regelmäßig überprüft werden.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Datenaufbewahrung. Du solltest definieren, wie lange ältere Versionen und gelöschte Dateien verfügbar bleiben müssen. Eine sehr kurze Aufbewahrung spart möglicherweise Ressourcen, kann aber problematisch werden, wenn ein Datenverlust erst spät entdeckt wird.
Umgekehrt solltest du Daten nicht automatisch unbegrenzt speichern. Datenschutz und gesetzliche Löschpflichten können verlangen, dass bestimmte Informationen nach einem definierten Zeitraum entfernt werden. Deine Backup Strategie sollte deshalb mit den Aufbewahrungsregeln deines Unternehmens abgestimmt sein.
Für Unternehmen in Deutschland und der Europäischen Union solltest du zusätzlich Datenschutz und Datenresidenz berücksichtigen. Server Backups können große Mengen personenbezogener Daten enthalten. Deshalb solltest du vor dem Einsatz prüfen, welche vertraglichen, technischen und organisatorischen Maßnahmen für deine Anforderungen relevant sind.
Regelmäßige Wiederherstellungstests gehören ebenfalls zu einer professionellen Server Backup Strategie. Du solltest nicht erst bei einem echten Serverausfall ausprobieren, ob deine Sicherungen tatsächlich funktionieren. Teste regelmäßig einzelne Dateien, komplette Ordner und größere Datenmengen.
Besonders wichtige Systeme sollten Bestandteil geplanter Recovery Übungen sein. Dabei kannst du beispielsweise simulieren, dass ein Server vollständig ausgefallen ist. Anschließend überprüfst du, welche Schritte erforderlich sind, um einen Ersatzserver bereitzustellen und die gesicherten Daten wieder verfügbar zu machen.
Solche Tests zeigen dir häufig Schwachstellen, die bei der normalen Betrachtung des Backup Status nicht auffallen. Vielleicht funktioniert die Datensicherung perfekt, aber die Wiederherstellung dauert deutlich länger als erwartet. Oder wichtige Konfigurationsinformationen fehlen, die du für den Wiederaufbau benötigst.
Genau deshalb sollte dein Fokus nicht ausschließlich auf Backup liegen. Recovery ist mindestens genauso wichtig. Ein erfolgreiches Backup ist nur dann wirklich wertvoll, wenn du die Daten innerhalb eines für dein Unternehmen akzeptablen Zeitraums wiederherstellen kannst.
Das CrashPlan Server Backup und die Wiederherstellung bieten dir dafür eine zentral verwaltete Lösung zum Schutz wichtiger Dateien und Ordner auf Windows Servern. Du kannst Sicherungen automatisieren, unterschiedliche Dateiversionen aufbewahren und bei Datenverlust gezielt auf einzelne Dateien oder größere Verzeichnisse zurückgreifen.
Besonders sinnvoll ist dieser Toolteil für klassische Dateiserver und andere Windows Server, auf denen große Mengen wichtiger Unternehmensdateien gespeichert werden. Durch automatisierte Sicherungen musst du dich nicht darauf verlassen, dass Administratoren regelmäßig manuelle Backups durchführen.
In Verbindung mit dem Endpoint Backup sowie den Backup Lösungen für Microsoft 365 und Google Workspace kannst du CrashPlan außerdem für eine breiter aufgestellte Datensicherungsstrategie nutzen. Lokale Arbeitsdaten, zentrale Serverdateien und Cloud Daten können dadurch in unterschiedlichen Bereichen geschützt werden.
Wenn du CrashPlan Server Backup einsetzt, solltest du jedoch immer genau definieren, was du tatsächlich wiederherstellen können musst. Für wichtige Dateien und Ordner bietet dir die Lösung eine automatisierte und zentral kontrollierbare Sicherung. Benötigst du dagegen die vollständige Wiederherstellung komplexer Server inklusive Betriebssystem, Anwendungen und Datenbanken innerhalb sehr kurzer Zeit, solltest du prüfen, welche zusätzlichen Backup und Recovery Lösungen für deine Infrastruktur erforderlich sind. Mit dieser klaren Abgrenzung kannst du CrashPlan Server Backup gezielt dort einsetzen, wo seine Stärken für deine Datensicherungsstrategie den größten Nutzen bringen.
Sicherheit, Compliance und Datenaufbewahrung
Der Bereich Sicherheit, Compliance und Datenaufbewahrung von CrashPlan ist besonders wichtig, wenn du nicht nur regelmäßig Backups erstellen möchtest, sondern gleichzeitig kontrollieren musst, wie deine Unternehmensdaten geschützt, gespeichert, aufbewahrt und wiederhergestellt werden. Gerade bei geschäftskritischen Informationen reicht es nicht aus, Dateien einfach an einen zweiten Speicherort zu kopieren. Du musst auch berücksichtigen, wer auf diese Daten zugreifen darf, wie sie während der Übertragung geschützt werden, wie lange Sicherungen erhalten bleiben und welche internen oder regulatorischen Anforderungen dein Unternehmen erfüllen muss. CrashPlan verbindet deshalb klassische Backup Funktionen mit verschiedenen Sicherheitsmechanismen und Möglichkeiten für die kontrollierte Datenaufbewahrung.
Eine wichtige Grundlage ist die Verschlüsselung der Backup Daten. Schließlich überträgst du mit CrashPlan möglicherweise große Mengen sensibler Unternehmensinformationen in eine externe Backup Umgebung. Dazu können Kundendaten, interne Dokumente, Vertragsinformationen, Projektdateien, E Mails oder personenbezogene Daten gehören. Diese Informationen sollten sowohl während der Übertragung als auch bei der Speicherung geschützt sein.
CrashPlan verwendet deshalb Verschlüsselungsverfahren für die Übertragung und Speicherung der Daten. Für gespeicherte Backup Daten kommt unter anderem AES 256 Verschlüsselung zum Einsatz. Während der Übertragung werden moderne TLS Verfahren verwendet. Dadurch werden die Daten nicht einfach ungeschützt zwischen deinem Endgerät beziehungsweise deiner Cloud Umgebung und der CrashPlan Infrastruktur übertragen.
Diese Verschlüsselung ist besonders bei Mitarbeitern wichtig, die außerhalb des Unternehmensnetzwerks arbeiten. Ein Notebook kann sich im Homeoffice, in einem Hotel oder in einem anderen Netzwerk befinden. Trotzdem müssen die zu sichernden Daten über das Internet an die Backup Infrastruktur übertragen werden. Die verschlüsselte Kommunikation reduziert dabei das Risiko, dass Informationen während dieser Übertragung eingesehen oder manipuliert werden.
Auch die gespeicherten Sicherungskopien selbst werden verschlüsselt. Das ist entscheidend, weil ein Backup häufig besonders große Mengen vertraulicher Informationen enthält. Während ein einzelner Arbeitsplatz vielleicht nur Zugriff auf einen Teil deiner Unternehmensdaten besitzt, kann eine zentrale Backup Umgebung Sicherungen von Hunderten oder Tausenden Nutzern enthalten. Entsprechend hoch sollte das Sicherheitsniveau sein.
Je nach CrashPlan Produkt und Tarif stehen dir außerdem unterschiedliche Möglichkeiten für die Verwaltung der Verschlüsselungsschlüssel zur Verfügung. Bei bestimmten Unternehmensangeboten kannst du beispielsweise eigene beziehungsweise individuell verwaltete Schlüsselmodelle nutzen. Dadurch erhältst du zusätzliche Kontrolle darüber, wie der Zugriff auf deine verschlüsselten Sicherungsdaten organisiert wird.
Bei solchen individuellen Verschlüsselungskonzepten musst du allerdings besonders sorgfältig mit den Schlüsseln umgehen. Je stärker du die Kontrolle über die Verschlüsselung selbst übernimmst, desto größer wird gleichzeitig deine Verantwortung. Geht ein notwendiger Schlüssel verloren und existiert keine geeignete Wiederherstellungsmöglichkeit, können die verschlüsselten Backup Daten möglicherweise nicht mehr zugänglich sein.
Neben der Verschlüsselung spielt die Authentifizierung eine zentrale Rolle. Der Zugriff auf eine Backup Plattform ist besonders sensibel, weil Administratoren dort potenziell auf große Mengen geschäftskritischer Daten zugreifen können. Ein kompromittiertes Administratorkonto kann deshalb schwerwiegende Folgen haben.
CrashPlan unterstützt Mehrfaktor Authentifizierung. Dadurch reicht ein gestohlenes oder erratenes Passwort allein nicht aus, um auf ein entsprechend geschütztes Konto zuzugreifen. Für dich sollte Mehrfaktor Authentifizierung insbesondere bei administrativen Konten ein fester Bestandteil deiner Sicherheitsstrategie sein.
Für größere Organisationen ist außerdem die Integration mit zentralen Identitätsdiensten interessant. Single Sign On ermöglicht dir, CrashPlan in deine vorhandene Benutzerverwaltung einzubinden. Dadurch können sich deine Mitarbeiter beziehungsweise Administratoren über die zentral verwaltete Unternehmensidentität anmelden.
Das erleichtert dir nicht nur die Anmeldung, sondern verbessert auch die administrative Kontrolle. Verlässt beispielsweise ein Mitarbeiter dein Unternehmen, kannst du dessen zentrale Identität deaktivieren und damit abhängig von deiner Konfiguration gleichzeitig den Zugriff auf verschiedene Unternehmenssysteme unterbinden.
Bei großen Unternehmen kann zusätzlich eine automatisierte Benutzerbereitstellung wichtig sein. Wenn du Tausende Benutzer verwaltest, möchtest du Konten nicht in jeder Anwendung einzeln erstellen und löschen. Entsprechende Funktionen zur automatisierten Bereitstellung können dabei helfen, Benutzerkonten und Zugriffsrechte stärker mit deinem zentralen Identitätsmanagement zu verbinden.
Auch rollenbasierte Zugriffskontrollen spielen bei CrashPlan eine wichtige Rolle. Nicht jeder Administrator benötigt vollständige Kontrolle über sämtliche Backup Daten. Ein Mitarbeiter im Support benötigt möglicherweise nur die Möglichkeit, bestimmte Dateien für einen Nutzer wiederherzustellen. Ein Sicherheitsadministrator benötigt dagegen andere Rechte und ein Backup Verantwortlicher möglicherweise umfassendere administrative Funktionen.
Durch Rollen und Berechtigungen kannst du diese Verantwortlichkeiten besser voneinander trennen. Damit setzt du das Prinzip der geringstmöglichen Rechte um. Jeder Mitarbeiter erhält nur die Berechtigungen, die er für seine tatsächlichen Aufgaben benötigt.
Das reduziert das Risiko sowohl bei versehentlichen Fehlern als auch bei kompromittierten Konten. Wenn ein Supportmitarbeiter beispielsweise keine Berechtigung zum Ändern wichtiger Backup Richtlinien besitzt, kann ein Angreifer mit dessen Konto diese Einstellungen ebenfalls nicht ohne Weiteres verändern.
Auch die Nachvollziehbarkeit administrativer Aktivitäten ist für Sicherheit und Compliance wichtig. CrashPlan stellt abhängig vom Produkt Audit Funktionen beziehungsweise Protokolle bereit. Damit kannst du administrative Vorgänge besser nachvollziehen.
Solche Informationen können dir beispielsweise zeigen, welche Administratoren bestimmte Aktionen durchgeführt haben. Gerade bei sensiblen Wiederherstellungen oder Änderungen an Richtlinien kann diese Transparenz wichtig sein.
Für interne Sicherheitsuntersuchungen sind Audit Informationen ebenfalls hilfreich. Wenn du beispielsweise feststellen möchtest, ob ein bestimmtes Konto ungewöhnliche administrative Aktivitäten durchgeführt hat, benötigst du entsprechende Protokolle.
Auch bei regulatorischen Prüfungen können solche Informationen relevant werden. Je nach Branche musst du möglicherweise nachweisen können, wie administrative Zugriffe auf bestimmte Systeme kontrolliert werden. Eine nachvollziehbare Protokollierung kann dich dabei unterstützen.
Ein weiterer wichtiger Sicherheitsaspekt ist der Schutz vor Ransomware. Moderne Angriffe konzentrieren sich längst nicht mehr ausschließlich darauf, die produktiven Dateien eines Unternehmens zu verschlüsseln. Angreifer versuchen teilweise gezielt, vorhandene Sicherungen zu löschen oder unbrauchbar zu machen, damit das betroffene Unternehmen keine einfache Möglichkeit zur Wiederherstellung besitzt.
CrashPlan setzt deshalb auf Mechanismen, die Sicherungsdaten gegen solche Manipulationen schützen sollen. Dazu gehören unveränderbare Backup Strukturen. Die Idee dahinter ist, dass ein Angreifer nicht einfach sämtliche historischen Sicherungsstände verändern kann, selbst wenn produktive Dateien kompromittiert wurden.
Versionierung ist in diesem Zusammenhang ebenfalls wichtig. Wird eine Datei verschlüsselt oder manipuliert, kann CrashPlan verschiedene historische Zustände besitzen. Dadurch kannst du versuchen, eine Version aus einem Zeitpunkt vor dem Sicherheitsvorfall wiederherzustellen.
Für dich bedeutet das allerdings nicht, dass CrashPlan einen Ransomware Angriff verhindert. Die Backup Plattform ist Teil deiner Wiederherstellungsstrategie. Für die Prävention benötigst du weiterhin Endpoint Security, Patch Management, Netzwerkabsicherung, Identitätsschutz, Mehrfaktor Authentifizierung und weitere Sicherheitsmaßnahmen.
Eine sinnvolle Sicherheitsstrategie besteht aus mehreren Ebenen. Eine Ebene versucht, Angriffe zu verhindern. Eine weitere erkennt verdächtige Aktivitäten. Backup und Recovery sorgen schließlich dafür, dass du Daten nach einem erfolgreichen Angriff möglichst wiederherstellen kannst.
Neben Sicherheit ist die Datenaufbewahrung ein zentraler Bestandteil von CrashPlan. Dabei geht es um die Frage, wie lange bestimmte Dateien und Versionen innerhalb deiner Sicherungen erhalten bleiben.
CrashPlan kann ältere Versionen von Dateien aufbewahren. Dadurch bist du nicht ausschließlich auf den neuesten Zustand angewiesen. Das ist beispielsweise hilfreich, wenn eine problematische Änderung erst Wochen oder Monate später erkannt wird.
Auch gelöschte Dateien können abhängig von deinem Tarif und deinen Aufbewahrungseinstellungen für einen definierten Zeitraum erhalten bleiben. Dadurch bedeutet das Löschen einer Datei auf dem ursprünglichen Gerät nicht zwangsläufig, dass sie unmittelbar auch aus allen Sicherungen verschwindet.
Diese Aufbewahrung solltest du bewusst konfigurieren. Eine möglichst lange Speicherung klingt zunächst immer positiv, kann aber sowohl Kosten als auch Datenschutzanforderungen beeinflussen. Nicht jede Information darf oder sollte unbegrenzt gespeichert werden.
Gerade personenbezogene Daten können Löschpflichten unterliegen. Wenn du eine Datei im produktiven System löschst, kann sie möglicherweise weiterhin innerhalb deiner Backup Umgebung vorhanden sein. Deshalb muss deine Backup Strategie mit deinen Datenschutzprozessen abgestimmt werden.
Für Unternehmen in Deutschland und der Europäischen Union spielt die Datenschutz Grundverordnung dabei eine wichtige Rolle. Du solltest nachvollziehen können, welche personenbezogenen Daten gesichert werden, warum sie gespeichert werden und wie lange die Aufbewahrung erforderlich ist.
CrashPlan kann dir technische Funktionen für Sicherheit und Datenaufbewahrung bereitstellen. Die Verantwortung für eine rechtlich korrekte Konfiguration bleibt jedoch bei deinem Unternehmen. Du musst festlegen, welche Aufbewahrungsfristen zu deinen gesetzlichen, vertraglichen und organisatorischen Anforderungen passen.
Gerade deshalb solltest du nicht eine einzige Aufbewahrungsstrategie für sämtliche Daten definieren. Unterschiedliche Informationen können unterschiedliche Anforderungen besitzen. Finanzunterlagen können beispielsweise anderen Aufbewahrungspflichten unterliegen als interne Arbeitsdateien oder personenbezogene Informationen.
Auch ausgeschiedene Mitarbeiter spielen bei der Datenaufbewahrung eine wichtige Rolle. Verlässt ein Mitarbeiter dein Unternehmen, möchtest du sein Benutzerkonto möglicherweise deaktivieren oder entfernen. Gleichzeitig können sich in dessen Sicherungen weiterhin wichtige Unternehmensinformationen befinden.
CrashPlan kann dir dabei helfen, diese Daten unabhängig vom aktiven Benutzerkonto aufzubewahren. Dadurch kannst du beispielsweise wichtige Dokumente später noch wiederherstellen, obwohl der ursprüngliche Mitarbeiter längst nicht mehr im Unternehmen arbeitet.
Das sollte allerdings Teil eines klar definierten Offboarding Prozesses sein. Du solltest festlegen, welche Daten eines ehemaligen Mitarbeiters aufbewahrt werden müssen und wann diese endgültig gelöscht werden können.
Für rechtliche Auseinandersetzungen können zusätzliche Anforderungen entstehen. Bestimmte Informationen dürfen dann möglicherweise nicht nach den normalen Aufbewahrungsregeln gelöscht werden. Hier kommt Legal Hold ins Spiel.
CrashPlan bietet bei entsprechenden Unternehmensangeboten Funktionen für Legal Hold und langfristige Datenaufbewahrung. Damit kannst du bestimmte Daten gezielt erhalten, wenn sie beispielsweise für ein Gerichtsverfahren, eine interne Untersuchung oder regulatorische Anforderungen benötigt werden.
Ein Legal Hold kann normale Löschprozesse übersteuern. Dadurch bleiben relevante Informationen erhalten, selbst wenn sie nach den üblichen Aufbewahrungsregeln eigentlich entfernt worden wären.
Das ist besonders für größere Unternehmen interessant, die regelmäßig mit juristischen Anforderungen oder internen Untersuchungen umgehen müssen. Eine Backup Plattform kann dadurch neben der klassischen Datensicherung auch Bestandteil deiner Informationsverwaltung werden.
Eng damit verbunden ist eDiscovery. Dabei geht es darum, relevante elektronische Informationen innerhalb großer Datenbestände zu finden und für rechtliche oder regulatorische Prozesse bereitzustellen.
Backup Daten können dabei eine wichtige Informationsquelle darstellen. Gerade historische Versionen oder Daten ehemaliger Mitarbeiter können Informationen enthalten, die im produktiven System längst nicht mehr vorhanden sind.
CrashPlan bietet je nach Produkt Funktionen, die solche Prozesse unterstützen können. Dadurch wird die Backup Umgebung nicht ausschließlich als technisches Notfallsystem betrachtet, sondern kann auch für Governance und rechtliche Anforderungen relevant werden.
Dabei solltest du allerdings klare Zugriffsrechte definieren. Nicht jeder Backup Administrator sollte automatisch Zugriff auf Daten erhalten, die für rechtliche Untersuchungen gesichert wurden. Eine saubere Trennung von Rollen und Verantwortlichkeiten ist deshalb besonders wichtig.
Auch Datenresidenz kann für deine Compliance Strategie relevant sein. Unternehmen möchten teilweise genau wissen, in welcher geografischen Region ihre Backup Daten gespeichert werden. Das kann sowohl aufgrund interner Sicherheitsrichtlinien als auch aufgrund regulatorischer Anforderungen wichtig sein.
CrashPlan bietet abhängig vom jeweiligen Produkt verschiedene Möglichkeiten und Speicherregionen. Vor einer Einführung solltest du deshalb genau prüfen, welche Region für deine Organisation verwendet wird und ob diese zu deinen Anforderungen passt.
Für europäische Unternehmen ist außerdem die vertragliche Gestaltung der Datenverarbeitung wichtig. Wenn du personenbezogene Daten durch einen externen Dienstleister verarbeiten lässt, benötigst du entsprechende vertragliche und organisatorische Regelungen.
Neben Datenschutz können auch branchenspezifische Anforderungen relevant sein. Unternehmen aus Gesundheitswesen, Finanzbranche oder anderen regulierten Bereichen haben teilweise zusätzliche Vorgaben für Informationssicherheit und Datenaufbewahrung.
CrashPlan orientiert seine Sicherheitsarchitektur an verschiedenen anerkannten Standards und Compliance Rahmenwerken. Dazu gehören unter anderem Zertifizierungen und Prüfungen rund um Informationssicherheit und Kontrollprozesse. Welche davon für dein Unternehmen tatsächlich relevant sind, solltest du anhand deines konkreten CrashPlan Produktes und deiner regulatorischen Anforderungen überprüfen.
Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen der Compliance eines Anbieters und deiner eigenen Compliance. Nur weil CrashPlan bestimmte Zertifizierungen besitzt, bedeutet das nicht automatisch, dass dein Unternehmen allein durch den Einsatz der Software alle regulatorischen Anforderungen erfüllt.
Du musst die Plattform korrekt konfigurieren, Berechtigungen sinnvoll vergeben, Aufbewahrungsregeln definieren und deine eigenen organisatorischen Prozesse dokumentieren. Compliance entsteht aus dem Zusammenspiel von Technik, Prozessen und Verantwortlichkeiten.
Ein wichtiger Bestandteil davon sind regelmäßige Kontrollen. Du solltest beispielsweise prüfen, welche Administratoren Zugriff auf CrashPlan besitzen und ob diese Berechtigungen weiterhin notwendig sind.
Auch ausgeschiedene Mitarbeiter oder Mitarbeiter mit veränderten Aufgaben sollten berücksichtigt werden. Ein Administrator, der in eine andere Abteilung wechselt, benötigt möglicherweise keinen Zugriff auf Backup Daten mehr.
Regelmäßige Berechtigungsprüfungen reduzieren das Risiko, dass sich über Jahre unnötige administrative Rechte ansammeln. Dieses Prinzip ist gerade bei einer Plattform mit Zugriff auf große Datenmengen besonders wichtig.
Auch deine Aufbewahrungsrichtlinien solltest du regelmäßig überprüfen. Unternehmen verändern sich, neue gesetzliche Anforderungen entstehen und Daten werden an anderen Orten gespeichert. Eine einmal definierte Backup Strategie sollte deshalb nicht über Jahre unverändert bleiben.
Die Kombination mit Microsoft 365 und Google Workspace erweitert diese Herausforderung zusätzlich. Unternehmensdaten liegen nicht mehr nur auf lokalen Endgeräten und Servern. Sie verteilen sich auf zahlreiche Cloud Dienste.
CrashPlan kann dir helfen, unterschiedliche Datenquellen innerhalb einer gemeinsamen Data Resilience Strategie zu berücksichtigen. Endpoint Daten, Serverdateien und Cloud Informationen können abhängig von deinen eingesetzten Produkten über verschiedene CrashPlan Bereiche gesichert werden.
Dadurch kannst du Sicherheits und Aufbewahrungsrichtlinien stärker vereinheitlichen. Statt für jede Datenquelle völlig unterschiedliche Prozesse zu entwickeln, kannst du zumindest einen Teil deiner Backup Strategie innerhalb einer gemeinsamen Plattform organisieren.
Für größere Unternehmen können Schnittstellen ebenfalls relevant sein. Über Programmierschnittstellen lassen sich abhängig vom Tarif Daten und administrative Prozesse mit anderen Systemen verbinden. Dadurch kannst du beispielsweise Informationen aus CrashPlan in deine eigenen Reporting oder Monitoring Prozesse übernehmen.
Auch die automatisierte Benutzerverwaltung kann dabei helfen, Compliance Anforderungen konsequenter umzusetzen. Wenn Benutzerkonten zentral erstellt und entfernt werden, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass veraltete Konten innerhalb der Backup Plattform bestehen bleiben.
Trotz aller Automatisierung solltest du regelmäßige Wiederherstellungstests durchführen. Compliance bedeutet nicht nur, dass du nachweisen kannst, Backups erstellt zu haben. Für die tatsächliche Betriebssicherheit musst du auch wissen, dass deine Daten wiederherstellbar sind.
Teste deshalb unterschiedliche Szenarien. Stelle einzelne Dateien wieder her, prüfe ältere Versionen und simuliere bei wichtigen Datenbeständen umfangreichere Recovery Prozesse. Dadurch erkennst du technische oder organisatorische Probleme, bevor ein echter Notfall eintritt.
Auch Sicherheitsvorfälle solltest du gedanklich durchspielen. Wer darf beispielsweise eine umfangreiche Wiederherstellung nach einem Ransomware Angriff starten? Wer entscheidet, welcher Datenstand verwendet wird? Wer überprüft, ob die wiederhergestellten Dateien sauber sind?
Solche Fragen sollten nicht erst während eines Angriffs beantwortet werden. Ein dokumentierter Wiederherstellungsprozess hilft dir dabei, im Ernstfall schneller und kontrollierter zu reagieren.
Das Gleiche gilt für rechtliche Anforderungen. Wenn du einen Legal Hold einrichten musst, sollte klar sein, wer diese Entscheidung treffen darf, welche Daten betroffen sind und wer anschließend Zugriff darauf erhält.
Damit wird deutlich, dass Sicherheit, Compliance und Datenaufbewahrung bei CrashPlan weit über die reine Verschlüsselung eines Backups hinausgehen. Der Bereich umfasst technische Schutzmechanismen, Identitätsmanagement, Berechtigungen, Protokollierung, Versionierung, Aufbewahrungsregeln und Funktionen für rechtliche Anforderungen.
Für dich liegt der größte Nutzen darin, dass du deine Datensicherung kontrollierter in deine gesamte Informationssicherheitsstrategie integrieren kannst. Du schützt Daten während der Übertragung und Speicherung, kannst administrative Zugriffe einschränken und historische Informationen entsprechend deiner Richtlinien aufbewahren.
Gleichzeitig solltest du CrashPlan nicht als fertige Compliance Lösung betrachten, bei der du lediglich einen Schalter aktivierst. Die Plattform stellt dir technische Werkzeuge bereit. Wie du diese konfigurierst und welche organisatorischen Prozesse du darum herum entwickelst, entscheidet darüber, ob deine Backup Strategie tatsächlich zu deinen Sicherheits und Compliance Anforderungen passt.
Wenn du Rollen und Berechtigungen konsequent definierst, Mehrfaktor Authentifizierung einsetzt, Aufbewahrungsregeln dokumentierst und Wiederherstellungen regelmäßig testest, kann CrashPlan zu einem wichtigen Bestandteil deiner Data Resilience Strategie werden. Dadurch schützt du deine Unternehmensdaten nicht nur vor einem klassischen Festplattenausfall, sondern berücksichtigst gleichzeitig Cyberangriffe, menschliche Fehler, rechtliche Anforderungen und langfristige Datenaufbewahrung.
Wichtige Fragen [?]
Eine der spannendsten Fragen rund um CrashPlan betrifft nicht das eigentliche Backup, sondern die Geschwindigkeit der Wiederherstellung. Genau dieser Punkt wird von Nutzern regelmäßig diskutiert, weil ein Cloud Backup nur dann wirklich hilfreich ist, wenn du deine Daten im Ernstfall auch innerhalb einer akzeptablen Zeit zurückbekommst. In Nutzerberichten finden sich dabei sehr unterschiedliche Erfahrungen. Während einige Anwender mit der Wiederherstellung zufrieden sind, berichten andere bei mehreren Hundert Gigabyte oder sogar mehreren Terabyte von sehr langen Restore Zeiten. Ein Nutzer schilderte beispielsweise, dass für die Wiederherstellung von rund 700 Gigabyte zeitweise eine Dauer von mehreren Tagen prognostiziert wurde.
Für dich bedeutet das, dass du bei CrashPlan unbedingt zwischen kleinen und großen Wiederherstellungen unterscheiden solltest. Wenn du nur einzelne Dateien oder wenige Ordner zurückholen musst, spielt die Geschwindigkeit meist eine geringere Rolle. Möchtest du dagegen einen kompletten Datenbestand mit mehreren Terabyte wiederherstellen, können Bandbreite, Datenmenge, Serverauslastung und die Art des Backups einen erheblichen Einfluss haben. CrashPlan weist selbst darauf hin, dass die tatsächliche Übertragungsleistung von verschiedenen Faktoren abhängt und nicht zwangsläufig deine gesamte verfügbare Internetbandbreite ausgeschöpft wird.
Deshalb solltest du CrashPlan nicht nur anhand der Geschwindigkeit beim ersten Backup beurteilen. Für eine realistische Bewertung solltest du während einer Testphase bewusst mehrere Wiederherstellungsszenarien durchführen. Stelle zunächst einzelne Dokumente wieder her, anschließend einen größeren Ordner mit einigen Gigabyte und schließlich einen deutlich umfangreicheren Datenbestand. Dadurch bekommst du ein realistisches Bild davon, welche Recovery Zeiten du in deiner eigenen Infrastruktur erwarten kannst.
Besonders wichtig ist diese Prüfung bei geschäftskritischen Daten. Wenn dein Unternehmen nach einem Ausfall beispielsweise innerhalb von vier Stunden wieder arbeitsfähig sein muss, solltest du vorher testen, ob eine reine Cloud Wiederherstellung dieses Ziel überhaupt erfüllen kann. Bei sehr großen Datenmengen kann eine zusätzliche lokale Sicherung oder eine andere Recovery Strategie sinnvoll sein. CrashPlan bietet unterschiedliche Speicheroptionen und positioniert seine Plattform ausdrücklich für Cloud, lokale und weitere Speicherziele, sodass du deine Architektur entsprechend planen kannst.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur, ob CrashPlan deine Daten zuverlässig sichert. Du solltest vor allem herausfinden, wie lange du im schlimmsten Fall auf deine Daten verzichten kannst. Genau daraus ergibt sich, ob eine reine CrashPlan Cloud Sicherung für deinen Anwendungsfall ausreicht oder ob du zusätzliche lokale Recovery Möglichkeiten benötigst.
Wie gut eignet sich CrashPlan für den Wechsel auf einen neuen Computer?
CrashPlan kann deutlich mehr als nur Dateien nach einem klassischen Datenverlust zurückholen. Eine interessante Funktion ist die Unterstützung bei einem Gerätewechsel. Gerade Unternehmen tauschen Notebooks und Arbeitsplatzrechner regelmäßig aus. Dabei müssen häufig große Mengen persönlicher Arbeitsdaten sowie bestimmte Benutzereinstellungen auf den neuen Computer übertragen werden.
Für Windows stellt CrashPlan einen Assistenten für den Geräteaustausch bereit. Dieser kann gesicherte Dateien, Einstellungen der CrashPlan Anwendung und bestimmte Benutzereinstellungen von einem bisherigen Windows Gerät auf einen neuen Computer übertragen. Dadurch kannst du den neuen Arbeitsplatz stärker an den bisherigen Zustand des Mitarbeiters annähern.
Für dich kann das vor allem bei größeren Hardware Rollouts interessant sein. Wenn beispielsweise 100 Mitarbeiter neue Notebooks erhalten, möchtest du möglichst vermeiden, dass deine IT jeden Arbeitsplatz vollständig manuell migriert. Nutzer können einen Teil des Gerätewechsels selbst durchführen und ihre Daten aus dem vorhandenen CrashPlan Archiv auf das neue Gerät übertragen. CrashPlan beschreibt diesen Ansatz ausdrücklich als Möglichkeit, den Aufwand für IT Teams bei Geräteerneuerungen zu reduzieren.
Allerdings solltest du bei einer solchen Migration sorgfältig auf die Struktur der neuen Geräte achten. Erfahrungen aus der Nutzer Community zeigen, dass beispielsweise veränderte Benutzernamen oder Laufwerksbuchstaben berücksichtigt werden müssen. Werden Pfade auf dem neuen Computer anders aufgebaut, kann es notwendig sein, die Dateiauswahl für zukünftige Sicherungen anzupassen.
Du solltest CrashPlan deshalb nicht mit einer vollständigen Systemmigration verwechseln. Das Tool stellt nicht automatisch jede Anwendung, jeden Treiber und das gesamte Betriebssystem exakt so wieder her, wie es auf dem alten Rechner vorhanden war. Seine Stärke liegt vor allem bei Benutzerdaten und bestimmten Einstellungen.
Für Unternehmen kann genau das trotzdem sehr wertvoll sein. Viele Programme können über eine zentrale Softwareverwaltung erneut installiert werden. Das aufwendigste Problem beim Austausch eines Mitarbeitergerätes sind häufig die persönlichen Arbeitsdateien. Wenn diese bereits über CrashPlan geschützt sind, kannst du den Hardwarewechsel deutlich strukturierter durchführen.
Besonders sinnvoll ist es, diesen Prozess vor einem größeren Geräteaustausch mit einigen Testrechnern durchzuspielen. Dadurch erkennst du frühzeitig, welche Daten automatisch übernommen werden und welche Anwendungen oder Einstellungen weiterhin durch deine IT bereitgestellt werden müssen.
Diese Frage wird unter Nutzern regelmäßig diskutiert, weil CrashPlan bei verschiedenen Angeboten mit umfangreichem beziehungsweise unbegrenztem Speicher attraktiv für sehr große Datenbestände wirken kann. Gerade Unternehmen mit Videos, Bildern, Entwicklungsdaten, Archiven oder umfangreichen Projektdateien können schnell mehrere Terabyte pro Gerät erreichen. CrashPlan hebt bei seinen aktuellen Angeboten flexible Speicheroptionen und eine skalierbare Plattform hervor.
Grundsätzlich kannst du CrashPlan auch für sehr große Datenmengen einsetzen. Nutzer berichten beispielsweise von Installationen mit mehreren Terabyte gesicherter Daten. Gerade das Kostenmodell wurde in einigen Community Diskussionen als interessant empfunden, weil große Datenbestände bei speicherabhängig abgerechneten Alternativen schnell teuer werden können.
Die Herausforderung liegt allerdings weniger beim verfügbaren Speicher als bei der Übertragungszeit. Wenn du beispielsweise fünf Terabyte sichern möchtest und täglich nur eine begrenzte Datenmenge hochgeladen werden kann, kann die erste vollständige Sicherung entsprechend lange dauern. Einige Nutzer berichten von deutlich geringeren Übertragungsgeschwindigkeiten, als ihre Internetverbindung theoretisch ermöglichen würde.
Das gleiche Problem tritt in umgekehrter Richtung bei einer vollständigen Wiederherstellung auf. Ein Backup mit mehreren Terabyte kann technisch vollständig vorhanden sein und trotzdem erhebliche Zeit benötigen, bis alle Daten wieder auf deinem System verfügbar sind. Genau deshalb solltest du bei sehr großen Datenbeständen nicht ausschließlich auf die Menge des angebotenen Cloud Speichers schauen.
Du solltest zunächst berechnen, wie viel Daten sich tatsächlich verändern. Ein Archiv mit fünf Terabyte, von dem täglich nur einige Gigabyte geändert werden, stellt andere Anforderungen als ein Produktionssystem, auf dem täglich mehrere Hundert Gigabyte neue Daten entstehen. Die erste Sicherung ist in beiden Fällen umfangreich, der laufende Backup Bedarf unterscheidet sich anschließend jedoch erheblich.
Auch deine Wiederherstellungsziele sind entscheidend. Wenn du fünf Terabyte Archivdaten innerhalb mehrerer Tage zurückholen kannst, kann CrashPlan gut zu deinem Anwendungsfall passen. Wenn dieselben fünf Terabyte innerhalb weniger Stunden wieder verfügbar sein müssen, solltest du zusätzlich eine lokale Sicherung oder eine andere schnelle Recovery Ebene einplanen.
CrashPlan eignet sich deshalb durchaus für große Datenmengen, allerdings solltest du Speicherplatz nicht mit Recovery Leistungsfähigkeit verwechseln. Bei mehreren Terabyte entscheidet weniger die Frage, ob du die Daten speichern kannst, sondern wie schnell du sie hochladen, regelmäßig aktualisieren und im Ernstfall vollständig zurückholen kannst. Wenn du genau diese drei Punkte während einer Testphase realistisch prüfst, kannst du wesentlich besser beurteilen, ob CrashPlan für deinen großen Datenbestand die passende Backup Lösung ist.
CrashPlan kann deutlich mehr als nur Dateien nach einem klassischen Datenverlust zurückholen. Eine interessante Funktion ist die Unterstützung bei einem Gerätewechsel. Gerade Unternehmen tauschen Notebooks und Arbeitsplatzrechner regelmäßig aus. Dabei müssen häufig große Mengen persönlicher Arbeitsdaten sowie bestimmte Benutzereinstellungen auf den neuen Computer übertragen werden.
Für Windows stellt CrashPlan einen Assistenten für den Geräteaustausch bereit. Dieser kann gesicherte Dateien, Einstellungen der CrashPlan Anwendung und bestimmte Benutzereinstellungen von einem bisherigen Windows Gerät auf einen neuen Computer übertragen. Dadurch kannst du den neuen Arbeitsplatz stärker an den bisherigen Zustand des Mitarbeiters annähern.
Für dich kann das vor allem bei größeren Hardware Rollouts interessant sein. Wenn beispielsweise 100 Mitarbeiter neue Notebooks erhalten, möchtest du möglichst vermeiden, dass deine IT jeden Arbeitsplatz vollständig manuell migriert. Nutzer können einen Teil des Gerätewechsels selbst durchführen und ihre Daten aus dem vorhandenen CrashPlan Archiv auf das neue Gerät übertragen. CrashPlan beschreibt diesen Ansatz ausdrücklich als Möglichkeit, den Aufwand für IT Teams bei Geräteerneuerungen zu reduzieren.
Allerdings solltest du bei einer solchen Migration sorgfältig auf die Struktur der neuen Geräte achten. Erfahrungen aus der Nutzer Community zeigen, dass beispielsweise veränderte Benutzernamen oder Laufwerksbuchstaben berücksichtigt werden müssen. Werden Pfade auf dem neuen Computer anders aufgebaut, kann es notwendig sein, die Dateiauswahl für zukünftige Sicherungen anzupassen.
Du solltest CrashPlan deshalb nicht mit einer vollständigen Systemmigration verwechseln. Das Tool stellt nicht automatisch jede Anwendung, jeden Treiber und das gesamte Betriebssystem exakt so wieder her, wie es auf dem alten Rechner vorhanden war. Seine Stärke liegt vor allem bei Benutzerdaten und bestimmten Einstellungen.
Für Unternehmen kann genau das trotzdem sehr wertvoll sein. Viele Programme können über eine zentrale Softwareverwaltung erneut installiert werden. Das aufwendigste Problem beim Austausch eines Mitarbeitergerätes sind häufig die persönlichen Arbeitsdateien. Wenn diese bereits über CrashPlan geschützt sind, kannst du den Hardwarewechsel deutlich strukturierter durchführen.
Besonders sinnvoll ist es, diesen Prozess vor einem größeren Geräteaustausch mit einigen Testrechnern durchzuspielen. Dadurch erkennst du frühzeitig, welche Daten automatisch übernommen werden und welche Anwendungen oder Einstellungen weiterhin durch deine IT bereitgestellt werden müssen.
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