
VMBackup
Erfahrungen | Alternative | Preise & Kosten
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VM Backup ist eine Backup, Replikations und Wiederherstellungslösung von Hornetsecurity, die speziell für virtuelle Infrastrukturen entwickelt wurde. Vielleicht kennst du die Software noch unter dem früheren Namen Altaro VM Backup. Heute wird sie als Hornetsecurity VM Backup angeboten. Wenn du virtuelle Server betreibst und deine virtuellen Maschinen zuverlässig gegen Datenverlust, Hardwareausfälle, Bedienfehler oder Ransomware schützen möchtest, bekommst du mit VM Backup eine Lösung, die Sicherung, Wiederherstellung, Replikation und zentrale Verwaltung miteinander verbindet. Unterstützt werden insbesondere Microsoft Hyper V, VMware und inzwischen auch Proxmox Umgebungen.
Der entscheidende Unterschied zu einer klassischen Backup Software für einzelne Computer liegt darin, dass VM Backup auf die Anforderungen virtualisierter Serverumgebungen ausgerichtet ist. In einer solchen Umgebung befinden sich möglicherweise zahlreiche virtuelle Maschinen auf wenigen physischen Hosts. Jede dieser Maschinen kann wiederum wichtige Anwendungen, Datenbanken, Dateiserver oder andere Unternehmensdienste bereitstellen. Statt jede virtuelle Maschine wie einen einzelnen physischen Computer zu behandeln, kannst du deine virtuelle Infrastruktur zentral absichern.
Dabei kannst du mehrere Hyper V, VMware und Proxmox Hosts über eine zentrale Oberfläche verwalten. Das ist vor allem dann interessant, wenn deine Infrastruktur wächst. Du musst deine Backup Aufgaben nicht auf jedem einzelnen Host separat kontrollieren, sondern bekommst einen zentralen Überblick über Sicherungen, Wiederherstellungen und weitere Aufgaben.
Eine der grundlegenden Funktionen sind Hot beziehungsweise Live Backups. Damit kannst du virtuelle Maschinen sichern, während diese weiterhin laufen. Du musst einen wichtigen Server also nicht jedes Mal herunterfahren, nur weil eine Datensicherung durchgeführt werden soll. Gerade in Unternehmen ist das wichtig, weil Server und Anwendungen häufig dauerhaft verfügbar sein müssen.
Du kannst deine Backups außerdem automatisieren und individuelle Zeitpläne definieren. Je nach Konfiguration sind Sicherungsintervalle bis hin zu fünf Minuten möglich. Dadurch kannst du die Sicherungshäufigkeit an die Bedeutung deiner virtuellen Maschinen anpassen. Ein weniger wichtiger Testserver benötigt möglicherweise deutlich weniger Sicherungspunkte als ein produktiver Server, auf dem sich Daten ständig verändern.
Damit spielt das Recovery Point Objective eine wichtige Rolle. Dieser Wert beschreibt vereinfacht, wie viel Datenverlust du im Ernstfall akzeptieren kannst. Wenn du beispielsweise nur einmal täglich sicherst, können bei einem Ausfall theoretisch viele Stunden an Veränderungen fehlen. Mit häufigeren Sicherungen kannst du dieses Zeitfenster deutlich verkleinern.
VM Backup bietet dafür auch Continuous Data Protection. Damit kannst du bei entsprechend geeigneten Umgebungen sehr kurze Abstände zwischen Sicherungspunkten realisieren. Gerade für Systeme mit häufigen Datenänderungen kann das interessant sein.
Neben der Häufigkeit spielt die Geschwindigkeit der Sicherungen eine große Rolle. Wenn du zahlreiche virtuelle Maschinen betreibst, möchtest du nicht zwangsläufig jede VM nacheinander sichern. VM Backup unterstützt deshalb gleichzeitige Sicherungsvorgänge mehrerer virtueller Maschinen. Dadurch können vorhandene Ressourcen effizienter genutzt und Backup Fenster verkürzt werden.
Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Deduplizierung. VM Backup verwendet eine erweiterte Inline Deduplizierung. Dabei versucht die Software, identische Datenblöcke nicht unnötig mehrfach im Backup Speicher abzulegen.
Gerade bei virtuellen Maschinen kann das erhebliche Auswirkungen auf den benötigten Speicherplatz haben. Stell dir beispielsweise vor, du betreibst zwanzig Windows Server. Auf diesen virtuellen Maschinen befinden sich zahlreiche identische Betriebssystemdateien. Würde jede VM vollständig unabhängig gespeichert, würden viele identische Daten mehrfach im Backup Repository landen.
Durch Deduplizierung kann dieser redundante Speicherbedarf reduziert werden. Das kann nicht nur Speicherplatz sparen, sondern auch die Effizienz deiner Backup Infrastruktur verbessern. Wie groß die tatsächliche Einsparung ausfällt, hängt natürlich davon ab, wie ähnlich deine virtuellen Maschinen und deren Datenbestände sind.
Zusätzlich unterstützt VM Backup Komprimierung. Damit lässt sich der Speicherbedarf weiter reduzieren. Auch hier hängt die tatsächliche Einsparung von deinen Daten ab. Bereits komprimierte Dateien wie Videos oder Archive lassen sich naturgemäß weniger stark verkleinern als andere Datentypen.
Bei der Auswahl deiner Sicherungsziele bist du vergleichsweise flexibel. Du kannst beispielsweise externe Laufwerke, Netzwerkfreigaben, NAS Systeme, RDX Medien und weitere Speicher verwenden. Zusätzlich unterstützt VM Backup Offsite Sicherungen und verschiedene Cloud Speicher. Dazu gehören unter anderem Microsoft Azure, Amazon S3, Wasabi, Backblaze B2 und Impossible Cloud Storage.
Diese Kombination ermöglicht dir eine mehrstufige Backup Strategie. Du kannst beispielsweise eine lokale Sicherung für schnelle Wiederherstellungen verwenden und zusätzlich eine Kopie außerhalb deines eigenen Standorts speichern.
Das ist wichtig, weil ein lokales Backup nicht gegen jedes Schadensszenario schützt. Wenn sich dein Produktionssystem und sämtliche Sicherungen im gleichen Gebäude befinden, können beispielsweise Feuer, Überschwemmung oder Diebstahl gleichzeitig mehrere Kopien deiner Daten betreffen.
Hornetsecurity empfiehlt deshalb im Zusammenhang mit VM Backup eine erweiterte 3 2 1 1 Strategie. Dabei werden mehrere Datenkopien auf unterschiedlichen Speichern und an unterschiedlichen Standorten verwendet. Eine zusätzliche Kopie soll unveränderbar gespeichert werden.
Genau hier kommt eine der wichtigen Sicherheitsfunktionen von VM Backup ins Spiel. Die Lösung unterstützt unveränderliche Cloud Backups. Solche Sicherungen können für einen definierten Zeitraum gegen Veränderungen und Löschen geschützt werden. Unterstützt werden dafür aktuell entsprechende Funktionen bei Impossible Cloud, Azure, Amazon S3, Wasabi und Backblaze.
Das ist insbesondere als Schutz gegen Ransomware interessant. Moderne Angriffe konzentrieren sich längst nicht mehr ausschließlich darauf, produktive Dateien zu verschlüsseln. Angreifer versuchen teilweise gezielt, vorhandene Backups zu löschen oder ebenfalls unbrauchbar zu machen.
Wenn eine Sicherung für einen bestimmten Zeitraum unveränderlich gespeichert wurde, kann sie während dieser Schutzperiode nicht einfach überschrieben oder gelöscht werden. Damit erhöhst du die Wahrscheinlichkeit, nach einem erfolgreichen Angriff noch einen intakten Wiederherstellungspunkt zu besitzen.
Du solltest diese Funktion allerdings nicht mit einem vollständigen Schutz vor Ransomware verwechseln. VM Backup verhindert nicht grundsätzlich, dass ein Angreifer deine produktive Umgebung kompromittiert. Die unveränderliche Sicherung schafft vielmehr eine zusätzliche Recovery Ebene für den Fall, dass deine ursprünglichen Systeme bereits betroffen sind.
Auch Verschlüsselung gehört zum Sicherheitskonzept. VM Backup unterstützt AES Verschlüsselung für Sicherungen, wobei der genaue Umfang von der verwendeten Edition abhängt. Dadurch kannst du verhindern, dass gespeicherte Backup Daten ohne entsprechende Berechtigung einfach gelesen werden können.
Mindestens genauso wichtig wie die Sicherung ist bei einer Backup Lösung die Wiederherstellung. VM Backup bietet dir dafür unterschiedliche Recovery Verfahren. Du musst nicht zwangsläufig eine komplette virtuelle Maschine wiederherstellen, wenn lediglich eine einzelne Datei fehlt.
Mit der granularen Wiederherstellung kannst du einzelne Dateien und Ordner aus gesicherten Windows VMs zurückholen. Das ist beispielsweise hilfreich, wenn ein Mitarbeiter versehentlich einen Ordner gelöscht oder eine Datei überschrieben hat.
Für Microsoft Exchange gibt es zusätzlich Möglichkeiten zur Wiederherstellung auf Elementebene. Dadurch kannst du abhängig von deiner Edition beispielsweise einzelne Mailboxen oder Nachrichten aus einer gesicherten Exchange Umgebung zurückholen.
Wenn dagegen eine komplette virtuelle Maschine beschädigt oder verloren gegangen ist, kannst du die gesamte VM wiederherstellen. Dabei kannst du Wiederherstellungen auch auf einem anderen Host durchführen. Das ist besonders wichtig, wenn nicht nur die virtuelle Maschine, sondern der ursprüngliche Virtualisierungshost ausgefallen ist.
Interessant ist außerdem Recovery as Clone. Dabei kannst du eine virtuelle Maschine als Klon wiederherstellen. Das kann beispielsweise für Tests interessant sein oder wenn du eine wiederhergestellte VM zunächst getrennt vom produktiven System überprüfen möchtest.
Eine besonders wichtige Funktion für kurze Ausfallzeiten ist Instant Boot from Backup. Damit kannst du eine virtuelle Maschine direkt aus dem vorhandenen Backup starten, anstatt zunächst den gesamten Datenbestand vollständig zurückspielen zu müssen.
Das kann dein Recovery Time Objective erheblich verbessern. Stell dir beispielsweise vor, ein wichtiger virtueller Server besitzt mehrere Terabyte Daten. Eine vollständige Wiederherstellung könnte entsprechend lange dauern. Wenn du die VM zunächst aus dem Backup starten kannst, kannst du einen wichtigen Dienst möglicherweise wesentlich früher wieder verfügbar machen.
Neben Backup und Recovery unterstützt VM Backup auch Replikation. Dabei kannst du virtuelle Maschinen auf einen anderen Standort beziehungsweise Host replizieren. VM Backup bietet dafür WAN optimierte Replikation.
Eine Replikation verfolgt ein etwas anderes Ziel als ein klassisches Backup. Ein Backup dient vor allem dazu, unterschiedliche historische Datenstände aufzubewahren und diese bei Bedarf wiederherzustellen. Eine Replikation stellt dagegen eine zusätzliche Kopie einer virtuellen Maschine bereit, die bei einem Ausfall möglichst schnell aktiviert werden kann.
Gerade für geschäftskritische Systeme kann eine Kombination aus Backup und Replikation sinnvoll sein. Die Replikation reduziert deine mögliche Ausfallzeit, während historische Backups dir verschiedene Wiederherstellungspunkte bieten.
VM Backup unterstützt außerdem Sandbox Restore und Backup Verification. Damit kannst du Wiederherstellungsszenarien testen und überprüfen, ob deine Sicherungen tatsächlich verwendbar sind.
Diese Funktion solltest du nicht unterschätzen. Ein erfolgreich angezeigter Backup Vorgang bedeutet noch nicht automatisch, dass deine komplette Disaster Recovery Strategie funktioniert. Entscheidend ist, ob sich eine virtuelle Maschine aus dem vorhandenen Backup tatsächlich starten lässt.
Mit entsprechenden Tests kannst du deine Backups überprüfen, bevor ein echter Notfall eintritt. Gerade bei wichtigen Servern solltest du solche Wiederherstellungstests regelmäßig durchführen.
Auch für langfristige Aufbewahrung besitzt VM Backup verschiedene Möglichkeiten. Du kannst individuelle Retention Policies definieren und damit bestimmen, wie lange bestimmte Sicherungen erhalten bleiben. Zusätzlich unterstützt die Lösung eine Grandfather Father Son Archivierungsstrategie.
Damit kannst du beispielsweise unterschiedliche Sicherungsstände für Wochen, Monate und Jahre aufbewahren. Statt jede tägliche Sicherung jahrelang zu speichern, kannst du eine abgestufte Historie aufbauen.
Das kann für Unternehmen interessant sein, die bestimmte historische Wiederherstellungspunkte benötigen, aber ihren Speicherbedarf trotzdem kontrollieren möchten. Dabei solltest du natürlich berücksichtigen, welche gesetzlichen und internen Aufbewahrungsanforderungen für deine Daten gelten.
Auch Anwendungen innerhalb deiner virtuellen Maschinen werden berücksichtigt. Für Microsoft Exchange und SQL Server unterstützt VM Backup anwendungskonsistente Sicherungsszenarien. Bei Hyper V können entsprechende Funktionen über Microsoft VSS genutzt werden. Bei VMware stehen VM Backup Tools zur Verfügung, die unter anderem die Transaktionsprotokolle von Exchange und SQL behandeln können. Bei Proxmox spielt der QEMU Guest Agent eine entsprechende Rolle.
Das ist wichtig, weil eine laufende Datenbank nicht einfach mit einer gewöhnlichen Datei gleichgesetzt werden kann. Während eines Backup Vorgangs können Schreiboperationen stattfinden. Eine anwendungskonsistente Sicherung soll dafür sorgen, dass die Anwendung bei einer späteren Wiederherstellung einen konsistenten Zustand vorfindet.
Auch Linux VMs können gesichert werden. VM Backup unterstützt dateikonsistente Sicherungen laufender Linux Maschinen, ohne dass die VM dafür grundsätzlich heruntergefahren werden muss.
Besonders interessant ist inzwischen die plattformübergreifende Wiederherstellung. Seit Version 9.4 unterstützt VM Backup Cross Platform Restore. Dadurch kannst du beispielsweise eine ursprünglich unter VMware betriebene virtuelle Maschine auf Hyper V oder Proxmox wiederherstellen. Auch andere unterstützte Kombinationen zwischen den Virtualisierungsplattformen sind möglich. Die konkrete Unterstützung hängt von Betriebssystem, Hypervisor Version und Lizenz ab.
Diese Funktion kann über die reine Wiederherstellung hinaus interessant sein. Wenn du beispielsweise deine Virtualisierungsplattform wechseln möchtest, kann eine solche plattformübergreifende Recovery Funktion auch bei Migrationsszenarien helfen.
Gerade angesichts veränderter Lizenzmodelle und Infrastrukturstrategien kann die Möglichkeit, virtuelle Maschinen zwischen Hypervisoren zu bewegen, für Unternehmen ein wichtiger Faktor sein. Du bindest deine Sicherungen damit weniger stark an eine einzige Virtualisierungsplattform.
Ein weiterer Vorteil ist die automatische Konfiguration neu erkannter virtueller Maschinen. Wenn in deiner Umgebung regelmäßig neue VMs entstehen, kannst du Regeln definieren, mit denen diese automatisch in deine Sicherungsstrategie aufgenommen werden. Gleichzeitig kannst du bestimmen, welche Systeme davon ausgeschlossen werden sollen.
Das reduziert ein typisches Risiko in virtualisierten Umgebungen. Eine neue virtuelle Maschine wird schnell erstellt, aber anschließend möglicherweise bei der Backup Planung vergessen. Durch automatisierte Regeln kannst du solche Lücken reduzieren.
Für größere Umgebungen und Managed Service Provider ist die zentrale Verwaltung besonders interessant. Du kannst verschiedene Hosts und Backup Aufgaben zentral überwachen. Dadurch eignet sich VM Backup nicht nur für Unternehmen mit eigener IT Infrastruktur, sondern auch für Dienstleister, die virtuelle Systeme für mehrere Kunden verwalten.
Bei der Lizenzierung bietet Hornetsecurity unterschiedliche Modelle. Du kannst zwischen einem monatlichen Abonnement und unbefristeten Lizenzen wählen. Beim monatlichen Modell erfolgt die Abrechnung pro gesicherter VM. Bei den unbefristeten Lizenzen wird dagegen pro Host lizenziert, wobei unterschiedliche Editionen angeboten werden.
Dadurch solltest du vor der Entscheidung genau berechnen, welches Modell besser zu deiner Infrastruktur passt. Wenn du wenige Hosts mit sehr vielen virtuellen Maschinen betreibst, kann eine andere Lizenzstruktur interessant sein als bei vielen Hosts mit jeweils wenigen VMs.
Außerdem unterscheiden sich die Editionen beim Funktionsumfang. Funktionen wie bestimmte Archivierungsoptionen, mehrere externe Sicherungsziele oder erweiterte Wiederherstellungsfunktionen können von der jeweiligen Edition abhängig sein. Deshalb solltest du nicht ausschließlich den Preis vergleichen, sondern prüfen, welche Backup und Recovery Funktionen du tatsächlich benötigst.
Für sehr kleine Umgebungen gibt es außerdem eine kostenlose Edition. Laut Hersteller kannst du damit bis zu zwei virtuelle Maschinen pro Host dauerhaft kostenlos sichern. Dadurch kannst du VM Backup auch in einer kleinen Testumgebung ausprobieren, bevor du eine umfangreichere Lizenz einsetzt.
VM Backup eignet sich damit besonders für dich, wenn du Microsoft Hyper V, VMware oder Proxmox einsetzt und eine zentrale Lösung für Sicherung und Wiederherstellung deiner virtuellen Infrastruktur suchst. Die Stärken liegen vor allem in automatisierten Live Backups, Deduplizierung, unterschiedlichen Speicherzielen, Cloud Sicherungen, unveränderlichen Backups, Replikation und verschiedenen Recovery Möglichkeiten.
Besonders interessant ist die Kombination aus klassischem Backup und schneller Wiederherstellung. Du kannst einzelne Dateien zurückholen, komplette virtuelle Maschinen wiederherstellen, VMs als Klon bereitstellen oder bestimmte Systeme direkt aus einem Backup starten. Zusätzlich kannst du deine Sicherungen testen und über Replikation eine weitere Ebene für die Geschäftskontinuität aufbauen.
Wenn du VM Backup sinnvoll einsetzt, solltest du deshalb nicht nur einen täglichen Sicherungsauftrag konfigurieren und das Thema anschließend abhaken. Eine belastbare Strategie kombiniert lokale Backups, externe Kopien, unveränderliche Sicherungen, passende Aufbewahrungsregeln und regelmäßige Wiederherstellungstests. Genau in dieser Kombination entwickelt VM Backup seine eigentliche Stärke als umfassende Lösung für Backup, Recovery und Ausfallsicherheit in virtualisierten IT Umgebungen.
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Reviews | ⭐⭐⭐⭐⭐
Wenn du dir die Nutzer Erfahrungen zu VM Backup von Hornetsecurity anschaust, ergibt sich insgesamt ein deutlich positives Bild, allerdings mit einigen wiederkehrenden Kritikpunkten. Besonders häufig loben Administratoren die einfache Einrichtung, die übersichtliche Bedienung, die zuverlässigen Sicherungen und die vergleichsweise unkomplizierte Wiederherstellung virtueller Maschinen. Auf aktuellen Bewertungsplattformen erreicht VM Backup sehr gute Bewertungen. Eine Plattform weist für Hornetsecurity Altaro VM Backup aktuell eine Durchschnittsbewertung im Bereich von etwa 8,6 bis 9 von 10 Punkten aus, wobei ein sehr hoher Anteil der Nutzer die Lösung weiterempfehlen würde.
Sehr positiv wird von Nutzern immer wieder die einfache Installation beschrieben. Administratoren berichten, dass sich Hosts und virtuelle Maschinen schnell erkennen und in die Sicherung aufnehmen lassen. Teilweise wird sogar hervorgehoben, dass eine komplette Hyper V Umgebung innerhalb weniger Minuten eingerichtet werden konnte. Für dich bedeutet das, dass du nicht zwangsläufig tagelang an der Grundkonfiguration arbeiten musst, bevor die ersten Sicherungen laufen. Gerade kleinere IT Teams und Managed Service Provider schätzen diesen unkomplizierten Einstieg.
Auch die Benutzeroberfläche bekommt häufig gute Bewertungen. Viele Nutzer empfinden sie als sauber, übersichtlich und intuitiv. Typische Aufgaben wie das Erstellen von Sicherungsplänen, das Hinzufügen virtueller Maschinen oder das Starten einer Wiederherstellung lassen sich nach den Erfahrungsberichten relativ schnell verstehen. Einige Administratoren berichten sogar davon, dass neue Mitarbeiter mit wenig Erfahrung vergleichsweise schnell mit VM Backup arbeiten können.
Gerade im Vergleich mit sehr umfangreichen Enterprise Backup Lösungen wird diese Einfachheit häufig als Vorteil genannt. Wenn du beispielsweise keine riesige Backup Infrastruktur betreibst und deine Hyper V, VMware oder Proxmox Umgebung möglichst direkt absichern möchtest, kann dir der reduzierte administrative Aufwand entgegenkommen. Nutzer beschreiben VM Backup häufig als Lösung, die sich auf ihre Kernaufgabe konzentriert und dabei nicht unnötig kompliziert wirkt.
Die Zuverlässigkeit der Sicherungen wird ebenfalls überwiegend positiv bewertet. Administratoren berichten von stabil laufenden Backup Jobs und davon, dass Wiederherstellungstests erfolgreich durchgeführt werden konnten. Ein Nutzer beschreibt beispielsweise, dass seine Restore Tests nie fehlgeschlagen seien, auch wenn gelegentlich einzelne Backup Jobs Probleme verursacht hätten. Solche Erfahrungen sind besonders relevant, weil die eigentliche Qualität einer Backup Lösung nicht allein daran gemessen werden sollte, ob Sicherungen erfolgreich angezeigt werden, sondern ob sich die Daten anschließend tatsächlich wiederherstellen lassen.
Auch aktuelle professionelle Nutzerbewertungen heben die Konsistenz der Sicherungen positiv hervor. Besonders Komprimierung und Deduplizierung werden als wirksam beschrieben. Wenn du zahlreiche virtuelle Maschinen mit ähnlichen Betriebssystemen betreibst, kann genau dieser Bereich relevant sein, weil sich damit der benötigte Speicherplatz reduzieren lässt.
Die Wiederherstellung wird von vielen Anwendern ebenfalls positiv bewertet. Besonders granulare Restore Möglichkeiten gelten als praktisch. Du kannst beispielsweise einzelne Daten zurückholen, ohne zwangsläufig eine komplette virtuelle Maschine wiederherstellen zu müssen. Nutzer beschreiben diese Funktion teilweise als einen der wichtigsten Bereiche der Software.
Auch Testwiederherstellungen werden häufig als einfach beschrieben. Für dich ist das ein wichtiger Vorteil, weil du deine Sicherungen regelmäßig überprüfen solltest. Wenn solche Tests kompliziert oder zeitaufwendig sind, werden sie in der Praxis schnell vernachlässigt. Bei VM Backup berichten Nutzer dagegen davon, dass Test Restores unkompliziert durchgeführt werden können.
Positiv fällt außerdem das Benachrichtigungssystem auf. Administratoren schätzen, dass sie informiert werden, wenn Backup Jobs fehlschlagen. Dadurch musst du nicht jeden Tag sämtliche Sicherungen manuell kontrollieren. Gerade wenn du viele virtuelle Maschinen verwaltest, kann diese automatische Überwachung den täglichen Aufwand deutlich reduzieren.
Der Support gehört ebenfalls zu den häufig genannten Stärken. In zahlreichen Erfahrungsberichten wird der technische Support als kompetent und schnell beschrieben. Besonders interessant ist, dass selbst Nutzer, die gelegentlich Probleme mit Sicherungsjobs hatten, berichten, dass diese gemeinsam mit dem Support schnell gelöst werden konnten.
Auch in älteren und neueren Community Diskussionen taucht dieses Muster immer wieder auf. Nutzer beschreiben das eigentliche Produkt als solide und den Support als einen wichtigen Grund, bei VM Backup zu bleiben. Das ist bei einer Backup Lösung besonders relevant, weil Probleme häufig genau dann auftreten, wenn du möglichst schnell eine Lösung benötigst.
Bei der Preisgestaltung fallen die Erfahrungen ebenfalls überwiegend positiv aus, allerdings nicht mehr ganz so eindeutig wie früher. Einige Nutzer sehen VM Backup als vergleichsweise preiswerte Alternative zu umfangreicheren Enterprise Lösungen. Besonders in älteren Erfahrungen wird das Verhältnis zwischen Funktionsumfang und Kosten ausdrücklich gelobt.
Andere aktuelle Nutzer empfinden die Lizenzierung dagegen als weniger attraktiv und berichten davon, dass Wettbewerber teilweise günstigere Angebote besitzen. Gerade wenn du eine größere Anzahl virtueller Maschinen absichern möchtest, solltest du deshalb genau berechnen, welches Lizenzmodell für deine Infrastruktur wirtschaftlich sinnvoll ist.
Ein wiederkehrender Kritikpunkt betrifft die Geschwindigkeit bei großen virtuellen Maschinen. Einige Administratoren wünschen sich schnellere Sicherungsvorgänge, insbesondere bei sehr großen Datenbeständen. Wenn du mehrere Terabyte große virtuelle Maschinen betreibst, solltest du deshalb während einer Testphase nicht nur kleine Systeme sichern, sondern bewusst deine größten produktiven VMs einbeziehen.
Dabei solltest du sowohl Backup als auch Restore testen. Eine schnelle Sicherung allein hilft dir wenig, wenn eine vollständige Wiederherstellung später deutlich länger dauert als dein Unternehmen akzeptieren kann. Gerade bei großen VMs solltest du deshalb dein tatsächliches Recovery Time Objective anhand eigener Tests bestimmen.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft gelegentlich fehlschlagende Sicherungsjobs. In Community Diskussionen berichten einige Nutzer davon, dass Backups zeitweise nicht durchliefen oder nach Updates beziehungsweise Veränderungen innerhalb der Infrastruktur Probleme auftraten. Meist wird gleichzeitig erwähnt, dass der Support bei der Lösung hilfreich war.
Es gibt allerdings auch deutlich kritischere Stimmen. Einzelne Administratoren berichten, dass sie über einen längeren Zeitraum häufiger Probleme mit Backup Jobs bei verschiedenen Kunden beobachtet hätten. Solche Erfahrungen stehen zwar zahlreichen positiven Bewertungen gegenüber, zeigen aber, dass du die Stabilität in deiner eigenen Umgebung unbedingt testen solltest.
Gerade bei Backup Software können Unterschiede in Hardware, Storage, Netzwerk und Hypervisor erheblichen Einfluss auf die Zuverlässigkeit haben. Eine Lösung, die in einer klassischen Hyper V Umgebung problemlos funktioniert, kann in einer komplexen Infrastruktur andere Herausforderungen zeigen. Deshalb solltest du Nutzer Erfahrungen immer als Orientierung und nicht als Garantie für deine eigene Umgebung betrachten.
Auch beim Funktionsumfang gibt es unterschiedliche Einschätzungen. Viele Nutzer sind mit den vorhandenen Funktionen sehr zufrieden und beschreiben VM Backup als Lösung, die praktisch alles bietet, was sie für eine normale virtuelle Backup Umgebung benötigen.
Andere Administratoren sehen im direkten Vergleich mit großen Enterprise Lösungen wie Veeam Einschränkungen. Dabei wird weniger die grundlegende Backup Qualität kritisiert, sondern eher die Tiefe bestimmter Funktionen und die Eignung für sehr komplexe Unternehmensumgebungen. Einige Nutzer beschreiben Veeam beispielsweise als umfangreicher bei Enterprise Szenarien.
Für dich bedeutet das, dass die Größe und Komplexität deiner Infrastruktur eine wichtige Rolle spielt. Wenn du einige Hyper V, VMware oder Proxmox Hosts mit einer überschaubaren Zahl virtueller Maschinen betreibst, kann die Einfachheit von VM Backup ein großer Vorteil sein. In sehr komplexen Rechenzentren solltest du dagegen genauer prüfen, ob alle benötigten Funktionen vorhanden sind.
Ein früher häufig genannter Kritikpunkt war außerdem die starke Konzentration auf virtuelle Systeme. Nutzer, die neben virtuellen Maschinen auch physische Server und Workstations mit derselben Lösung sichern wollten, empfanden diesen Fokus teilweise als Einschränkung.
Wenn deine Infrastruktur nahezu vollständig virtualisiert ist, fällt dieser Punkt dagegen kaum ins Gewicht. Einige Nutzer beschreiben VM Backup gerade in reinen virtuellen Umgebungen als besonders überzeugend. Für gemischte Infrastrukturen kann dagegen eine zusätzliche Backup Lösung notwendig werden.
Auch die Benutzeroberfläche wird nicht ausschließlich positiv bewertet. Während viele Nutzer sie sehr intuitiv finden, berichten andere, dass bestimmte Funktionen an Stellen liegen, an denen sie sie nicht unmittelbar erwarten würden. Gerade bei komplexeren Aufgaben kann deshalb etwas Einarbeitung notwendig sein.
Diese Kritik betrifft allerdings eher fortgeschrittene Funktionen als den grundlegenden Einstieg. Die meisten Erfahrungsberichte beschreiben Installation und erste Sicherungen als ausgesprochen unkompliziert. Erst bei speziellen Konfigurationen oder größeren Umgebungen steigt der Einarbeitungsbedarf.
Ein weiterer Pluspunkt ist nach Nutzermeinung die gute Dokumentation beziehungsweise das vorhandene Schulungsangebot. Administratoren heben Trainingsmaterialien positiv hervor und berichten davon, dass diese bei Einrichtung und Konfiguration hilfreich sind.
Gerade wenn mehrere Mitarbeiter deine Backup Umgebung betreuen sollen, kann das wichtig sein. Du bist dann weniger von einer einzelnen Person abhängig, die sämtliche Einstellungen kennt. Neue Administratoren können sich strukturiert in die Lösung einarbeiten.
Auch Managed Service Provider äußern sich häufig positiv über VM Backup. Die Kombination aus zentraler Verwaltung, einfacher Einrichtung und vergleichsweise übersichtlicher Lizenzierung macht die Lösung für IT Dienstleister interessant, die zahlreiche virtuelle Kundenumgebungen betreuen. In Community Diskussionen wird Hornetsecurity insbesondere für Hyper V Backups regelmäßig positiv erwähnt.
Wenn du die Nutzer Erfahrungen insgesamt zusammenfasst, gehört die Benutzerfreundlichkeit klar zu den größten Stärken von VM Backup. Viele Administratoren beschreiben die Software als schnell eingerichtet, übersichtlich und zuverlässig. Backup Jobs lassen sich vergleichsweise unkompliziert konfigurieren und auch Wiederherstellungen sind nach den Erfahrungen vieler Nutzer gut beherrschbar.
Hinzu kommen positive Erfahrungen mit Deduplizierung, Komprimierung, Benachrichtigungen und Support. Gerade für kleine und mittelgroße virtualisierte Umgebungen ergibt sich daraus eine interessante Kombination aus Funktionsumfang und überschaubarem Verwaltungsaufwand.
Die kritischeren Erfahrungen konzentrieren sich vor allem auf gelegentlich fehlschlagende Backup Jobs, die Geschwindigkeit bei großen virtuellen Maschinen, einzelne Einschränkungen gegenüber großen Enterprise Plattformen und teilweise die Lizenzkosten.
Wenn du VM Backup selbst beurteilen möchtest, solltest du deshalb während einer Testphase nicht nur prüfen, wie schnell du die erste Sicherung eingerichtet bekommst. Sichere bewusst deine größten virtuellen Maschinen, führe mehrere Wiederherstellungen durch und teste auch ein vollständiges Ausfallszenario. Besonders wichtig ist, dass du überprüfst, wie schnell eine geschäftskritische VM tatsächlich wieder verfügbar wäre.
Nach den ausgewerteten Nutzer Erfahrungen ist VM Backup besonders dann interessant, wenn du eine unkomplizierte und zuverlässige Lösung für Hyper V, VMware oder Proxmox suchst und keine unnötig komplexe Enterprise Backup Plattform betreiben möchtest. Die Software wird von vielen Administratoren gerade deshalb geschätzt, weil Backup und Recovery vergleichsweise einfach bleiben. Bei sehr großen oder komplexen Infrastrukturen solltest du dagegen genauer vergleichen, ob Geschwindigkeit, Funktionsumfang und Lizenzmodell deinen Anforderungen entsprechen.
Vorteile [+]
Einfache Einrichtung
Du kannst VM Backup vergleichsweise schnell installieren und deine virtuelle Umgebung einbinden. Gerade bei Hyper V, VMware und Proxmox profitierst du davon, dass sich virtuelle Maschinen zentral erkennen und in deine Sicherungsstrategie aufnehmen lassen.
Flexible Wiederherstellung
Du kannst nicht nur komplette virtuelle Maschinen zurückholen, sondern je nach Szenario auch einzelne Dateien, Ordner oder bestimmte Anwendungsdaten wiederherstellen. Dadurch musst du nicht bei jedem Problem eine vollständige VM zurückspielen.
Gute Speicheroptimierung
Du profitierst von Deduplizierung und Komprimierung, wodurch sich der benötigte Speicherplatz reduzieren kann. Besonders bei vielen ähnlich aufgebauten virtuellen Maschinen kann das deine Backup Infrastruktur effizienter machen.
Viele Sicherungsziele
Du kannst lokale Speicher, NAS Systeme und verschiedene Cloud Speicher verwenden. Dadurch kannst du eine mehrstufige Backup Strategie mit lokalen und externen Sicherungskopien aufbauen.
Starke Funktionen für Ausfallsicherheit
Mit Funktionen wie Replikation, Instant Boot und unveränderlichen Backups kannst du deine virtuelle Infrastruktur nicht nur sichern, sondern auch besser auf größere Ausfälle oder Ransomware Vorfälle vorbereiten.
Nachteile [-]
Fokus auf virtuelle Umgebungen
Wenn du neben virtuellen Maschinen viele klassische physische Server oder Arbeitsplatzrechner sichern möchtest, benötigst du möglicherweise zusätzliche Lösungen. Die größte Stärke von VM Backup liegt klar bei virtualisierten Systemen.
Geschwindigkeit bei großen VMs
Bei sehr großen virtuellen Maschinen können Sicherungen und vollständige Wiederherstellungen viel Zeit benötigen. Du solltest deshalb deine größten Systeme unbedingt testen und prüfen, ob die erreichbaren Recovery Zeiten zu deinen Anforderungen passen.
Funktionsumfang abhängig von der Edition
Nicht jede Funktion steht dir in jeder Lizenzvariante zur Verfügung. Du musst deshalb genau prüfen, welche Edition du benötigst, wenn du beispielsweise erweiterte Recovery Funktionen, mehrere Sicherungsziele oder zusätzliche Archivierungsmöglichkeiten einsetzen möchtest.
Lizenzkosten können steigen
Wenn du viele Hosts oder virtuelle Maschinen betreibst, können die Kosten entsprechend wachsen. Du solltest deshalb genau vergleichen, ob das Modell pro VM oder eine andere Lizenzierungsvariante für deine Infrastruktur wirtschaftlicher ist.
Komplexere Anforderungen brauchen Einarbeitung
Die grundlegende Bedienung ist vergleichsweise einfach, bei umfangreichen Backup Strategien mit Replikation, Cloud Speicher, unveränderlichen Sicherungen und mehreren Wiederherstellungsszenarien musst du dich jedoch intensiver mit den Einstellungen beschäftigen.
Funktionen & Bereiche [!]
VM Backup und Sicherungsplanung
Der Tool Teil VM Backup und Sicherungsplanung von VM Backup bildet die Grundlage dafür, deine virtuellen Maschinen regelmäßig, automatisiert und möglichst ohne Unterbrechung des laufenden Betriebs zu sichern. Die Lösung von Hornetsecurity ist dabei speziell auf virtualisierte Infrastrukturen ausgerichtet und unterstützt Microsoft Hyper V, VMware und Proxmox. Für dich bedeutet das, dass du deine Sicherungsstrategie direkt auf Ebene der virtuellen Maschinen aufbauen kannst und nicht jede VM wie einen separaten physischen Rechner behandeln musst. Besonders praktisch ist die zentrale Verwaltung, denn mehrere Hosts und die darauf betriebenen virtuellen Maschinen lassen sich innerhalb einer gemeinsamen Umgebung organisieren.
Eine der wichtigsten Eigenschaften sind die sogenannten Hot beziehungsweise Live Backups. Du kannst eine virtuelle Maschine sichern, während sie weiterhin ausgeführt wird. Ein produktiver Server muss also nicht jedes Mal heruntergefahren werden, nur damit VM Backup eine Sicherung erstellen kann. Das ist insbesondere bei Servern wichtig, die rund um die Uhr verfügbar sein sollen. Ein Dateiserver, eine Geschäftsanwendung oder ein anderer wichtiger Dienst kann während des Sicherungsvorgangs grundsätzlich weiterlaufen.
Dadurch kannst du deine Backup Strategie wesentlich besser in den normalen IT Betrieb integrieren. Früher mussten umfangreiche Sicherungen häufig in feste Wartungsfenster gelegt werden, weil Anwendungen oder komplette Server währenddessen nicht verfügbar waren. Bei virtuellen Maschinen lassen sich Sicherungen heute deutlich stärker automatisieren und in den laufenden Betrieb integrieren.
Die eigentliche Sicherungsplanung erfolgt über definierte Zeitpläne. In VM Backup kannst du sogenannte Schedule Groups erstellen und virtuelle Maschinen diesen Zeitplänen zuordnen. Eine einzelne VM kann dabei mehreren Zeitplänen angehören und ein Zeitplan wiederum mehrere virtuelle Maschinen enthalten. Dadurch kannst du deine Infrastruktur sehr flexibel strukturieren.
Du könntest beispielsweise einen Zeitplan für besonders wichtige Produktivsysteme erstellen und einen weiteren für weniger kritische virtuelle Maschinen. Dadurch musst du nicht sämtliche Server nach dem gleichen Schema sichern.
Bei den normalen Zeitplänen kannst du unter anderem zwischen wöchentlichen und monatlichen Wiederholungsmustern wählen und festlegen, an welchen Tagen und zu welcher Uhrzeit die Sicherung starten soll. Die zu sichernden virtuellen Maschinen ordnest du anschließend den entsprechenden Zeitplänen zu.
Das ist beispielsweise sinnvoll, wenn du unterschiedliche Anforderungen innerhalb deiner Infrastruktur besitzt. Ein interner Testserver muss möglicherweise nur einmal täglich gesichert werden. Ein wichtiger Anwendungsserver kann dagegen deutlich häufigere Wiederherstellungspunkte benötigen.
Bei der Festlegung deiner Sicherungsintervalle solltest du deshalb immer berücksichtigen, wie viel Datenverlust für die jeweilige virtuelle Maschine akzeptabel wäre. Genau hier kommt das Recovery Point Objective ins Spiel.
Das Recovery Point Objective beschreibt vereinfacht den maximal akzeptablen Zeitraum zwischen dem letzten verfügbaren Sicherungsstand und einem Ausfall. Wenn du eine VM beispielsweise nur einmal täglich sicherst, können im ungünstigsten Fall fast 24 Stunden an Veränderungen fehlen.
Bei einem wenig genutzten internen Server kann das möglicherweise akzeptabel sein. Bei einem produktiven System mit vielen täglichen Transaktionen wäre ein solcher Datenverlust dagegen problematisch.
Für besonders wichtige virtuelle Maschinen bietet VM Backup deshalb Continuous Data Protection. Damit kannst du deutlich häufigere Sicherungen durchführen als mit einem klassischen täglichen Sicherungsplan. Die maximale Frequenz liegt standardmäßig bei einer Sicherung alle 15 Minuten und kann auf bis zu eine Sicherung alle fünf Minuten erhöht werden. Diese Funktion steht allerdings nur bei bestimmten Lizenzvarianten zur Verfügung.
Damit kannst du dein Recovery Point Objective theoretisch auf wenige Minuten reduzieren. Wenn beispielsweise alle fünf Minuten ein neuer Sicherungsstand erstellt werden kann, verlierst du bei einem Ausfall im günstigsten Szenario nur einen sehr kleinen Zeitraum an Veränderungen.
Allerdings bedeutet eine eingestellte Frequenz von fünf Minuten nicht automatisch, dass jede virtuelle Maschine unter allen Bedingungen exakt alle fünf Minuten gesichert wird. VM Backup startet die nächste Sicherung einer VM erst, wenn der vorherige Sicherungsvorgang abgeschlossen wurde. Die tatsächlich erreichbare Frequenz hängt deshalb von der Leistungsfähigkeit deiner Hosts, deinem Sicherungsspeicher und der Menge der veränderten Daten ab.
Wenn eine virtuelle Maschine beispielsweise sehr große Datenmengen verändert und eine Sicherung acht Minuten benötigt, kann VM Backup nicht gleichzeitig alle fünf Minuten einen vollständig neuen Sicherungsvorgang derselben VM abschließen.
Deshalb solltest du Continuous Data Protection gezielt einsetzen. Nicht jede virtuelle Maschine benötigt Sicherungen im Abstand weniger Minuten. Je häufiger du sicherst, desto stärker werden deine Hypervisoren, dein Netzwerk und dein Backup Speicher belastet.
Hornetsecurity empfiehlt deshalb, besonders hohe Frequenzen vor allem für virtuelle Maschinen einzusetzen, bei denen ein sehr kleines Recovery Point Objective tatsächlich notwendig ist.
Du könntest deine Infrastruktur beispielsweise in unterschiedliche Schutzklassen einteilen. Geschäftskritische virtuelle Maschinen erhalten sehr kurze Sicherungsintervalle. Normale Produktivsysteme werden in größeren Abständen gesichert und weniger wichtige Testsysteme bekommen einen deutlich einfacheren Sicherungsplan.
Damit vermeidest du, dass deine komplette Infrastruktur unnötig durch extrem häufige Backups belastet wird.
Bei Continuous Data Protection solltest du außerdem zwischen normalen Sicherungspunkten und anwendungskonsistenten Sicherungen unterscheiden. Das wird besonders wichtig, wenn innerhalb deiner virtuellen Maschine Datenbanken oder andere transaktionsorientierte Anwendungen betrieben werden.
VM Backup ermöglicht dir, für Continuous Data Protection zusätzlich festzulegen, wie häufig ein anwendungskonsistentes Backup erstellt werden soll. Standardmäßig wird bei einer sehr hohen Sicherungsfrequenz nicht jeder Sicherungspunkt vollständig anwendungskonsistent erstellt. Der Standard für entsprechende Sicherungen liegt bei einmal pro Stunde.
Das ist beispielsweise bei Microsoft SQL Server oder Exchange relevant. Eine Datenbank verändert möglicherweise ständig Informationen. Eine einfache Momentaufnahme des Dateisystems garantiert nicht automatisch, dass sämtliche Transaktionen innerhalb der Datenbank in einem konsistenten Zustand vorliegen.
Anwendungskonsistente Sicherungen sollen deshalb dafür sorgen, dass Anwendungen bei einer späteren Wiederherstellung einen konsistenten Datenstand vorfinden. VM Backup berücksichtigt solche Anforderungen bei entsprechenden Konfigurationen.
Du solltest deshalb nicht einfach für jede VM die maximale Sicherungsfrequenz einstellen. Entscheidend ist vielmehr, welche Anwendung innerhalb der virtuellen Maschine läuft und welche Recovery Anforderungen dafür gelten.
Bei einem einfachen Webserver können andere Einstellungen sinnvoll sein als bei einer großen SQL Datenbank. Ein Domain Controller stellt wiederum andere Anforderungen als ein Testsystem.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Sicherungsplanung ist Concurrency. VM Backup kann mehrere virtuelle Maschinen gleichzeitig sichern. Dadurch müssen deine Backup Jobs nicht zwangsläufig vollständig nacheinander abgearbeitet werden.
Das kann dein verfügbares Backup Fenster erheblich verkürzen. Stell dir beispielsweise vor, du betreibst zwanzig virtuelle Maschinen und jede Sicherung würde zwanzig Minuten dauern. Würden sämtliche VMs ausschließlich nacheinander verarbeitet, könnte der komplette Vorgang viele Stunden benötigen.
Durch parallele Sicherungen kannst du vorhandene Ressourcen besser ausnutzen. Allerdings solltest du auch hier deine Infrastruktur berücksichtigen. Mehr parallele Sicherungen bedeuten gleichzeitig mehr Belastung für Storage, Netzwerk und Hosts.
Eine sehr hohe Parallelisierung ist deshalb nicht automatisch besser. Wenn dein Backup Repository oder dein Netzwerk zum Flaschenhals wird, können zu viele gleichzeitig laufende Sicherungen die Gesamtleistung sogar verschlechtern.
Du solltest deshalb während der Einrichtung beobachten, wie sich unterschiedliche Einstellungen auf deine Umgebung auswirken. Besonders bei größeren Installationen lohnt es sich, Backup Fenster und Ressourcenverbrauch praktisch zu messen.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Deduplizierung. VM Backup verwendet eine erweiterte Inline Deduplizierung, die über die verschiedenen Backup Aufgaben hinweg arbeitet. Dadurch müssen identische Datenblöcke nicht unnötig mehrfach im Backup Repository gespeichert werden.
Gerade bei virtuellen Infrastrukturen kann das erhebliche Vorteile bringen. Wenn du beispielsweise zwanzig Windows Server betreibst, befinden sich auf diesen Maschinen zahlreiche identische Betriebssystemdateien.
Ohne Deduplizierung könnten dieselben Daten immer wieder in deinen Sicherungen gespeichert werden. VM Backup versucht solche Redundanzen zu erkennen und den benötigten Speicherplatz dadurch zu reduzieren.
Je ähnlicher deine virtuellen Maschinen aufgebaut sind, desto größer kann das Einsparpotenzial sein. Bei vollständig unterschiedlichen Datenbeständen fällt der Effekt entsprechend geringer aus.
Die Deduplizierung kann dir dabei helfen, längere Sicherungshistorien aufzubewahren, ohne dass dein Speicherbedarf genauso schnell wächst wie die theoretische Gesamtgröße deiner virtuellen Maschinen.
Das führt unmittelbar zum nächsten wichtigen Bestandteil der Sicherungsplanung, den Aufbewahrungsregeln. VM Backup ermöglicht dir, individuelle Retention Policies zu definieren. Damit legst du fest, wie lange bestimmte Sicherungsstände erhalten bleiben sollen.
Das ist notwendig, weil dein Backup Speicher ansonsten kontinuierlich wachsen würde. Wenn du beispielsweise täglich mehrere virtuelle Maschinen sicherst und niemals ältere Wiederherstellungspunkte entfernst, benötigst du irgendwann enorme Speicherkapazitäten.
Du solltest deshalb festlegen, wie weit deine Sicherungshistorie zurückreichen muss. Für manche Systeme reichen möglicherweise einige Wochen. Bei anderen Servern möchtest du auf Datenstände von mehreren Monaten zurückgreifen können.
Dabei solltest du bedenken, dass ein Fehler nicht immer sofort erkannt wird. Vielleicht wurde eine wichtige Datei bereits vor sechs Wochen beschädigt und du bemerkst das Problem erst heute.
Wenn deine Backup Historie nur vier Wochen zurückreicht, besitzt du möglicherweise keinen funktionierenden Sicherungsstand mehr. Eine längere Aufbewahrung kann deshalb gerade bei wichtigen Systemen sinnvoll sein.
Für eine strukturierte Langzeitarchivierung unterstützt VM Backup außerdem das Grandfather Father Son Prinzip. Damit kannst du Sicherungsstände hierarchisch über Wochen, Monate und Jahre organisieren.
Die Grundidee besteht darin, nicht jeden täglichen Sicherungspunkt dauerhaft aufzubewahren. Stattdessen behältst du beispielsweise bestimmte wöchentliche, monatliche und jährliche Stände länger.
Dadurch bekommst du eine langfristige Historie, ohne jeden einzelnen täglichen Wiederherstellungspunkt über Jahre speichern zu müssen.
Für Unternehmen kann das besonders interessant sein, wenn ältere Datenstände aus organisatorischen oder regulatorischen Gründen benötigt werden. Dabei solltest du deine Aufbewahrungsstrategie allerdings immer mit deinen tatsächlichen Compliance Anforderungen abstimmen.
Backup und Archivierung sind nämlich nicht automatisch dasselbe. Eine langfristig aufbewahrte Sicherung kann zwar bestimmte Anforderungen unterstützen, ersetzt aber nicht zwangsläufig ein spezialisiertes revisionssicheres Archiv.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil deiner Sicherungsplanung ist die Wahl des Backup Speicherorts. Eine VM kann jeweils einem Backup Ziel zugewiesen werden. Unterschiedliche virtuelle Maschinen können jedoch verschiedene Speicherziele verwenden.
Dadurch kannst du beispielsweise besonders wichtige Systeme auf einem leistungsfähigen Speicher sichern und weniger kritische VMs auf einem anderen Repository ablegen.
VM Backup unterstützt unterschiedliche lokale und externe Sicherungsziele. Dazu gehören beispielsweise externe Laufwerke, Netzwerkfreigaben, NAS Systeme und weitere Speicherlösungen. Zusätzlich kannst du externe Sicherungskopien und verschiedene Cloud Speicher in deine Strategie einbeziehen.
Für dich eröffnet das die Möglichkeit, mehrere Sicherungsebenen aufzubauen. Eine lokale Kopie kann für schnelle Wiederherstellungen verwendet werden, während eine zusätzliche externe Sicherung gegen größere Standortausfälle schützt.
Das ist wesentlich robuster als eine Strategie, bei der sämtliche Backups ausschließlich im gleichen Storage System wie deine produktiven virtuellen Maschinen liegen.
Wenn dein komplettes Storage System technisch ausfällt, möchtest du schließlich nicht gleichzeitig deine produktiven VMs und sämtliche Sicherungen verlieren.
Noch kritischer wird dieser Punkt bei Cyberangriffen. Moderne Ransomware Angriffe richten sich teilweise gezielt gegen Backup Systeme. Angreifer versuchen vorhandene Sicherungen zu löschen oder zu verschlüsseln, bevor sie die produktiven Daten angreifen.
Deshalb solltest du bei deiner Sicherungsplanung mindestens eine zusätzliche Kopie berücksichtigen, die möglichst stark vom produktiven Netzwerk getrennt beziehungsweise gegen Veränderungen geschützt ist.
VM Backup unterstützt dafür auch unveränderliche Cloud Sicherungen. Diese können für einen festgelegten Zeitraum gegen Veränderungen und Löschen geschützt werden. Dadurch kannst du eine zusätzliche Sicherheitsebene innerhalb deiner Backup Strategie aufbauen.
Auch Verschlüsselung spielt bei der Sicherungsplanung eine Rolle. VM Backup unterstützt AES Verschlüsselung, wodurch du deine gespeicherten Sicherungsdaten gegen unbefugten Zugriff schützen kannst.
Das ist besonders wichtig, wenn deine Backup Daten außerhalb deines eigenen Standorts gespeichert werden. Eine Sicherung enthält möglicherweise vollständige Server, Datenbanken, Benutzerinformationen und andere vertrauliche Daten.
Du solltest deshalb nicht nur überlegen, wie zuverlässig deine Backups gespeichert werden, sondern auch, wer auf diese Daten zugreifen könnte.
Eine interessante Funktion für dynamische virtuelle Umgebungen ist die automatische Konfiguration neu entdeckter VMs. Seit Version 9.6 kann VM Backup neue virtuelle Maschinen automatisch anhand vordefinierter Regeln schützen. Du kannst unter anderem Backup Ziel, Zeitplan und Aufbewahrungsregeln automatisch zuweisen. Diese Funktion steht bei Unlimited Plus und Subscription Lizenzen zur Verfügung.
Das kann in größeren Infrastrukturen ein erheblicher Vorteil sein. Stell dir vor, dein Unternehmen erstellt regelmäßig neue virtuelle Maschinen. Ohne Automatisierung müsste ein Administrator jedes neue System manuell in die Backup Konfiguration aufnehmen.
Genau dabei entsteht ein typisches Risiko. Eine neue VM wird eingerichtet, produktiv verwendet und anschließend wird vergessen, sie in den Sicherungsplan aufzunehmen.
Mit der automatischen Konfiguration kannst du dieses Risiko reduzieren. Neu erkannte VMs erhalten automatisch die von dir festgelegten Backup Einstellungen.
Gleichzeitig kannst du Ausnahmen definieren. Beispielsweise kannst du virtuelle Maschinen mit bestimmten Namen ausschließen oder Systeme ausnehmen, die im Rahmen von Wiederherstellungstests erstellt wurden.
Dadurch kannst du verhindern, dass temporäre Testmaschinen unnötig gesichert werden und zusätzlichen Speicherplatz verbrauchen.
Auch manuelle Sicherungen bleiben trotz der Automatisierung möglich. Du kannst bestimmte virtuelle Maschinen auswählen und unmittelbar ein Backup starten. Der Fortschritt lässt sich anschließend über das Dashboard verfolgen.
Das ist beispielsweise vor größeren Änderungen sinnvoll. Wenn du ein umfangreiches Update auf einem wichtigen Server installieren möchtest, kannst du vorher bewusst eine zusätzliche Sicherung erstellen.
Das Gleiche gilt vor größeren Konfigurationsänderungen, Migrationen oder Softwareinstallationen. Du musst nicht warten, bis der nächste reguläre Zeitplan ausgeführt wird.
Dadurch kannst du deine automatisierte Backup Strategie durch gezielte manuelle Sicherungspunkte ergänzen.
Besonders wichtig ist außerdem die Überwachung deiner Sicherungsaufgaben. Eine automatische Sicherung ist nur dann wertvoll, wenn sie tatsächlich erfolgreich durchgeführt wurde.
Du solltest deshalb regelmäßig kontrollieren, welche virtuellen Maschinen erfolgreich gesichert wurden und bei welchen Systemen Fehler aufgetreten sind. VM Backup stellt dafür zentrale Verwaltungs und Überwachungsmöglichkeiten bereit.
Auch der Backup Health Monitor spielt in diesem Zusammenhang eine Rolle. Dieser kann die Integrität von Backup Daten überprüfen und parallel zu laufenden Sicherungs und Wiederherstellungsprozessen arbeiten. Dadurch sollen Probleme innerhalb des Backup Repository frühzeitig erkannt werden.
Für dich ist das besonders wichtig, weil ein erfolgreicher Backup Job allein noch keine vollständige Sicherheit garantiert. Entscheidend ist letztlich, ob die gespeicherten Daten im Ernstfall tatsächlich wiederhergestellt werden können.
Deshalb sollte zu deiner Sicherungsplanung immer auch eine Recovery Planung gehören. Du solltest für jede wichtige virtuelle Maschine wissen, wie aktuell die letzte Sicherung sein muss und wie schnell das System nach einem Ausfall wieder verfügbar sein soll.
Dabei greifen Recovery Point Objective und Recovery Time Objective ineinander. Das Recovery Point Objective bestimmt, wie viel Datenverlust akzeptabel ist. Das Recovery Time Objective beschreibt dagegen, wie lange die Wiederherstellung maximal dauern darf.
VM Backup bietet dir mit häufigen Sicherungen, Continuous Data Protection, Replikation und verschiedenen Recovery Funktionen mehrere Möglichkeiten, diese Werte zu beeinflussen.
Für einen weniger wichtigen Server kann beispielsweise ein tägliches Backup mit einer längeren Wiederherstellungszeit ausreichen. Für ein geschäftskritisches System benötigst du möglicherweise Continuous Data Protection und zusätzliche Replikation.
Genau deshalb solltest du nicht sämtliche virtuellen Maschinen identisch behandeln. Eine gute Sicherungsplanung orientiert sich am geschäftlichen Wert des jeweiligen Systems.
Du kannst deine VMs beispielsweise nach Kritikalität gruppieren und dafür unterschiedliche Sicherungsintervalle, Aufbewahrungszeiten und Speicherziele definieren. Damit investierst du deine Backup Ressourcen dort, wo sie tatsächlich benötigt werden.
Der Tool Teil VM Backup und Sicherungsplanung bietet dir dafür eine umfangreiche Grundlage. Du kannst laufende virtuelle Maschinen ohne reguläre Abschaltung sichern, individuelle Zeitpläne erstellen, mehrere VMs gleichzeitig verarbeiten, besonders wichtige Systeme über Continuous Data Protection häufiger sichern und mit Aufbewahrungsregeln bestimmen, wie lange Wiederherstellungspunkte erhalten bleiben.
Deduplizierung hilft dir dabei, den Speicherbedarf zu reduzieren, während verschiedene lokale und externe Speicherziele eine mehrstufige Sicherungsstrategie ermöglichen. Die automatische Konfiguration neu erkannter VMs kann zusätzlich verhindern, dass neue Systeme versehentlich ohne Backup bleiben.
Damit ist dieser Bereich weit mehr als ein einfacher Zeitplaner. Du kannst eine vollständige Backup Strategie aufbauen, bei der Sicherungshäufigkeit, Kritikalität der virtuellen Maschinen, Speicherverbrauch, Aufbewahrungsdauer und Wiederherstellungsziele aufeinander abgestimmt werden. Gerade wenn deine virtuelle Infrastruktur wächst, wird diese strukturierte Planung entscheidend, weil du dadurch nicht jede neue VM manuell überwachen musst und gleichzeitig sicherstellen kannst, dass besonders wichtige Systeme wesentlich enger abgesichert werden als weniger kritische Server.
Wiederherstellung und Instant Boot
Der Tool Teil Wiederherstellung und Instant Boot von VM Backup gehört zu den wichtigsten Bereichen der Lösung von Hornetsecurity, weil sich hier zeigt, welchen praktischen Wert deine zuvor erstellten Sicherungen tatsächlich besitzen. Ein erfolgreich abgeschlossenes Backup ist schließlich nur die erste Hälfte einer zuverlässigen Datensicherung. Entscheidend ist, ob du nach einem Ausfall schnell wieder auf deine virtuellen Maschinen und Daten zugreifen kannst. VM Backup stellt dir dafür unterschiedliche Wiederherstellungsverfahren zur Verfügung, die von einzelnen Dateien über virtuelle Festplatten bis zur vollständigen virtuellen Maschine reichen. Mit Instant Boot kommt zusätzlich eine Funktion hinzu, mit der du eine gesicherte virtuelle Maschine direkt aus dem Backup heraus starten kannst. Dadurch kannst du die Ausfallzeit eines wichtigen Systems deutlich verkürzen.
Bei der Wiederherstellung solltest du zunächst unterscheiden, welches Problem tatsächlich vorliegt. Wenn ein Mitarbeiter lediglich eine einzelne Datei gelöscht hat, wäre es unnötig, einen kompletten virtuellen Server wiederherzustellen. Ist dagegen eine gesamte virtuelle Maschine beschädigt oder verloren gegangen, benötigst du eine umfassendere Recovery Methode. VM Backup bietet dir deshalb unterschiedliche Wiederherstellungswege für unterschiedliche Schadensfälle.
Ein typischer Anwendungsfall ist die Wiederherstellung einer vollständigen virtuellen Maschine. Wenn eine VM beispielsweise durch einen Fehler beschädigt wurde oder versehentlich gelöscht wurde, kannst du einen vorhandenen Sicherungsstand auswählen und die Maschine wiederherstellen. Dabei entscheidest du, welcher Wiederherstellungspunkt verwendet werden soll.
Diese Auswahl ist wichtiger, als sie zunächst erscheint. Der aktuellste Sicherungsstand ist nicht automatisch immer die beste Wahl. Wenn beispielsweise ein Konfigurationsfehler bereits mehrere Stunden oder Tage vor dem eigentlichen Ausfall entstanden ist, kann auch dein jüngstes Backup diesen Fehler enthalten.
Du solltest deshalb möglichst genau bestimmen, wann das betreffende System zuletzt zuverlässig funktioniert hat. Anschließend kannst du einen passenden Wiederherstellungspunkt auswählen. Je häufiger du deine virtuellen Maschinen sicherst und je länger du historische Backup Stände aufbewahrst, desto flexibler kannst du auf solche Situationen reagieren.
Gerade bei Systemen, die mit Continuous Data Protection gesichert werden, können dir sehr eng aufeinanderfolgende Wiederherstellungspunkte zur Verfügung stehen. Dadurch kannst du möglicherweise auf einen Zustand zurückgreifen, der nur wenige Minuten vor einem Ausfall entstanden ist.
Das reduziert dein mögliches Recovery Point Objective erheblich. Wenn du beispielsweise alle fünf Minuten einen Sicherungspunkt erzeugst, ist dein theoretisches Datenverlustfenster wesentlich kleiner als bei einer täglichen Sicherung.
Allerdings solltest du auch bei sehr häufigen Sicherungen berücksichtigen, ob der ausgewählte Wiederherstellungspunkt tatsächlich konsistent und für dein konkretes Anwendungsszenario geeignet ist. Bei Datenbanken und anderen transaktionsorientierten Anwendungen spielen anwendungskonsistente Sicherungen eine besondere Rolle.
VM Backup ermöglicht dir außerdem, eine virtuelle Maschine an einem anderen Speicherort beziehungsweise auf einem anderen geeigneten Host wiederherzustellen. Das ist besonders wichtig, wenn nicht nur die VM selbst, sondern der ursprüngliche Host ausgefallen ist.
Stell dir beispielsweise vor, ein physischer Virtualisierungsserver besitzt einen schweren Hardwaredefekt. Die darauf ausgeführten virtuellen Maschinen können nicht mehr gestartet werden. Wenn deine Sicherungen auf einem unabhängigen Speicher liegen und ein anderer geeigneter Host zur Verfügung steht, kannst du versuchen, die benötigten VMs dort wiederherzustellen.
Damit schützt dich das Backup nicht nur gegen Fehler innerhalb einer einzelnen virtuellen Maschine, sondern kann auch Teil deiner Strategie gegen den Ausfall eines kompletten Hosts sein.
Noch flexibler wird dieser Ansatz durch die Unterstützung unterschiedlicher Virtualisierungsplattformen. VM Backup unterstützt Microsoft Hyper V, VMware und Proxmox. Bei entsprechenden Wiederherstellungsszenarien stehen außerdem Möglichkeiten für Cross Platform Restore zur Verfügung.
Damit kannst du bestimmte gesicherte virtuelle Maschinen auf einer anderen unterstützten Virtualisierungsplattform wiederherstellen. Eine ursprünglich unter VMware betriebene VM kann beispielsweise abhängig von Betriebssystem, Konfiguration und unterstütztem Szenario auf Hyper V oder Proxmox wiederhergestellt werden.
Das kann sowohl bei einem Notfall als auch bei einer Migration interessant sein. Wenn du deine Virtualisierungsstrategie veränderst, können vorhandene Backups damit eine zusätzliche Möglichkeit bieten, Systeme auf eine andere Plattform zu übertragen.
Du solltest Cross Platform Restore allerdings nicht mit einer universellen Konvertierung beliebiger virtueller Maschinen verwechseln. Unterschiedliche Hypervisoren verwenden verschiedene virtuelle Hardware, Treiber und Festplattenformate. Deshalb hängt die erfolgreiche Wiederherstellung vom konkreten Betriebssystem und der jeweiligen Konfiguration ab.
Neben der vollständigen VM Wiederherstellung bietet VM Backup auch granulare Recovery Möglichkeiten. Diese sind besonders hilfreich bei alltäglichen Problemen.
Wenn beispielsweise lediglich eine Datei gelöscht oder versehentlich überschrieben wurde, möchtest du normalerweise nicht mehrere Hundert Gigabyte einer kompletten virtuellen Maschine wiederherstellen. Stattdessen kannst du auf den entsprechenden Sicherungsstand zugreifen und gezielt nach der benötigten Datei suchen.
Damit kannst du einzelne Dateien und Ordner aus geeigneten Sicherungen zurückholen. Für dich reduziert sich dadurch der Aufwand erheblich. Statt einen kompletten Server zurückzusetzen, stellst du nur die tatsächlich benötigten Daten wieder her.
Das ist beispielsweise bei einem klassischen Dateiserver besonders praktisch. Wenn ein Mitarbeiter versehentlich einen Projektordner löscht, kannst du den betreffenden Wiederherstellungspunkt auswählen und gezielt nach diesem Verzeichnis suchen.
Auch ältere Dateiversionen können dadurch wieder verfügbar werden. Vielleicht wurde eine wichtige Tabelle nicht gelöscht, sondern vor einigen Tagen mit falschen Informationen überschrieben. In diesem Fall benötigst du möglicherweise nicht die neueste Version, sondern einen älteren Sicherungsstand.
Je nach deiner Aufbewahrungsstrategie kannst du verschiedene Wiederherstellungspunkte durchsuchen und den Zustand auswählen, in dem die Datei noch korrekt war.
Auch virtuelle Festplatten können gezielt wiederhergestellt werden. Das kann interessant sein, wenn eine virtuelle Maschine mehrere Laufwerke besitzt und lediglich ein bestimmter Datenbereich betroffen ist.
Stell dir beispielsweise einen Server mit einer virtuellen Systemfestplatte und mehreren zusätzlichen Datenfestplatten vor. Wenn nur eine Datenfestplatte beschädigt wurde, musst du nicht zwangsläufig die komplette virtuelle Maschine zurücksetzen.
Eine gezielte Wiederherstellung kann hier schneller und risikoärmer sein. Gleichzeitig bleiben neuere Änderungen auf anderen virtuellen Laufwerken erhalten.
Bei bestimmten Microsoft Anwendungen bietet VM Backup außerdem granulare Wiederherstellungsmöglichkeiten für Exchange Daten. Dadurch kannst du je nach eingesetzter Edition und Konfiguration einzelne Inhalte aus einer Sicherung zurückholen, anstatt den vollständigen Exchange Server wiederherzustellen.
Das zeigt den grundsätzlichen Ansatz der Recovery Funktionen. Du sollst möglichst genau die Ebene auswählen können, die tatsächlich vom Problem betroffen ist.
Ein kleiner Datenverlust benötigt eine kleine Wiederherstellung. Ein kompletter Serverausfall benötigt eine vollständige VM Recovery. Und wenn ein geschäftskritischer Server möglichst sofort wieder verfügbar sein muss, kommt Instant Boot ins Spiel.
Instant Boot ist eine der interessantesten Funktionen innerhalb dieses Tool Teils. Normalerweise musst du eine virtuelle Maschine vollständig aus dem Backup auf deinen produktiven Speicher zurückschreiben, bevor du sie wieder starten kannst.
Bei kleinen virtuellen Maschinen kann das relativ schnell gehen. Bei einer VM mit mehreren Terabyte Daten kann eine vollständige Wiederherstellung dagegen erheblich länger dauern.
Während dieser Zeit bleibt der betreffende Server normalerweise nicht verfügbar. Genau hier setzt Instant Boot an.
Mit Instant Boot kannst du eine virtuelle Maschine direkt aus ihrem Backup heraus starten. Die VM muss also nicht zunächst vollständig auf den ursprünglichen beziehungsweise neuen Produktionsspeicher zurückkopiert werden.
Dadurch kannst du einen wichtigen Dienst wesentlich schneller wieder verfügbar machen. Das ist insbesondere bei geschäftskritischen Servern interessant, bei denen jede Minute Ausfall direkte Auswirkungen auf dein Unternehmen haben kann.
Stell dir beispielsweise vor, dein zentraler Anwendungsserver fällt morgens während der normalen Arbeitszeit aus. Die virtuelle Maschine besitzt zwei Terabyte Daten und eine vollständige Wiederherstellung würde mehrere Stunden benötigen.
Ohne Instant Boot könnten deine Mitarbeiter möglicherweise während dieser gesamten Zeit nicht mit der Anwendung arbeiten. Mit Instant Boot kannst du versuchen, die VM zunächst direkt aus dem vorhandenen Backup zu starten.
Der Server kann dadurch wesentlich früher verfügbar werden, während du anschließend die dauerhafte Wiederherstellung planst.
Genau deshalb beeinflusst Instant Boot vor allem dein Recovery Time Objective. Während das Recovery Point Objective beschreibt, wie viele Daten du maximal verlieren kannst, beschreibt das Recovery Time Objective die maximal akzeptable Ausfallzeit.
Continuous Data Protection kann dir helfen, dein Recovery Point Objective zu reduzieren. Instant Boot kann dagegen dein Recovery Time Objective deutlich verbessern.
Diese beiden Funktionen ergänzen sich deshalb sehr gut. Mit häufigen Sicherungen besitzt du einen möglichst aktuellen Datenstand und mit Instant Boot kannst du diesen Sicherungsstand im Ernstfall möglichst schnell verfügbar machen.
Du solltest Instant Boot allerdings nicht als dauerhafte Betriebsform betrachten. Die virtuelle Maschine läuft zunächst aus der Backup Umgebung. Diese ist normalerweise nicht dafür ausgelegt, dauerhaft die gleiche Performance wie dein produktives Storage System bereitzustellen.
Das Ziel besteht vielmehr darin, den Server schnell wieder verfügbar zu machen und anschließend eine dauerhafte Wiederherstellung durchzuführen.
Dabei solltest du berücksichtigen, dass die Geschwindigkeit einer über Instant Boot gestarteten VM stark von deiner Backup Infrastruktur abhängt. Wenn dein Backup Repository auf einem schnellen Storage System liegt, kann die Leistung deutlich besser sein als bei einem langsamen Sicherungsmedium.
Wenn deine Backups beispielsweise auf einem älteren NAS mit begrenzter Netzwerkgeschwindigkeit gespeichert werden, kann eine daraus gestartete VM entsprechend langsamer reagieren.
Deshalb solltest du Instant Boot unbedingt testen, bevor du die Funktion als festen Bestandteil deiner Notfallstrategie einplanst.
Starte beispielsweise eine weniger kritische virtuelle Maschine testweise aus einem Backup und prüfe, wie schnell sie verfügbar wird und welche Performance sie anschließend erreicht.
Dadurch bekommst du ein realistisches Bild davon, ob deine Backup Infrastruktur für diesen Recovery Weg ausreichend dimensioniert ist.
Gerade bei geschäftskritischen Anwendungen solltest du nicht ausschließlich darauf vertrauen, dass eine Funktion theoretisch vorhanden ist. Ein echter Recovery Test zeigt dir, ob Storage, Netzwerk, Hypervisor und Backup Repository zusammen die benötigte Leistung liefern.
VM Backup bietet dir mit Recovery as Clone außerdem eine interessante Möglichkeit, eine virtuelle Maschine als separate Kopie wiederherzustellen. Dadurch kannst du einen gesicherten Zustand prüfen, ohne unmittelbar deine produktive VM zu überschreiben.
Das ist beispielsweise hilfreich, wenn du nicht sicher bist, welcher Wiederherstellungspunkt der richtige ist. Du kannst einen älteren Stand als Klon bereitstellen und anschließend überprüfen, ob die benötigten Daten vorhanden sind.
Auch für Tests kann diese Funktion interessant sein. Du könntest beispielsweise einen gesicherten Zustand eines Servers als isolierte Kopie wiederherstellen und dort Änderungen ausprobieren.
Dabei solltest du allerdings unbedingt auf die Netzwerkkonfiguration achten. Wenn eine geklonte virtuelle Maschine gleichzeitig mit dem produktiven Original im gleichen Netzwerk gestartet wird, können Konflikte entstehen.
Das gilt beispielsweise für identische IP Adressen, Hostnamen oder bestimmte Serverdienste. Deshalb solltest du Testwiederherstellungen möglichst in einer isolierten Netzwerkumgebung durchführen.
Genau dafür besitzt VM Backup auch Sandbox Restore Funktionen. Damit kannst du überprüfen, ob eine virtuelle Maschine aus einem Backup tatsächlich gestartet werden kann.
Das ist für deine Backup Strategie enorm wichtig. Viele Unternehmen kontrollieren lediglich, ob ein Backup Job erfolgreich abgeschlossen wurde. Das reicht jedoch nicht aus.
Eine Sicherungsdatei kann vorhanden sein und trotzdem kann die vollständige Wiederherstellung aus unterschiedlichen Gründen scheitern. Deshalb solltest du regelmäßig prüfen, ob deine gesicherten virtuellen Maschinen tatsächlich bootfähig sind.
Mit entsprechenden Verifikation und Sandbox Funktionen kannst du deine Recovery Fähigkeit besser testen.
Der Backup Health Monitor ergänzt diesen Ansatz, indem er die Integrität der Backup Daten überwacht und versucht, Probleme frühzeitig zu erkennen.
Damit verschiebt sich deine Strategie von einem reinen Backup Ansatz hin zu einer tatsächlichen Recovery Strategie. Du überprüfst nicht nur, ob Daten geschrieben wurden, sondern ob diese Daten später auch verwendbar sind.
Das ist besonders bei langen Aufbewahrungszeiträumen wichtig. Wenn du Sicherungen über Monate oder Jahre speicherst, möchtest du möglichst früh erkennen, wenn ein Backup Repository Probleme entwickelt.
Auch bei Ransomware spielt die Auswahl des richtigen Wiederherstellungspunktes eine wichtige Rolle. Wenn ein Server kompromittiert wurde, solltest du nicht automatisch das jüngste Backup starten.
Vielleicht befand sich die Schadsoftware bereits mehrere Tage unentdeckt auf dem System. In diesem Fall könnte auch dein aktuellster Sicherungsstand kompromittiert sein.
Du solltest deshalb möglichst genau feststellen, wann der Angriff begonnen hat und anschließend einen älteren Wiederherstellungspunkt auswählen.
Unveränderliche Backups können dir dabei eine zusätzliche Sicherheitsebene bieten. Wenn ein Sicherungsstand für einen definierten Zeitraum gegen Löschen und Veränderungen geschützt wurde, kann ein Angreifer diesen nicht ohne Weiteres manipulieren.
Das erhöht deine Chance, nach einem Ransomware Vorfall noch einen verwendbaren Recovery Punkt zu besitzen.
Nach einem Sicherheitsvorfall solltest du eine wiederhergestellte virtuelle Maschine allerdings nicht sofort ungeprüft wieder in dein produktives Netzwerk stellen.
Eine isolierte Wiederherstellung kann sinnvoll sein, damit du das System zunächst untersuchen kannst. Erst wenn du ausreichend sicher bist, dass der ausgewählte Datenstand nicht kompromittiert ist, sollte die VM wieder produktiv eingesetzt werden.
Auch die Reihenfolge deiner Wiederherstellungen solltest du für größere Ausfallszenarien planen. Wenn ein kompletter Virtualisierungshost oder sogar ein Standort ausfällt, müssen möglicherweise zahlreiche virtuelle Maschinen wiederhergestellt werden.
Nicht alle Systeme besitzen dabei die gleiche Priorität.
Ein Domain Controller, ein zentraler Datenbankserver oder eine geschäftskritische Anwendung kann wichtiger sein als ein interner Testserver. Deshalb solltest du bereits vor einem Notfall festlegen, welche VMs zuerst wieder verfügbar sein müssen.
VM Backup gibt dir die technischen Werkzeuge für die Wiederherstellung. Die geschäftliche Priorisierung musst du jedoch selbst definieren.
Eine sinnvolle Recovery Planung kann beispielsweise mehrere Prioritätsklassen enthalten. Kritische Systeme bekommen kurze Sicherungsintervalle, schnelle Speicherziele und gegebenenfalls Replikation. Weniger wichtige Systeme können längere Wiederherstellungszeiten besitzen.
Instant Boot solltest du dabei vor allem für Systeme einplanen, bei denen eine mehrstündige vollständige Wiederherstellung nicht akzeptabel wäre.
Auch deine Netzwerkbandbreite spielt bei der Wiederherstellung eine wichtige Rolle. Wenn sich deine Backups an einem externen Standort oder in einem Cloud Speicher befinden, kann die Übertragung großer Datenmengen entsprechend lange dauern.
Eine lokale Backup Kopie kann deshalb für schnelle Wiederherstellungen besonders wertvoll sein. Gleichzeitig schützt dich eine ausschließlich lokale Sicherung nicht ausreichend gegen größere Standortausfälle.
Eine gute Strategie kombiniert deshalb schnelle lokale Recovery Möglichkeiten mit zusätzlichen externen Sicherungen.
Du kannst beispielsweise deine aktuellen Sicherungen lokal vorhalten und zusätzlich eine externe Kopie speichern. Bei einem normalen VM Fehler verwendest du das schnelle lokale Backup. Wenn dagegen dein kompletter Standort betroffen ist, kannst du auf die externe Sicherung zurückgreifen.
Die Wiederherstellungsdauer hängt außerdem von der Größe deiner virtuellen Maschinen ab. Eine VM mit 100 Gigabyte ist wesentlich schneller vollständig zurückgespielt als ein Server mit mehreren Terabyte.
Deshalb solltest du deine Recovery Zeiten nicht anhand einer kleinen Testmaschine kalkulieren. Teste möglichst auch deine größten und wichtigsten Systeme.
Wenn dein zentraler Datenbankserver drei Terabyte besitzt, ist genau diese VM für deine Notfallplanung relevant.
Instant Boot kann dir hier wertvolle Zeit verschaffen, ersetzt aber nicht die anschließende vollständige Wiederherstellung beziehungsweise Migration zurück auf ein produktives Storage System.
Auch bei der Wiederherstellung solltest du den verfügbaren Speicherplatz berücksichtigen. Wenn du eine VM auf einem anderen Host wiederherstellen möchtest, muss dort ausreichend Kapazität vorhanden sein.
Das klingt selbstverständlich, wird in Notfallplänen aber häufig übersehen. Ein Ersatzhost bringt dir wenig, wenn dessen Storage nicht groß genug ist, um deine wichtigsten virtuellen Maschinen aufzunehmen.
Du solltest deshalb regelmäßig überprüfen, ob deine Recovery Infrastruktur noch zu deiner aktuellen Produktionsumgebung passt. Virtuelle Maschinen wachsen im Laufe der Zeit. Ein Notfallplan, der vor drei Jahren ausreichend dimensioniert war, kann heute möglicherweise nicht mehr funktionieren.
Das Gleiche gilt für deine Backup Speicher. Wenn deine wichtigsten VMs inzwischen deutlich größer geworden sind, kann sich auch die Performance von Instant Boot verändern.
Regelmäßige Recovery Tests sind deshalb ein zentraler Bestandteil dieses Tool Teils. Du solltest nicht erst bei einem echten Ausfall herausfinden, welche Wiederherstellungsoption du benötigst und wie sie funktioniert.
Teste die Wiederherstellung einzelner Dateien, einer kompletten virtuellen Maschine und besonders wichtiger Systeme über Instant Boot.
Dabei kannst du gleichzeitig messen, wie lange die verschiedenen Vorgänge tatsächlich benötigen. Dadurch erhältst du reale Werte für dein Recovery Time Objective und musst dich nicht auf theoretische Annahmen verlassen.
Der Tool Teil Wiederherstellung und Instant Boot von VM Backup bietet dir damit verschiedene Recovery Ebenen für unterschiedliche Schadenssituationen. Du kannst einzelne Dateien und Ordner zurückholen, virtuelle Festplatten wiederherstellen, komplette virtuelle Maschinen rekonstruieren oder bestimmte VMs auf anderen unterstützten Hosts bereitstellen.
Mit Recovery as Clone kannst du gesicherte Zustände separat testen und mit Cross Platform Restore stehen dir zusätzliche Möglichkeiten für Wiederherstellungen zwischen unterstützten Virtualisierungsplattformen zur Verfügung.
Instant Boot ergänzt diese Funktionen um einen besonders wichtigen Faktor, nämlich Geschwindigkeit. Statt bei einem großen Server mehrere Stunden auf die vollständige Rückübertragung aller Daten zu warten, kannst du eine geeignete VM zunächst direkt aus dem Backup starten und dadurch wichtige Dienste schneller wieder verfügbar machen.
Für dich entsteht damit eine deutlich flexiblere Recovery Strategie als bei einer einfachen Backup Lösung. Du musst nicht bei jedem Problem die komplette virtuelle Maschine zurücksetzen, sondern kannst genau die Wiederherstellungsmethode wählen, die zum jeweiligen Ausfall passt.
Den größten Nutzen erreichst du allerdings erst dann, wenn du diese Möglichkeiten regelmäßig testest. Eine gute Backup Strategie endet nicht mit der Meldung, dass die Sicherung erfolgreich abgeschlossen wurde. Entscheidend ist, dass du im Ernstfall weißt, welcher Wiederherstellungspunkt benötigt wird, welche Recovery Methode am schnellsten zum Ziel führt und wie lange deine wichtigsten virtuellen Maschinen tatsächlich benötigen, bis sie wieder produktiv verfügbar sind.
Replikation und Business Continuity
Der Tool Teil Replikation und Business Continuity von VM Backup richtet sich an dich, wenn eine klassische Datensicherung allein nicht ausreicht und du wichtige virtuelle Maschinen nach einem Ausfall möglichst schnell wieder verfügbar machen möchtest. Während ein Backup in erster Linie verschiedene Sicherungsstände deiner virtuellen Maschinen aufbewahrt, verfolgt die Replikation ein anderes Ziel. Dabei wird eine zusätzliche Kopie einer virtuellen Maschine auf einem anderen geeigneten Host bereitgestellt und regelmäßig mit den Veränderungen des produktiven Systems aktualisiert. Dadurch kannst du bei einem Ausfall wesentlich schneller reagieren, weil die virtuelle Maschine nicht erst vollständig aus einem Backup rekonstruiert werden muss.
Genau diese Unterscheidung zwischen Backup und Replikation ist für eine zuverlässige Business Continuity Strategie wichtig. Ein Backup schützt dich vor Datenverlust und ermöglicht dir, auf ältere Wiederherstellungspunkte zurückzugreifen. Eine Replikation konzentriert sich stärker auf die schnelle Wiederaufnahme des Betriebs. Beide Verfahren ergänzen sich deshalb, ersetzen sich aber nicht gegenseitig.
Wenn du beispielsweise einen wichtigen virtuellen Anwendungsserver betreibst und dieser durch einen Hardwaredefekt des Hypervisor Hosts ausfällt, kannst du ihn aus einem klassischen Backup wiederherstellen. Je nach Größe der virtuellen Maschine kann dieser Vorgang allerdings einige Zeit benötigen. Bei mehreren Terabyte Daten kann eine vollständige Wiederherstellung entsprechend lange dauern.
Mit einer vorhandenen Replik kannst du dagegen eine bereits vorbereitete Kopie der virtuellen Maschine auf einem anderen Host verwenden. Dadurch kann sich die Zeit bis zur erneuten Verfügbarkeit des Systems deutlich reduzieren.
VM Backup bietet dafür Funktionen zur Replikation virtueller Maschinen. Besonders relevant ist die WAN optimierte Replikation. Damit kannst du Veränderungen deiner virtuellen Maschinen über ein Netzwerk an einen anderen Standort übertragen und dort eine zusätzliche VM Kopie vorhalten.
Das ist beispielsweise interessant, wenn du zwei Unternehmensstandorte besitzt. Deine produktiven virtuellen Maschinen laufen an Standort A, während sich an Standort B ein weiterer Virtualisierungshost befindet. Über die Replikation kannst du wichtige Systeme zusätzlich am zweiten Standort bereitstellen.
Fällt der erste Standort beziehungsweise der dortige Host aus, besitzt du am zweiten Standort bereits eine Grundlage für die Wiederaufnahme des Betriebs. Du musst nicht zunächst ein mehrere Terabyte großes Backup über das Internet übertragen und anschließend vollständig wiederherstellen.
Genau darin liegt der wesentliche Vorteil der Replikation für Business Continuity. Du verkürzt den technischen Weg zwischen Ausfall und Wiederaufnahme des Betriebs.
Die WAN Optimierung ist dabei besonders wichtig, weil Standortverbindungen normalerweise deutlich weniger Bandbreite besitzen als lokale Netzwerke. Wenn du beispielsweise eine virtuelle Maschine mit zwei Terabyte Daten besitzt, möchtest du nicht bei jeder Replikation erneut zwei Terabyte über deine Internetverbindung übertragen.
Nach der ersten vollständigen Übertragung müssen deshalb vor allem die relevanten Veränderungen berücksichtigt werden. Dadurch kann die benötigte Datenmenge erheblich reduziert werden.
Wie stark deine Internetverbindung tatsächlich belastet wird, hängt davon ab, wie viele Daten sich innerhalb deiner virtuellen Maschinen verändern. Ein relativ statischer Webserver erzeugt möglicherweise deutlich weniger Replikationsdaten als eine große Datenbank, in der permanent neue Informationen geschrieben werden.
Deshalb solltest du vor der Einrichtung der Replikation analysieren, welche Systeme wirklich repliziert werden müssen und welche Änderungsraten dort auftreten.
Nicht jede virtuelle Maschine benötigt eine zusätzliche Replik. Ein interner Testserver kann möglicherweise problemlos mehrere Stunden oder sogar einen Tag ausfallen. Ein zentraler Produktionsserver kann dagegen so wichtig sein, dass bereits eine Stunde Stillstand erhebliche Kosten verursacht.
Für deine Business Continuity Planung solltest du deine virtuellen Maschinen deshalb nach ihrer geschäftlichen Bedeutung klassifizieren. Du kannst beispielsweise zwischen geschäftskritischen, wichtigen und weniger wichtigen Systemen unterscheiden.
Für geschäftskritische VMs kann eine Replikation sinnvoll sein. Für weniger wichtige Systeme reicht möglicherweise ein normales Backup.
Dadurch vermeidest du, dass du unnötig Storage, Netzwerkbandbreite und Hardware für Systeme reservierst, bei denen eine schnelle Wiederaufnahme gar nicht erforderlich ist.
Ein wichtiger Begriff in diesem Zusammenhang ist das Recovery Time Objective. Damit definierst du, wie lange ein System nach einem Ausfall maximal nicht verfügbar sein darf.
Wenn dein Recovery Time Objective beispielsweise acht Stunden beträgt, kann eine klassische Wiederherstellung aus einem Backup möglicherweise ausreichend sein. Wenn ein wichtiger Server dagegen innerhalb weniger Minuten wieder verfügbar sein muss, solltest du über Replikation oder andere Hochverfügbarkeitskonzepte nachdenken.
VM Backup kann mit seiner Replikationsfunktion dazu beitragen, dein Recovery Time Objective zu reduzieren. Die virtuelle Maschine liegt bereits auf einem zweiten Host vor und muss nicht erst vollständig aus dem Backup rekonstruiert werden.
Daneben spielt das Recovery Point Objective eine wichtige Rolle. Dieser Wert beschreibt, wie viele Daten du bei einem Ausfall maximal verlieren kannst.
Eine Replik ist nicht zwangsläufig sekundengenau identisch mit deiner produktiven VM. Zwischen den Replikationsvorgängen können Veränderungen entstehen, die noch nicht an den zweiten Standort übertragen wurden.
Deshalb musst du bei der Planung festlegen, wie häufig deine Replikation durchgeführt werden soll und welches mögliche Datenverlustfenster für dich akzeptabel ist.
Wenn eine virtuelle Maschine beispielsweise stündlich repliziert wird, können bei einem plötzlichen Ausfall theoretisch Veränderungen seit dem letzten erfolgreichen Replikationspunkt fehlen.
Je häufiger du replizierst, desto kleiner wird dieses Fenster. Gleichzeitig steigt die Belastung deiner Infrastruktur.
Auch hier gilt deshalb, dass maximale Häufigkeit nicht automatisch die beste Konfiguration ist. Entscheidend sind deine geschäftlichen Anforderungen.
Für einen Domain Controller können andere Anforderungen gelten als für einen Dateiserver. Eine stark frequentierte Datenbank kann wiederum ein deutlich kleineres Recovery Point Objective benötigen als ein interner Informationsserver.
Die Replikation sollte deshalb Teil einer übergeordneten Disaster Recovery Planung sein. Du solltest nicht einfach sämtliche virtuellen Maschinen replizieren, sondern für jedes wichtige System definieren, wie schnell es wieder verfügbar sein muss und wie viele Daten maximal verloren gehen dürfen.
Besonders interessant wird die Replikation, wenn der Zielhost räumlich getrennt vom produktiven System steht. Wenn sich beide Hosts im gleichen Serverraum befinden, schützt dich die Replik zwar gegen den Ausfall eines einzelnen Hosts, aber nicht gegen jedes größere Ereignis.
Ein Brand, ein Wasserschaden, ein Stromproblem oder ein anderer Standortausfall könnte beide Systeme gleichzeitig betreffen.
Ein zweiter Standort verbessert deshalb deine Ausfallsicherheit erheblich. Wenn der produktive Standort vollständig ausfällt, kannst du deine replizierten virtuellen Maschinen an einem anderen Ort bereitstellen.
Dabei solltest du allerdings nicht nur die Server berücksichtigen. Eine virtuelle Maschine allein reicht für Business Continuity nicht aus.
Du benötigst am Ausweichstandort außerdem ausreichend Rechenleistung, Arbeitsspeicher, Storage, Netzwerk und gegebenenfalls Internetzugang. Wenn deine replizierte VM vorhanden ist, aber der Ersatzhost nicht genügend Ressourcen besitzt, kannst du das System möglicherweise nicht sinnvoll betreiben.
Deshalb solltest du deine Disaster Recovery Infrastruktur regelmäßig überprüfen. Vergleiche die Anforderungen deiner produktiven virtuellen Maschinen mit den verfügbaren Ressourcen am Zielstandort.
Virtuelle Maschinen wachsen häufig im Laufe der Zeit. Ein Server, der vor drei Jahren acht Gigabyte Arbeitsspeicher benötigt hat, kann heute vielleicht 32 Gigabyte verwenden. Deine Recovery Infrastruktur muss diese Entwicklung berücksichtigen.
Auch die Netzwerkkonfiguration ist bei einem Failover wichtig. Wenn eine virtuelle Maschine an einem anderen Standort gestartet wird, befindet sie sich möglicherweise in einem anderen Netzwerk.
IP Adressen, DNS Einstellungen, Routing, Firewalls und externe Zugänge können sich unterscheiden. Deshalb solltest du bereits vor einem Notfall planen, wie Benutzer und andere Systeme die replizierte VM erreichen können.
Ein Server, der technisch erfolgreich gestartet wurde, ist noch nicht automatisch geschäftlich verfügbar. Wenn beispielsweise die DNS Einträge weiterhin auf den ausgefallenen Standort zeigen, können Benutzer den Dienst möglicherweise trotzdem nicht erreichen.
Business Continuity umfasst deshalb wesentlich mehr als die reine VM Replikation. VM Backup liefert dir einen wichtigen technischen Baustein, aber du musst Netzwerk, Anwendungen, Abhängigkeiten und organisatorische Abläufe ebenfalls berücksichtigen.
Gerade Abhängigkeiten zwischen virtuellen Maschinen werden häufig unterschätzt. Eine Geschäftsanwendung besteht möglicherweise nicht nur aus einem einzigen Server.
Vielleicht benötigt dein Anwendungsserver zusätzlich eine Datenbank, einen Domain Controller, einen Lizenzserver und weitere Dienste. Wenn du lediglich den Anwendungsserver replizierst, die benötigte Datenbank aber nicht verfügbar ist, funktioniert die Anwendung trotzdem nicht.
Du solltest deshalb deine Systeme als zusammenhängende Dienste betrachten. Analysiere, welche virtuellen Maschinen voneinander abhängig sind und welche Reihenfolge beim Wiederanlauf notwendig ist.
Ein Domain Controller beziehungsweise grundlegende Netzwerkdienste müssen möglicherweise zuerst verfügbar sein. Danach folgt die Datenbank und anschließend der eigentliche Anwendungsserver.
Solche Abhängigkeiten solltest du dokumentieren und regelmäßig testen.
Auch die Startreihenfolge kann entscheidend sein. Wenn mehrere replizierte virtuelle Maschinen nach einem Standortausfall aktiviert werden müssen, solltest du nicht einfach alle Systeme gleichzeitig starten.
Ein strukturierter Wiederanlauf reduziert Fehler und erleichtert die Kontrolle.
Replikation kann dir außerdem bei geplanten Wartungsarbeiten zusätzliche Flexibilität geben. Wenn du einen produktiven Host umfangreich warten musst, kann eine vorhandene Kopie eines wichtigen Systems eine zusätzliche Sicherheitsebene darstellen.
Du solltest eine Backup Replikation allerdings nicht automatisch mit echter Hochverfügbarkeit verwechseln. Ein klassischer Hochverfügbarkeitscluster arbeitet normalerweise mit automatisierten Mechanismen, die einen Ausfall erkennen und Workloads sehr schnell auf andere Knoten verschieben.
Die Replikation innerhalb einer Backup und Disaster Recovery Lösung verfolgt einen anderen Ansatz. Sie stellt dir eine zusätzliche VM Kopie zur Verfügung, die du im Ausfallfall verwenden kannst.
Für Systeme mit extrem hohen Verfügbarkeitsanforderungen kann deshalb zusätzliche Cluster Technologie notwendig sein.
Wenn deine Anwendung beispielsweise praktisch keine Unterbrechung toleriert, reicht eine Backup Replikation allein möglicherweise nicht aus. Dann benötigst du unter Umständen redundante Anwendungsserver, Datenbank Cluster oder andere Hochverfügbarkeitsarchitekturen.
VM Backup eignet sich dagegen sehr gut als Bestandteil einer Disaster Recovery Strategie, bei der du nach einem größeren Ausfall innerhalb eines definierten Zeitfensters wieder arbeitsfähig sein möchtest.
Ein weiterer wichtiger Unterschied besteht zwischen Replikation und Backup Historie. Eine Replik spiegelt Veränderungen des produktiven Systems. Genau das kann bei bestimmten Problemen zum Nachteil werden.
Wenn beispielsweise eine Datei auf dem Produktivsystem beschädigt wird, kann diese Veränderung möglicherweise auch in die Replik übertragen werden.
Das Gleiche gilt bei Schadsoftware. Wenn Ransomware deine produktive virtuelle Maschine verschlüsselt und diese Veränderungen anschließend repliziert werden, kann auch die replizierte VM betroffen sein.
Deshalb darfst du Replikation niemals als Ersatz für historische Backups betrachten.
Du benötigst weiterhin Sicherungen mit mehreren Wiederherstellungspunkten. Damit kannst du auf einen Zustand zurückgreifen, der vor dem eigentlichen Problem entstanden ist.
Die ideale Strategie kombiniert deshalb Backup und Replikation. Die Replikation hilft dir, nach einem Hardware oder Standortausfall schnell weiterzuarbeiten. Das Backup hilft dir, nach Datenbeschädigung, versehentlichem Löschen oder Ransomware auf einen älteren Zustand zurückzugehen.
Zusätzliche unveränderliche Sicherungen können diese Strategie weiter verbessern. Wenn bestimmte Backup Stände für einen definierten Zeitraum nicht verändert oder gelöscht werden können, besitzt du eine zusätzliche Schutzebene gegen gezielte Angriffe auf deine Sicherungsinfrastruktur.
Für eine robuste Business Continuity Strategie kannst du damit mehrere Ebenen miteinander kombinieren. Deine produktive VM stellt den normalen Betrieb sicher. Eine Replik auf einem anderen Host ermöglicht eine schnelle Wiederaufnahme. Historische Backups liefern verschiedene Wiederherstellungspunkte und eine unveränderliche externe Sicherung schützt zusätzlich gegen Manipulation.
Damit orientierst du dich stärker an einem mehrstufigen Sicherheitskonzept, statt dich auf eine einzelne Kopie deiner virtuellen Maschine zu verlassen.
Auch bei der Replikation solltest du Verschlüsselung und Zugriffsschutz berücksichtigen. Wenn du Daten zwischen unterschiedlichen Standorten überträgst, handelt es sich möglicherweise um vertrauliche Unternehmensinformationen.
Du solltest deshalb sicherstellen, dass deine Netzwerkverbindungen und Zielsysteme entsprechend abgesichert sind. Auch die Zugriffsrechte auf den zweiten Virtualisierungshost sollten streng kontrolliert werden.
Ein Angreifer, der sowohl auf deine Produktionsumgebung als auch auf deine Disaster Recovery Umgebung zugreifen kann, könnte ansonsten beide Systeme gleichzeitig kompromittieren.
Deshalb solltest du administrative Konten, Berechtigungen und Netzwerkzugriffe möglichst sauber voneinander trennen.
Besonders wichtig sind regelmäßige Failover Tests. Eine vorhandene Replik bedeutet noch nicht automatisch, dass deine Business Continuity Strategie tatsächlich funktioniert.
Du solltest deshalb regelmäßig ausprobieren, ob sich deine replizierten virtuellen Maschinen auf dem Zielhost starten lassen.
Dabei solltest du möglichst nicht nur kontrollieren, ob Windows beziehungsweise Linux startet. Prüfe auch die eigentliche Anwendung.
Kann sich ein Benutzer anmelden? Ist die Datenbank erreichbar? Funktionieren Netzwerkverbindungen? Sind benötigte Lizenzen verfügbar? Können andere Server mit dem wiederhergestellten System kommunizieren?
Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, weißt du, ob dein Disaster Recovery Konzept praktisch funktioniert.
Für Tests solltest du nach Möglichkeit eine isolierte Netzwerkumgebung verwenden. Wenn du eine replizierte Kopie gleichzeitig mit der produktiven VM im gleichen Netzwerk startest, können Konflikte entstehen.
Beide Systeme könnten beispielsweise den gleichen Hostnamen und dieselbe IP Adresse verwenden. Bei Domain Controllern, Datenbanken und anderen Serverdiensten können zusätzliche Probleme auftreten.
Eine isolierte Testumgebung ermöglicht dir, den Wiederanlauf zu überprüfen, ohne dein Produktivsystem zu beeinflussen.
Dokumentiere dabei auch die benötigte Zeit. Dadurch bekommst du einen realistischen Wert für dein tatsächliches Recovery Time Objective.
Wenn du beispielsweise davon ausgehst, dass dein zentraler Server innerhalb von 15 Minuten wieder verfügbar ist, ein praktischer Test aber 90 Minuten benötigt, musst du deine Business Continuity Planung entsprechend anpassen.
Solche Tests können außerdem Schwachstellen sichtbar machen, die mit VM Backup selbst gar nichts zu tun haben. Vielleicht funktioniert die Replikation perfekt, aber eine Firewall Regel verhindert den Zugriff am zweiten Standort.
Oder die Anwendung benötigt einen Lizenzserver, den du bisher nicht in deine Disaster Recovery Strategie aufgenommen hast.
Genau deshalb sollte Business Continuity immer als Gesamtprozess betrachtet werden.
Auch deine Mitarbeiter spielen dabei eine Rolle. Es sollte klar definiert sein, wer im Ernstfall entscheidet, dass auf die replizierte Umgebung gewechselt wird.
Du solltest außerdem festlegen, wer den technischen Failover durchführt, wer die Anwendung überprüft und wer die Benutzer informiert.
Gerade bei größeren Ausfällen kann fehlende Kommunikation mehr Zeit kosten als die technische Wiederherstellung selbst.
Eine einfache Dokumentation mit Systemprioritäten, Verantwortlichkeiten, Zugangsinformationen und Wiederanlaufreihenfolge kann deshalb sehr wertvoll sein.
Auch der Rückweg in deine normale Produktionsumgebung muss geplant werden. Wenn du nach einem Ausfall vorübergehend auf einer replizierten VM arbeitest, entstehen dort neue Daten.
Sobald dein ursprünglicher Standort wieder verfügbar ist, kannst du nicht einfach eine alte produktive VM starten. Die während des Notbetriebs entstandenen Veränderungen müssen berücksichtigt werden.
Dieser sogenannte Failback Prozess sollte deshalb ebenfalls Bestandteil deiner Planung sein.
Du musst entscheiden, wie du den aktuellen Datenstand wieder in deine normale Infrastruktur überführst und wann der Wechsel zurück erfolgt.
Auch dafür solltest du ein Wartungsfenster und einen klaren Ablauf definieren.
Die Häufigkeit deiner Replikation solltest du regelmäßig überprüfen. Vielleicht war ein Server ursprünglich nur wenig wichtig und wurde deshalb alle paar Stunden repliziert. Inzwischen läuft darauf jedoch eine geschäftskritische Anwendung.
Deine Business Continuity Strategie muss solche Veränderungen berücksichtigen.
Deshalb solltest du deine Recovery Anforderungen mindestens regelmäßig und insbesondere nach größeren Infrastrukturänderungen überprüfen.
Das Gleiche gilt für neue virtuelle Maschinen. Wenn ein neues produktives System eingerichtet wird, sollte sofort geklärt werden, ob ein normales Backup ausreicht oder zusätzlich eine Replikation erforderlich ist.
Eine klare Klassifizierung deiner Systeme kann diesen Prozess erleichtern.
Du kannst beispielsweise definieren, dass Systeme der höchsten Kritikalitätsklasse repliziert und zusätzlich häufig gesichert werden. Systeme der mittleren Klasse erhalten regelmäßige Backups und Systeme mit niedriger Priorität werden in größeren Abständen gesichert.
Dadurch entsteht eine nachvollziehbare Business Continuity Architektur.
Der Tool Teil Replikation und Business Continuity von VM Backup gibt dir dafür einen wichtigen technischen Baustein. Mit der WAN optimierten Replikation kannst du Kopien wichtiger virtueller Maschinen auf einem anderen Host beziehungsweise an einem anderen Standort bereitstellen und regelmäßig aktualisieren.
Dadurch musst du nach einem schweren Hardware oder Standortausfall nicht zwangsläufig sämtliche Systeme vollständig aus einem klassischen Backup rekonstruieren. Besonders bei großen virtuellen Maschinen kann dir das erheblich Zeit sparen.
Die eigentliche Stärke entsteht jedoch durch die Kombination mit den anderen Funktionen von VM Backup. Häufige Sicherungen reduzieren dein mögliches Datenverlustfenster. Historische Wiederherstellungspunkte ermöglichen dir den Zugriff auf ältere Zustände. Instant Boot kann bestimmte Systeme besonders schnell aus einem Backup verfügbar machen. Unveränderliche Sicherungen schaffen eine zusätzliche Schutzebene und Replikation stellt dir vorbereitete VM Kopien für größere Ausfallszenarien bereit.
Wenn du diese Möglichkeiten entsprechend der geschäftlichen Bedeutung deiner virtuellen Maschinen kombinierst, kannst du aus VM Backup eine umfassendere Disaster Recovery Strategie entwickeln. Replikation sorgt dabei vor allem dafür, dass ein technischer Ausfall nicht automatisch zu einer stundenlangen oder sogar tagelangen Unterbrechung führen muss. Business Continuity bedeutet für dich damit nicht nur, dass deine Daten irgendwo gesichert sind, sondern dass du bereits vor einem Notfall weißt, welche Systeme zuerst wieder verfügbar sein müssen, wo sie gestartet werden können und wie dein Unternehmen während eines größeren Ausfalls weiterarbeiten kann.
Cloud Backup und Ransomware Schutz
Der Tool Teil Cloud Backup und Ransomware Schutz von VM Backup ist für dich besonders wichtig, wenn deine Sicherungen nicht ausschließlich innerhalb deiner eigenen IT Infrastruktur liegen sollen. Eine lokale Datensicherung ist zwar eine wichtige Grundlage für schnelle Wiederherstellungen, schützt dich aber nicht gegen jedes Szenario. Wenn beispielsweise dein gesamter Standort durch einen technischen Schaden ausfällt oder ein Cyberangriff neben den produktiven virtuellen Maschinen auch deine lokalen Backup Speicher erreicht, kann eine zusätzliche externe Sicherung entscheidend sein. VM Backup von Hornetsecurity verbindet deshalb klassische lokale Sicherungen mit externen Backup Zielen und verschiedenen Cloud Speichern. Gleichzeitig stehen Funktionen für unveränderliche Sicherungen zur Verfügung, mit denen du deine Backup Strategie gezielt gegen Ransomware und Manipulationsversuche stärken kannst.
Grundsätzlich solltest du Cloud Backup bei VM Backup nicht als Ersatz für deine lokale Sicherung betrachten. Besonders sinnvoll ist eine Kombination aus mehreren Backup Ebenen. Deine lokale Sicherung kannst du für schnelle Wiederherstellungen verwenden, während eine zusätzliche externe Kopie eine weitere Sicherheitsebene bildet.
Das ist wichtig, weil sich viele klassische Backup Strategien ausschließlich auf einen lokalen Speicher konzentrieren. Vielleicht laufen deine virtuellen Maschinen auf einem zentralen Storage System und deine Backups werden auf einem NAS im gleichen Serverraum gespeichert. Gegen den Defekt des produktiven Storage Systems bist du damit bereits relativ gut geschützt.
Wenn jedoch der gesamte Standort betroffen ist, kann diese Architektur problematisch werden. Ein Brand, Wasserschaden, Einbruch oder größerer Stromschaden könnte sowohl deine produktiven Systeme als auch deine lokale Sicherung betreffen.
Eine zusätzliche Cloud Sicherung reduziert diese Abhängigkeit vom eigenen Standort. Deine Daten befinden sich dann nicht ausschließlich innerhalb derselben physischen Umgebung.
VM Backup unterstützt verschiedene Cloud Speicher als externe Sicherungsziele. Dazu gehören unter anderem Microsoft Azure, Amazon S3, Wasabi, Backblaze B2 und Impossible Cloud Storage. Dadurch kannst du deine externe Sicherungsstrategie an deine vorhandene Infrastruktur und deine Anforderungen an Kosten, Speicherort und Verfügbarkeit anpassen.
Wenn dein Unternehmen beispielsweise bereits intensiv Microsoft Azure verwendet, kann es sinnvoll sein, auch deine Backup Strategie in diese Umgebung zu integrieren. Wenn dagegen vor allem möglichst günstiger Objektspeicher benötigt wird, können andere unterstützte Anbieter interessant sein.
Du solltest dabei nicht ausschließlich den Preis pro gespeichertem Terabyte vergleichen. Bei Cloud Backups spielen mehrere Kostenfaktoren eine Rolle.
Neben den eigentlichen Speicherkosten können Gebühren für Datenübertragungen, API Zugriffe oder die Wiederherstellung größerer Datenmengen entstehen. Gerade bei einem Disaster Recovery Szenario kann die benötigte Datenmenge erheblich sein.
Stell dir beispielsweise vor, du sicherst zwanzig virtuelle Maschinen mit insgesamt zehn Terabyte Daten in die Cloud. Nach einem größeren Standortausfall musst du einen erheblichen Teil dieser Daten zurückholen. Dann ist nicht nur der monatliche Speicherpreis relevant, sondern auch die Frage, wie schnell und zu welchen Kosten du deine Daten wieder in deine Infrastruktur bekommst.
Deshalb solltest du bei deiner Cloud Backup Strategie immer auch die Wiederherstellung berücksichtigen. Eine Sicherung ist nur dann wirklich wertvoll, wenn du sie im Ernstfall innerhalb eines akzeptablen Zeitraums zurückholen kannst.
Dabei spielt deine Internetverbindung eine wichtige Rolle. Wenn dein Unternehmen beispielsweise nur über eine relativ langsame Verbindung verfügt, kann die Wiederherstellung mehrerer Terabyte aus der Cloud sehr lange dauern.
Genau deshalb ist die Kombination aus lokalem Backup und Cloud Kopie häufig sinnvoll. Bei normalen Ausfällen verwendest du deine schnelle lokale Sicherung. Nur wenn diese ebenfalls betroffen ist, greifst du auf die externe Cloud Kopie zurück.
Dadurch musst du nicht bei jedem versehentlich gelöschten Dokument mehrere Gigabyte oder Terabyte über das Internet übertragen.
VM Backup ermöglicht dir, externe Sicherungskopien automatisiert zu erstellen. Dadurch musst du deine Backups nicht manuell auf einen weiteren Speicher kopieren. Die externe Kopie kann Bestandteil deiner normalen Sicherungsstrategie werden.
Für dich reduziert das den administrativen Aufwand erheblich. Eine Sicherheitsstrategie funktioniert schließlich nur dann zuverlässig, wenn die vorgesehenen Schritte tatsächlich regelmäßig durchgeführt werden.
Wenn du jeden Freitag manuell eine Festplatte kopieren und anschließend an einen anderen Standort bringen möchtest, kann das grundsätzlich funktionieren. In der Praxis wird ein solcher Prozess jedoch schnell vergessen.
Automatisierte Cloud Sicherungen reduzieren dieses Risiko. Neue Sicherungsstände können regelmäßig auf dein externes Ziel übertragen werden.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass du unterschiedliche Aufbewahrungsstrategien für lokale und externe Backups verwenden kannst. Du benötigst möglicherweise nicht jede kurzfristige Sicherung dauerhaft in der Cloud.
Lokal kannst du beispielsweise sehr viele aktuelle Wiederherstellungspunkte aufbewahren, damit du bei alltäglichen Problemen schnell reagieren kannst. Extern kannst du dagegen ausgewählte Sicherungsstände länger speichern.
Damit kannst du Speicherbedarf und Kosten besser kontrollieren.
Auch das Grandfather Father Son Prinzip kann für langfristige Sicherungsstrategien interessant sein. Dabei werden bestimmte tägliche, wöchentliche, monatliche oder jährliche Sicherungsstände unterschiedlich lange aufbewahrt.
Dadurch musst du nicht jeden einzelnen Sicherungspunkt über mehrere Jahre speichern und besitzt trotzdem eine langfristige Historie.
Für den Ransomware Schutz ist allerdings nicht nur der Speicherort entscheidend. Ein Backup in der Cloud ist nicht automatisch sicher vor einem Angreifer.
Wenn ein kompromittiertes Administratorkonto vollständigen Zugriff auf deine Cloud Sicherungen besitzt, kann ein Angreifer möglicherweise versuchen, auch diese Daten zu löschen oder zu verändern.
Genau deshalb sind unveränderliche Backups besonders wichtig.
VM Backup unterstützt sogenannte Immutable Backups bei verschiedenen kompatiblen Cloud Speichern. Dazu gehören entsprechende Möglichkeiten bei Microsoft Azure, Amazon S3, Wasabi, Backblaze B2 und Impossible Cloud Storage.
Immutable bedeutet in diesem Zusammenhang, dass eine Sicherung für einen vorher definierten Zeitraum gegen Veränderung und Löschung geschützt werden kann.
Das ist ein entscheidender Unterschied zu einem normalen Backup Ordner. Wenn ein Angreifer Administratorrechte auf deinem Backup Server erhält, könnte er normale Sicherungsdateien möglicherweise löschen.
Bei einer korrekt eingerichteten unveränderlichen Sicherung funktioniert das während des definierten Schutzzeitraums nicht ohne Weiteres. Der Sicherungsstand bleibt bestehen, bis die entsprechende Aufbewahrungsfrist abgelaufen ist.
Damit kannst du einen der wichtigsten Angriffswege moderner Ransomware erschweren.
Früher konzentrierten sich viele Ransomware Angriffe vor allem darauf, Dateien auf Computern und Servern zu verschlüsseln. Unternehmen konnten ihre Daten anschließend häufig einfach aus vorhandenen Sicherungen wiederherstellen.
Angreifer haben darauf reagiert. Moderne Angriffe versuchen deshalb teilweise gezielt, Backup Systeme zu kompromittieren, Sicherungen zu löschen oder Wiederherstellungspunkte unbrauchbar zu machen.
Wenn der Angreifer deine produktiven virtuellen Maschinen verschlüsselt und gleichzeitig sämtliche erreichbaren Backups löscht, verliert deine klassische Datensicherung ihren Nutzen.
Unveränderliche Sicherungen sollen genau dieses Risiko reduzieren.
Du kannst beispielsweise festlegen, dass bestimmte Sicherungsstände für einen definierten Zeitraum unveränderbar bleiben. Selbst wenn ein Administrator versehentlich versucht, diese Sicherungen zu löschen, verhindert der Schutzmechanismus die Entfernung innerhalb dieser Zeitspanne.
Das schützt nicht nur gegen Ransomware, sondern auch gegen Bedienfehler oder absichtliche Manipulation.
Allerdings solltest du die Aufbewahrungsfrist sorgfältig wählen. Wenn du eine Sicherung beispielsweise für mehrere Monate unveränderlich speicherst, kannst du sie während dieser Zeit nicht einfach entfernen, nur weil du plötzlich Speicherplatz sparen möchtest.
Das kann Auswirkungen auf deine Cloud Kosten haben.
Du solltest deshalb vor der Einrichtung berechnen, wie viel Datenvolumen während der gewünschten Schutzdauer entsteht.
Wenn deine virtuelle Infrastruktur beispielsweise täglich große Datenmengen verändert, kann eine lange unveränderliche Aufbewahrung entsprechend viel Speicherplatz benötigen.
Deduplizierung und Komprimierung können dabei helfen, den benötigten Speicherbedarf zu reduzieren. VM Backup verwendet entsprechende Technologien, um redundante Daten möglichst effizient zu speichern.
Gerade bei virtuellen Maschinen kann Deduplizierung einen großen Unterschied machen. Mehrere Windows Server besitzen beispielsweise viele identische Betriebssystemdateien.
Statt diese Daten für jede virtuelle Maschine immer wieder vollständig zu speichern, können identische Datenblöcke effizienter behandelt werden.
Trotzdem solltest du deine Cloud Kosten anhand deiner tatsächlichen Umgebung kalkulieren. Theoretische Kompressionswerte können stark von deinen realen Daten abweichen.
Eine Datenbank mit ständig neuen Informationen verhält sich anders als mehrere nahezu identische Windows Server. Videos, Archive und bereits komprimierte Dateien bieten wiederum weniger Einsparpotenzial.
Neben Unveränderlichkeit spielt Verschlüsselung eine wichtige Rolle. VM Backup unterstützt AES Verschlüsselung für entsprechende Sicherungsszenarien.
Damit kannst du deine Backup Daten gegen unbefugtes Lesen schützen.
Das ist besonders bei Cloud Backups wichtig. Deine Daten verlassen schließlich deine unmittelbare lokale Infrastruktur und werden auf Systemen eines externen Anbieters gespeichert.
Ein vollständiges VM Backup kann sehr sensible Informationen enthalten. Dazu gehören beispielsweise Datenbanken, Dokumente, Benutzerprofile, Konfigurationen und möglicherweise personenbezogene Daten.
Deshalb solltest du Sicherungsdaten sowohl während der Übertragung als auch bei der Speicherung angemessen schützen.
Dabei musst du zwischen Verschlüsselung und Unveränderlichkeit unterscheiden. Beide Funktionen lösen unterschiedliche Probleme.
Verschlüsselung schützt die Vertraulichkeit deiner Daten. Ein unbefugter Benutzer soll die Sicherungsinhalte nicht einfach lesen können.
Unveränderlichkeit schützt dagegen die Integrität und Verfügbarkeit der Sicherung. Ein vorhandener Sicherungsstand soll während eines definierten Zeitraums nicht verändert oder gelöscht werden können.
Für eine starke Ransomware Strategie solltest du beide Aspekte berücksichtigen.
Auch die Zugriffsrechte auf deine Backup Infrastruktur sind entscheidend. Wenn du für produktive Systeme und Backup Verwaltung dieselben Administratorkonten verwendest, kann ein kompromittiertes Konto besonders große Auswirkungen haben.
Du solltest deshalb administrative Berechtigungen möglichst sauber trennen.
Ein Administrator, der virtuelle Maschinen verwaltet, muss nicht zwangsläufig uneingeschränkte Rechte auf sämtliche Cloud Backups besitzen.
Je stärker du unterschiedliche Sicherheitsebenen voneinander trennst, desto schwieriger wird es für einen Angreifer, deine komplette Infrastruktur mit einem einzigen kompromittierten Konto zu kontrollieren.
Auch Mehrfaktor Authentifizierung sollte bei allen beteiligten Verwaltungszugängen eingesetzt werden, sofern sie verfügbar ist.
Passwörter allein sind für besonders kritische Administrationskonten keine ausreichende Sicherheitsstrategie.
Ransomware Schutz beginnt außerdem nicht erst beim Backup. VM Backup ist eine Sicherungs und Wiederherstellungslösung und keine vollständige Endpoint Security Plattform.
Die Software verhindert nicht automatisch, dass Schadsoftware in deine Umgebung gelangt.
Du benötigst deshalb weiterhin weitere Sicherheitsmaßnahmen. Dazu gehören beispielsweise aktuelle Betriebssysteme, regelmäßiges Patch Management, Endpoint Protection, Netzwerksegmentierung, sichere Administrationskonten und geeignete Überwachung.
VM Backup bildet die Recovery Ebene innerhalb dieser Sicherheitsstrategie.
Wenn deine Präventionsmaßnahmen versagen und ein Angreifer tatsächlich Daten verschlüsselt, benötigst du einen funktionierenden Wiederherstellungspunkt.
Genau hier werden unveränderliche Backups besonders wertvoll.
Du solltest allerdings nicht automatisch den neuesten Sicherungsstand wiederherstellen. Bei einem Ransomware Vorfall kann sich die Schadsoftware bereits längere Zeit unbemerkt in deiner Infrastruktur befunden haben.
Vielleicht wurde dein Server bereits vor fünf Tagen kompromittiert, während die eigentliche Verschlüsselung erst heute gestartet wurde.
Wenn du einfach das Backup von gestern zurückspielst, kann dieses möglicherweise bereits kompromittierte Bestandteile enthalten.
Deshalb benötigst du mehrere historische Wiederherstellungspunkte.
Je länger deine Backup Historie zurückreicht, desto größer ist deine Chance, einen Zustand vor der eigentlichen Kompromittierung zu finden.
Genau deshalb solltest du bei der Aufbewahrung nicht ausschließlich an technische Defekte denken.
Ein Festplattenausfall wird normalerweise sofort sichtbar. Ein Cyberangriff kann dagegen über Wochen unentdeckt bleiben.
Für wichtige Systeme kann deshalb eine längere Backup Historie sinnvoll sein.
Nach einem Ransomware Angriff solltest du einen wiederhergestellten Server außerdem nicht sofort wieder in dein produktives Netzwerk stellen.
Eine isolierte Recovery Umgebung ist deutlich sinnvoller.
VM Backup bietet dir mit Sandbox Restore und Recovery as Clone Möglichkeiten, gesicherte virtuelle Maschinen zunächst getrennt vom Produktivsystem bereitzustellen.
Dadurch kannst du einen ausgewählten Wiederherstellungspunkt überprüfen, bevor du ihn wieder produktiv verwendest.
Du kannst beispielsweise kontrollieren, ob Dateien bereits verschlüsselt sind, verdächtige Prozesse vorhanden sind oder andere Hinweise auf eine Kompromittierung bestehen.
Erst wenn der Sicherungsstand ausreichend überprüft wurde, solltest du die virtuelle Maschine wieder in deine normale Infrastruktur integrieren.
Auch Instant Boot kann bei einem Ransomware Vorfall hilfreich sein. Damit kannst du eine virtuelle Maschine direkt aus einem Backup starten und musst nicht zunächst sämtliche Daten vollständig wiederherstellen.
Dadurch kannst du verschiedene Sicherungsstände schneller überprüfen.
Allerdings solltest du solche Tests ebenfalls in einer isolierten Umgebung durchführen.
Wenn du eine möglicherweise kompromittierte VM direkt in dein produktives Netzwerk startest, könntest du den Sicherheitsvorfall erneut auslösen.
Die Kombination aus Cloud Backup, unveränderlichen Sicherungen und isolierten Recovery Tests bietet dir deshalb eine wesentlich robustere Strategie als eine einzelne lokale Sicherung.
Ein sinnvolles Konzept orientiert sich beispielsweise an der 3 2 1 1 Regel.
Dabei hältst du mehrere Kopien deiner Daten vor, verwendest unterschiedliche Speicherarten und bewahrst mindestens eine Kopie außerhalb deines eigenen Standorts auf. Zusätzlich besitzt du mindestens eine unveränderliche beziehungsweise besonders geschützte Sicherung.
Für deine virtuelle Infrastruktur könnte das beispielsweise bedeuten, dass die produktiven Daten auf deinem normalen Storage liegen, ein lokales Backup auf einem separaten Backup Speicher gespeichert wird und eine zusätzliche Kopie in einem kompatiblen Cloud Speicher landet.
Mindestens ein Sicherungsbestand wird dabei unveränderlich gespeichert.
Damit besitzt du unterschiedliche Wiederherstellungswege.
Bei einer versehentlich gelöschten Datei verwendest du dein lokales Backup.
Bei einem ausgefallenen Storage System stellst du deine VMs ebenfalls aus deiner lokalen Sicherung wieder her.
Bei einem kompletten Standortausfall greifst du auf deine externe Cloud Kopie zurück.
Nach einem Ransomware Angriff kannst du nach einem geeigneten unveränderlichen Sicherungsstand suchen.
Genau diese verschiedenen Ebenen machen eine moderne Backup Strategie widerstandsfähiger.
Du solltest außerdem regelmäßig testen, ob sich deine Cloud Backups tatsächlich wiederherstellen lassen.
Ein erfolgreicher Upload bedeutet nicht automatisch, dass deine komplette Disaster Recovery Strategie funktioniert.
Führe deshalb Test Restores aus unterschiedlichen Sicherungszielen durch.
Stelle beispielsweise eine virtuelle Maschine testweise aus deinem Cloud Backup wieder her und dokumentiere, wie lange der Vorgang benötigt.
Dadurch bekommst du realistische Werte für deine Wiederherstellungsdauer.
Gerade bei großen Datenmengen kann die Geschwindigkeit deiner Internetverbindung zum entscheidenden Faktor werden.
Wenn du zehn Terabyte aus der Cloud zurückholen musst, kann selbst eine schnelle Verbindung längere Zeit ausgelastet sein.
Für geschäftskritische Systeme solltest du deshalb überlegen, welche VMs zuerst wieder verfügbar sein müssen.
Du musst bei einem kompletten Standortausfall nicht zwangsläufig sämtliche Systeme gleichzeitig wiederherstellen.
Ein Domain Controller, eine zentrale Datenbank und wichtige Geschäftsanwendungen können eine höhere Priorität besitzen als Testserver oder Archivsysteme.
Diese Priorisierung sollte Bestandteil deiner Business Continuity Planung sein.
Auch die Datenresidenz kann bei Cloud Backups wichtig sein. Wenn du personenbezogene oder vertrauliche Unternehmensdaten sicherst, solltest du prüfen, in welcher Region deine Sicherungen gespeichert werden und welche rechtlichen Anforderungen für dein Unternehmen gelten.
Gerade bei europäischen Unternehmen spielen Datenschutz und vertragliche Anforderungen eine wichtige Rolle.
Du solltest deshalb den Cloud Anbieter nicht ausschließlich anhand von Preis und Geschwindigkeit auswählen.
Speicherregion, Sicherheitsfunktionen, Zertifizierungen, Vertragsbedingungen und Möglichkeiten zur unveränderlichen Speicherung können genauso wichtig sein.
Auch die Wiederherstellungskosten solltest du bereits vor einem Notfall kennen.
Ein günstiger Cloud Speicher kann beim normalen Speichern attraktiv erscheinen, aber bei großen Rückübertragungen andere Kosten verursachen.
Für deine Kalkulation solltest du deshalb mindestens Speicherbedarf, monatliches Wachstum, gewünschte Aufbewahrungszeit und mögliche Wiederherstellungsmengen berücksichtigen.
Ein praktischer Test mit deinen tatsächlichen virtuellen Maschinen liefert dabei bessere Werte als eine rein theoretische Berechnung.
Auch die Geschwindigkeit des ersten Cloud Backups solltest du berücksichtigen.
Wenn du mehrere Terabyte Daten besitzt, kann die initiale Übertragung entsprechend lange dauern.
Danach müssen normalerweise vor allem die Veränderungen übertragen werden, wodurch der tägliche Datenverkehr deutlich geringer ausfallen kann.
Du solltest die erste große Übertragung deshalb möglichst zu einem Zeitpunkt planen, an dem ausreichend Netzwerkbandbreite zur Verfügung steht.
Auch Bandbreitenbegrenzungen können abhängig von deiner Infrastruktur sinnvoll sein, damit deine normalen Geschäftsanwendungen nicht durch umfangreiche Backup Übertragungen beeinträchtigt werden.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Überwachung. Du solltest regelmäßig kontrollieren, ob deine externen Sicherungskopien tatsächlich erfolgreich erstellt wurden.
Ein lokales Backup kann funktionieren, während die zusätzliche Cloud Kopie aufgrund eines Verbindungsproblems seit mehreren Tagen fehlschlägt.
Wenn du das nicht bemerkst, glaubst du möglicherweise, eine externe Sicherung zu besitzen, obwohl dein letzter erfolgreicher Stand bereits deutlich älter ist.
Deshalb sollten fehlgeschlagene Backup Aufgaben und Offsite Kopien möglichst schnell erkannt werden.
Auch die Integrität deiner Sicherungsdaten sollte regelmäßig überprüft werden. VM Backup stellt dafür Funktionen wie den Backup Health Monitor bereit.
Dadurch können Probleme innerhalb deiner Backup Daten frühzeitig sichtbar werden.
Trotzdem solltest du zusätzlich echte Wiederherstellungstests durchführen. Ein technischer Integritätscheck und ein vollständiger Recovery Test beantworten unterschiedliche Fragen.
Der Integritätscheck prüft deine Sicherungsdaten. Der Recovery Test zeigt dir, ob dein gesamter Wiederherstellungsprozess tatsächlich funktioniert.
Der Tool Teil Cloud Backup und Ransomware Schutz von VM Backup erweitert deine klassische lokale Datensicherung damit um eine wichtige externe Sicherheitsebene. Du kannst Sicherungskopien außerhalb deiner eigenen Infrastruktur speichern und verschiedene kompatible Cloud Speicher in deine Backup Strategie integrieren.
Besonders wertvoll sind dabei unveränderliche Sicherungen. Sie können verhindern, dass geschützte Backup Stände innerhalb eines definierten Zeitraums einfach verändert oder gelöscht werden. Damit erschwerst du es einem Angreifer erheblich, neben deinen produktiven virtuellen Maschinen auch sämtliche Wiederherstellungspunkte zu zerstören.
In Kombination mit Verschlüsselung, getrennten administrativen Zugängen, mehreren historischen Sicherungsständen und regelmäßigen Recovery Tests kannst du damit eine deutlich robustere Schutzstrategie aufbauen.
Der entscheidende Vorteil liegt nicht darin, dass deine Daten einfach zusätzlich in einer Cloud gespeichert werden. Entscheidend ist die Trennung deiner Sicherungsebenen. Wenn Produktion, lokales Backup und externe unveränderliche Kopie unterschiedliche Schutzbereiche bilden, kann ein einzelner technischer Defekt oder Cyberangriff wesentlich schwerer sämtliche Daten gleichzeitig unbrauchbar machen.
Damit wird Cloud Backup innerhalb von VM Backup zu einem zentralen Bestandteil deiner Disaster Recovery und Ransomware Strategie. Du schützt nicht nur deine virtuellen Maschinen vor einem normalen Hardwareausfall, sondern bereitest dich auch auf Situationen vor, in denen deine komplette lokale Backup Infrastruktur nicht mehr vertrauenswürdig oder verfügbar ist.
Zentrale Verwaltung und Backup Überwachung
Der Tool Teil Zentrale Verwaltung und Backup Überwachung von VM Backup ist für dich besonders wichtig, wenn du nicht nur einzelne virtuelle Maschinen sicherst, sondern mehrere Hosts, zahlreiche VMs oder sogar unterschiedliche Kundenumgebungen verwalten möchtest. Während sich eine kleine Backup Umgebung mit wenigen virtuellen Maschinen noch relativ einfach manuell kontrollieren lässt, steigt der administrative Aufwand mit jedem zusätzlichen Host und jedem neuen Sicherungsauftrag. VM Backup von Hornetsecurity stellt dir deshalb zentrale Verwaltungs und Überwachungsfunktionen zur Verfügung, mit denen du den Zustand deiner Backup Infrastruktur kontrollieren, Sicherungsaufgaben verwalten und Probleme schneller erkennen kannst.
Das grundlegende Ziel besteht darin, dir einen möglichst zentralen Überblick über deine virtuelle Backup Umgebung zu geben. Du möchtest schließlich nicht jeden Hyper V, VMware oder Proxmox Host einzeln öffnen und anschließend kontrollieren, ob die Sicherungen erfolgreich durchgeführt wurden. Gerade in größeren Umgebungen wäre dieser Prozess sehr zeitaufwendig und fehleranfällig.
Stattdessen kannst du deine Backup Aktivitäten innerhalb einer zentralen Verwaltungsumgebung zusammenführen. Dort erkennst du, welche virtuellen Maschinen geschützt werden, welche Sicherungsaufgaben ausgeführt wurden und wo möglicherweise Fehler aufgetreten sind.
Für dich entsteht dadurch eine Art Kontrollzentrum für deine Datensicherung. Du kannst wesentlich schneller beurteilen, ob deine Backup Strategie tatsächlich funktioniert oder ob einzelne Systeme Aufmerksamkeit benötigen.
Das ist wichtig, weil eine automatisierte Sicherung nicht automatisch eine zuverlässige Sicherung bedeutet. Du kannst einen Backup Plan einmal konfigurieren und anschließend monatelang automatisch ausführen lassen. Wenn dabei allerdings unbemerkt Fehler auftreten, besitzt du möglicherweise deutlich weniger aktuelle Wiederherstellungspunkte als erwartet.
Ein klassisches Beispiel ist ein nicht erreichbares Backup Ziel. Vielleicht wird deine lokale Sicherung auf einem NAS gespeichert und dieses Gerät ist aufgrund eines Netzwerkproblems vorübergehend nicht verfügbar. Der Backup Job kann dadurch fehlschlagen.
Wenn du den Status nicht kontrollierst, bemerkst du das möglicherweise erst Wochen später. Im schlimmsten Fall fällt genau dann eine virtuelle Maschine aus und du stellst fest, dass der letzte verwendbare Sicherungsstand wesentlich älter ist als gedacht.
Die zentrale Überwachung soll genau solche Situationen sichtbar machen. Du kannst den Zustand deiner Sicherungsaufgaben kontrollieren und erkennst schneller, welche Jobs erfolgreich abgeschlossen wurden und welche Probleme aufweisen.
Dabei spielt das Dashboard eine wichtige Rolle. Es gibt dir einen zusammengefassten Überblick über deine Backup Umgebung und ermöglicht dir, den aktuellen Status zu beurteilen.
Du kannst beispielsweise nachvollziehen, welche Sicherungsaktivitäten gerade ausgeführt werden und wie weit diese fortgeschritten sind. Das ist besonders hilfreich, wenn du mehrere virtuelle Maschinen gleichzeitig sicherst.
Bei großen VMs können einzelne Backup Vorgänge längere Zeit laufen. Über die zentrale Ansicht kannst du kontrollieren, ob der Prozess normal fortschreitet oder möglicherweise ungewöhnlich lange dauert.
Das kann dir helfen, Performance Probleme frühzeitig zu erkennen. Wenn eine Sicherung normalerweise zwanzig Minuten benötigt und plötzlich mehrere Stunden läuft, kann das beispielsweise auf Probleme mit dem Netzwerk, dem Storage oder dem Host hinweisen.
Du solltest deshalb nicht ausschließlich auf die Meldung erfolgreich oder fehlgeschlagen achten. Auch Veränderungen bei der Backup Dauer können wichtige Hinweise liefern.
Wenn deine Sicherungszeiten kontinuierlich steigen, kann beispielsweise das Datenvolumen deiner virtuellen Maschinen stark gewachsen sein. Vielleicht reicht dein bisheriges Backup Fenster inzwischen nicht mehr aus.
In diesem Fall kannst du deine Sicherungsplanung anpassen, zusätzliche Ressourcen bereitstellen oder die Verteilung deiner Backup Jobs verändern.
Die zentrale Verwaltung unterstützt dich damit nicht nur bei der Fehlerkontrolle, sondern auch bei der langfristigen Kapazitätsplanung.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Verwaltung mehrerer Hosts. VM Backup unterstützt verschiedene Virtualisierungsplattformen wie Microsoft Hyper V, VMware und Proxmox. Je nach deiner Infrastruktur können mehrere Hosts und zahlreiche virtuelle Maschinen vorhanden sein.
Wenn du beispielsweise fünf Virtualisierungshosts mit jeweils zwanzig virtuellen Maschinen betreibst, musst du bereits hundert VMs berücksichtigen.
Ohne zentrale Verwaltung wäre es schwierig, dauerhaft den Überblick darüber zu behalten, welche Maschine welchem Sicherungsplan zugeordnet ist.
Du möchtest beispielsweise schnell erkennen können, ob eine neu eingerichtete virtuelle Maschine bereits geschützt wird.
Genau dieser Punkt ist in dynamischen IT Umgebungen besonders wichtig. Virtuelle Maschinen lassen sich innerhalb weniger Minuten erstellen. Ein Administrator richtet beispielsweise einen neuen Server ein und stellt ihn anschließend produktiv bereit.
Wenn niemand daran denkt, diesen Server in die Backup Strategie aufzunehmen, läuft die virtuelle Maschine möglicherweise wochenlang ohne Sicherung.
VM Backup bietet deshalb Funktionen zur automatischen Konfiguration neu erkannter virtueller Maschinen. Du kannst Regeln definieren, anhand derer neue VMs automatisch bestimmten Backup Einstellungen zugeordnet werden.
Damit kannst du beispielsweise festlegen, welches Sicherungsziel verwendet wird, welcher Zeitplan gilt und welche Aufbewahrungsregeln angewendet werden sollen.
Für dich reduziert das den manuellen Verwaltungsaufwand und gleichzeitig das Risiko, dass neue Systeme versehentlich ohne Backup bleiben.
Du kannst außerdem Ausschlussregeln verwenden. Das ist sinnvoll, weil nicht jede automatisch erkannte VM tatsächlich gesichert werden muss.
Vielleicht besitzt du temporäre Testmaschinen, Entwicklungsumgebungen oder automatisch erzeugte Recovery Systeme. Wenn diese ebenfalls automatisch in deine Backup Strategie aufgenommen würden, könnten sie unnötig Speicherplatz und Ressourcen verbrauchen.
Mit entsprechenden Regeln kannst du deshalb bestimmen, welche virtuellen Maschinen automatisch geschützt und welche ausgeschlossen werden sollen.
Gerade in größeren Umgebungen kann diese Automatisierung erheblich zur Standardisierung beitragen.
Statt dass jeder Administrator selbst entscheidet, wie eine neue VM gesichert wird, kannst du zentrale Vorgaben definieren.
Das hilft dir dabei, einheitliche Backup Standards durchzusetzen.
Du kannst beispielsweise festlegen, dass sämtliche produktiven virtuellen Maschinen automatisch täglich gesichert werden und bestimmte besonders wichtige Systeme zusätzliche Sicherungen erhalten.
Damit wird deine Backup Strategie weniger abhängig von manuellen Einzelentscheidungen.
Auch für Managed Service Provider ist die zentrale Verwaltung interessant. Wenn du als IT Dienstleister virtuelle Umgebungen mehrerer Kunden betreust, möchtest du nicht jede Installation einzeln überprüfen.
Eine zentrale Management Umgebung kann dir dabei helfen, unterschiedliche Backup Installationen zusammenzuführen und den Status verschiedener Kundenumgebungen zu kontrollieren.
Dadurch kannst du schneller erkennen, bei welchem Kunden ein Backup Problem aufgetreten ist.
Gerade für Managed Service Provider ist das entscheidend, weil die Anzahl der zu verwaltenden Sicherungsaufgaben schnell sehr groß werden kann.
Wenn du beispielsweise fünfzig Kunden mit jeweils mehreren virtuellen Maschinen betreust, können täglich Hunderte oder sogar Tausende Backup Jobs ausgeführt werden.
Eine manuelle Kontrolle jedes einzelnen Jobs wäre kaum praktikabel.
Du benötigst deshalb Mechanismen, die Probleme hervorheben und erfolgreiche Standardvorgänge möglichst automatisiert behandeln.
VM Backup bietet dir dafür zentrale Überwachungsmöglichkeiten und Benachrichtigungen.
Benachrichtigungen sind ein wichtiger Bestandteil einer professionellen Backup Überwachung. Du solltest nicht darauf angewiesen sein, jeden Morgen manuell ein Dashboard zu öffnen und sämtliche Sicherungsaufgaben zu kontrollieren.
Wenn ein wichtiger Backup Job fehlschlägt, möchtest du möglichst schnell darüber informiert werden.
Dadurch kannst du reagieren, bevor ein weiterer Sicherungszyklus ebenfalls fehlschlägt.
Stell dir beispielsweise vor, das Backup einer geschäftskritischen Datenbank VM schlägt am Montagabend fehl. Wenn du erst am Freitag zufällig den Status kontrollierst, fehlen dir möglicherweise mehrere Tage an aktuellen Sicherungen.
Wenn du dagegen unmittelbar eine Benachrichtigung erhältst, kannst du bereits am nächsten Morgen nach der Ursache suchen.
Damit verkürzt du den Zeitraum, in dem ein System möglicherweise ohne aktuellen Schutz läuft.
Bei der Überwachung solltest du allerdings darauf achten, nicht zu viele Benachrichtigungen zu erzeugen.
Wenn du bei jeder erfolgreichen Sicherung, jeder Warnung und jedem kleinen Ereignis eine Nachricht erhältst, entsteht schnell eine sogenannte Alarmmüdigkeit.
Du bekommst dann so viele Meldungen, dass wichtige Fehler zwischen unkritischen Informationen untergehen.
Eine gute Monitoring Strategie priorisiert deshalb relevante Ereignisse.
Kritische Fehler sollten unmittelbar sichtbar sein. Weniger wichtige Informationen können dagegen beispielsweise in regelmäßigen Berichten zusammengefasst werden.
Auch Reports können für deine Backup Überwachung hilfreich sein.
Du kannst damit nachvollziehen, wie zuverlässig deine Sicherungsstrategie über einen längeren Zeitraum funktioniert.
Ein einzelner fehlgeschlagener Backup Job kann beispielsweise ein kurzfristiges Netzwerkproblem gewesen sein. Wenn dieselbe virtuelle Maschine jedoch regelmäßig Probleme verursacht, solltest du genauer untersuchen, warum.
Langfristige Berichte helfen dir, solche Muster zu erkennen.
Vielleicht schlägt beispielsweise jeden Montagmorgen die Sicherung eines bestimmten Servers fehl, weil gleichzeitig ein anderer ressourcenintensiver Prozess ausgeführt wird.
Wenn du nur einzelne Fehlermeldungen betrachtest, erkennst du dieses Muster möglicherweise nicht sofort.
Eine längerfristige Auswertung kann dir dagegen zeigen, dass das Problem regelmäßig zum gleichen Zeitpunkt auftritt.
Dann kannst du beispielsweise den Backup Zeitplan verändern oder die Ressourcenverteilung anpassen.
Auch für Compliance und interne Dokumentation können Berichte interessant sein.
In manchen Unternehmen musst du nachweisen können, dass bestimmte Systeme regelmäßig gesichert werden.
Eine zentrale Übersicht über Backup Aktivitäten kann dir dabei helfen, solche Anforderungen zu dokumentieren.
Du solltest allerdings beachten, dass ein Backup Bericht nicht automatisch sämtliche regulatorischen Anforderungen erfüllt. Je nach Branche können zusätzliche Vorgaben für Archivierung, Aufbewahrung, Zugriffsschutz oder Dokumentation gelten.
VM Backup liefert dir die technischen Informationen über deine Sicherungsprozesse. Wie diese Informationen in deine Compliance Anforderungen eingebunden werden, musst du anhand deiner konkreten Vorgaben beurteilen.
Ein besonders wichtiger Bestandteil der Überwachung ist der Backup Health Monitor.
Dieser Bereich geht über die reine Kontrolle erfolgreicher Backup Jobs hinaus.
Ein Sicherungsvorgang kann technisch erfolgreich abgeschlossen werden und trotzdem können später Probleme innerhalb des Backup Speichers entstehen.
Speichermedien können Fehler entwickeln. Daten können beschädigt werden und andere technische Probleme können die Integrität deiner Sicherungen beeinträchtigen.
Der Backup Health Monitor soll solche Probleme innerhalb deiner Backup Daten erkennen und soweit vorgesehen korrigieren beziehungsweise betroffene Bereiche überprüfen.
Damit bekommst du eine zusätzliche Ebene für die Qualitätssicherung deiner Backups.
Du kontrollierst nicht nur, ob Daten erfolgreich geschrieben wurden, sondern auch, ob deine vorhandenen Sicherungen weiterhin in einem geeigneten Zustand sind.
Das ist besonders wichtig bei langfristig aufbewahrten Backups.
Vielleicht besitzt du einen Sicherungsstand, der vor sechs Monaten erstellt wurde und seitdem nicht mehr verwendet wurde.
Wenn du diesen Datenbestand erst nach einem größeren Ausfall wieder benötigst, möchtest du nicht dann zum ersten Mal feststellen, dass Teile davon beschädigt sind.
Regelmäßige Integritätsprüfungen können solche Risiken reduzieren.
Trotzdem solltest du den Backup Health Monitor nicht als Ersatz für echte Wiederherstellungstests betrachten.
Eine technische Integritätsprüfung beantwortet die Frage, ob deine Backup Daten strukturell in Ordnung sind.
Ein Recovery Test beantwortet dagegen eine viel wichtigere praktische Frage: Kannst du aus diesen Daten tatsächlich wieder einen funktionierenden Server herstellen?
Deshalb solltest du beide Verfahren miteinander kombinieren.
VM Backup bietet dir verschiedene Funktionen für Testwiederherstellungen und Sandbox Restore.
Damit kannst du eine virtuelle Maschine aus einem vorhandenen Sicherungsstand starten beziehungsweise wiederherstellen und überprüfen, ob das System tatsächlich funktioniert.
Du solltest solche Tests regelmäßig durchführen.
Besonders wichtig sind dabei deine geschäftskritischen virtuellen Maschinen.
Wenn du beispielsweise hundert VMs betreibst, musst du möglicherweise nicht jede Woche jede einzelne vollständig wiederherstellen.
Du solltest aber zumindest deine wichtigsten Systeme regelmäßig überprüfen.
Dazu gehören beispielsweise Domain Controller, zentrale Datenbanken, ERP Systeme, Dateiserver oder andere geschäftskritische Anwendungen.
Bei einem Test solltest du nicht nur kontrollieren, ob das Betriebssystem startet.
Überprüfe auch die eigentliche Anwendung.
Ein Windows Server kann technisch erfolgreich booten, während die darauf betriebene Datenbank trotzdem beschädigt ist.
Deshalb solltest du möglichst anwendungsbezogene Recovery Tests durchführen.
Kann sich ein Benutzer anmelden? Startet die Datenbank? Sind wichtige Dateien vorhanden? Funktionieren benötigte Dienste?
Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, weißt du, ob dein Backup tatsächlich den gewünschten Schutz bietet.
Die zentrale Verwaltung kann dir außerdem dabei helfen, unterschiedliche Sicherungsziele zu überwachen.
Vielleicht verwendest du ein lokales NAS für schnelle Wiederherstellungen und zusätzlich einen Cloud Speicher für externe Sicherungskopien.
Dann musst du kontrollieren, ob beide Ebenen funktionieren.
Es kann beispielsweise vorkommen, dass dein lokales Backup erfolgreich erstellt wird, die anschließende externe Kopie aber wegen eines Netzwerkproblems fehlschlägt.
Wenn du nur den lokalen Sicherungsstatus kontrollierst, glaubst du möglicherweise, dass deine komplette Backup Strategie funktioniert.
Tatsächlich fehlt dir aber die externe Sicherheitskopie.
Deshalb solltest du lokale Backups und externe Kopien getrennt überwachen.
Gerade bei einer Ransomware Strategie ist das entscheidend.
Wenn deine unveränderliche externe Sicherung seit mehreren Wochen nicht mehr aktualisiert wurde, besitzt du möglicherweise einen wesentlich älteren Recovery Punkt als erwartet.
Auch den verfügbaren Speicherplatz solltest du überwachen.
Ein Backup Repository besitzt nur begrenzte Kapazität.
Wenn deine virtuellen Maschinen wachsen oder deine Aufbewahrungsfristen verlängert werden, steigt der Speicherbedarf.
Deduplizierung und Komprimierung können diesen Bedarf reduzieren, aber nicht vollständig verhindern.
Du solltest deshalb beobachten, wie schnell deine Backup Speicher wachsen.
Wenn ein Repository beispielsweise bereits zu 90 Prozent gefüllt ist, solltest du nicht warten, bis die nächste Sicherung wegen fehlenden Speicherplatzes fehlschlägt.
Eine frühzeitige Kapazitätsplanung gibt dir ausreichend Zeit, zusätzliche Speicherkapazität bereitzustellen oder deine Aufbewahrungsregeln anzupassen.
Dabei solltest du ältere Sicherungen nicht einfach manuell löschen.
Backup Ketten können Abhängigkeiten besitzen. Wenn du einzelne Bestandteile außerhalb der vorgesehenen Verwaltung entfernst, kannst du möglicherweise spätere Wiederherstellungspunkte beschädigen.
Nutze deshalb die Aufbewahrungsfunktionen von VM Backup, um alte Sicherungen kontrolliert zu verwalten.
Auch die Performance deiner Backup Infrastruktur kannst du über eine regelmäßige Überwachung besser beurteilen.
Wenn deine Sicherungen mit der Zeit immer länger benötigen, kann das unterschiedliche Ursachen haben.
Vielleicht wächst die Datenmenge. Vielleicht ist dein Netzwerk ausgelastet oder dein Backup Storage erreicht seine Leistungsgrenzen.
Solche Entwicklungen solltest du möglichst erkennen, bevor deine Sicherungen nicht mehr innerhalb des vorgesehenen Backup Fensters abgeschlossen werden können.
Besonders bei Continuous Data Protection ist die Performance relevant.
Wenn du eine virtuelle Maschine beispielsweise sehr häufig sichern möchtest, muss der vorherige Sicherungsvorgang rechtzeitig abgeschlossen sein.
Wenn deine Infrastruktur zu langsam ist, kannst du die geplanten kurzen Intervalle möglicherweise praktisch nicht erreichen.
Monitoring hilft dir dabei, solche Abweichungen zwischen theoretischer Konfiguration und tatsächlicher Leistung zu erkennen.
Auch Änderungen an deiner Virtualisierungsumgebung solltest du beobachten.
Virtuelle Maschinen können verschoben, umbenannt oder gelöscht werden. Neue Hosts können hinzukommen.
Deine Backup Strategie muss mit diesen Veränderungen Schritt halten.
Eine zentrale Verwaltung erleichtert dir diesen Prozess erheblich.
Statt jeden Host einzeln zu kontrollieren, kannst du Veränderungen innerhalb deiner Umgebung besser nachvollziehen und neue Systeme entsprechend absichern.
Dabei solltest du regelmäßig prüfen, ob sämtliche produktiven VMs tatsächlich einem Sicherungsplan zugeordnet sind.
Eine einfache Bestandsaufnahme kann sehr hilfreich sein.
Vergleiche beispielsweise die Anzahl deiner produktiven virtuellen Maschinen mit der Anzahl der durch VM Backup geschützten Systeme.
Wenn deine Virtualisierungsplattform 120 produktive VMs enthält, deine Backup Übersicht aber nur 115 geschützte Maschinen zeigt, solltest du die Differenz untersuchen.
Genau solche einfachen Kontrollen können verhindern, dass einzelne Systeme übersehen werden.
Für größere Unternehmen kann auch eine rollenbasierte Organisation der Backup Verwaltung wichtig sein.
Nicht jeder Administrator benötigt zwangsläufig die gleichen Rechte.
Ein Mitarbeiter soll vielleicht lediglich den Backup Status kontrollieren, während nur bestimmte Personen Sicherungsziele verändern oder Wiederherstellungen starten dürfen.
Eine saubere Trennung administrativer Berechtigungen verbessert nicht nur die Organisation, sondern auch die Sicherheit.
Das ist besonders im Zusammenhang mit Ransomware relevant.
Wenn jedes normale Administratorkonto vollständigen Zugriff auf sämtliche Backup Funktionen besitzt, kann ein kompromittiertes Konto größere Schäden verursachen.
Deshalb solltest du deine Backup Verwaltung möglichst stark von deiner normalen Produktionsadministration trennen.
Auch Zugangsdaten für Cloud Speicher und externe Backup Ziele sollten sorgfältig geschützt werden.
Deine zentrale Backup Verwaltung besitzt schließlich Zugriff auf besonders wertvolle Datenbestände.
Ein vollständiges VM Backup kann nahezu sämtliche Informationen eines Unternehmens enthalten.
Deshalb sollte die Backup Infrastruktur mindestens genauso sorgfältig geschützt werden wie deine produktiven Server.
Neben technischen Kontrollen spielt auch die organisatorische Verantwortung eine Rolle.
Es sollte klar definiert sein, wer täglich beziehungsweise regelmäßig den Backup Status kontrolliert.
Wenn sich jeder Administrator darauf verlässt, dass ein anderer die Überwachung übernimmt, kann ein Problem lange unentdeckt bleiben.
Du kannst deshalb beispielsweise einen festen Prozess definieren.
Kritische Fehlermeldungen werden unmittelbar bearbeitet. Regelmäßige Berichte werden kontrolliert und in bestimmten Abständen werden Recovery Tests durchgeführt.
Dadurch wird aus der Backup Überwachung ein reproduzierbarer Prozess.
Gerade für Managed Service Provider ist diese Standardisierung wichtig.
Wenn du zahlreiche Kunden betreust, kannst du nicht für jede Umgebung völlig unterschiedliche Abläufe verwenden.
Einheitliche Sicherungsrichtlinien, Monitoring Prozesse und Eskalationswege reduzieren deinen administrativen Aufwand.
Du kannst beispielsweise definieren, wann ein fehlgeschlagenes Backup automatisch erneut gestartet wird, wann ein Administrator eingreifen muss und wann ein Kunde informiert wird.
Auch Service Level Agreements können dadurch besser überwacht werden.
Wenn du einem Kunden beispielsweise zusicherst, dass seine wichtigsten virtuellen Maschinen täglich gesichert werden, musst du überprüfen können, ob diese Vorgabe tatsächlich eingehalten wurde.
Eine zentrale Backup Überwachung liefert dir dafür die notwendigen Statusinformationen.
Auch dein Recovery Point Objective kannst du damit besser kontrollieren.
Wenn eine geschäftskritische VM eigentlich alle 15 Minuten gesichert werden soll, der letzte erfolgreiche Wiederherstellungspunkt aber bereits drei Stunden alt ist, wird dein geplantes Recovery Point Objective nicht mehr eingehalten.
Das Monitoring sollte deshalb nicht ausschließlich fragen, ob irgendwann ein Backup erfolgreich war.
Viel wichtiger ist die Frage, wie alt der letzte erfolgreiche Wiederherstellungspunkt ist.
Genau diese Denkweise macht aus einfacher Backup Kontrolle ein echtes Recovery Monitoring.
Du solltest immer überlegen, welche Konsequenz ein aktueller Fehler für deine Wiederherstellung hätte.
Wenn ein wenig wichtiger Testserver seit zwei Tagen nicht gesichert wurde, ist das möglicherweise nicht kritisch.
Wenn deine zentrale Datenbank seit zwei Stunden keinen neuen Sicherungspunkt besitzt, kann sofortiges Handeln notwendig sein.
Deshalb solltest du deine Überwachung an der Kritikalität deiner Systeme ausrichten.
Nicht jeder Fehler besitzt die gleiche Priorität.
Der Tool Teil Zentrale Verwaltung und Backup Überwachung von VM Backup hilft dir damit, deine Sicherungsumgebung nicht nur einzurichten, sondern dauerhaft kontrollierbar zu halten. Du bekommst einen zentralen Überblick über virtuelle Maschinen, Hosts, Sicherungsaufgaben und Wiederherstellungsprozesse und kannst dadurch wesentlich schneller erkennen, wenn ein Bestandteil deiner Backup Strategie nicht wie vorgesehen funktioniert.
Besonders wichtig ist die Kombination aus Statuskontrolle, Benachrichtigungen, automatischer Konfiguration neuer virtueller Maschinen und Integritätsüberwachung. Dadurch kannst du verhindern, dass neue VMs ungesichert bleiben, fehlgeschlagene Backup Jobs über längere Zeit unbemerkt bleiben oder Probleme innerhalb deiner Sicherungsdaten erst im Ernstfall sichtbar werden.
Für dich bedeutet das letztlich weniger manuelle Kontrolle und gleichzeitig mehr Transparenz über den tatsächlichen Schutz deiner virtuellen Infrastruktur. Gerade wenn du viele Hyper V, VMware oder Proxmox Systeme betreibst, wird diese zentrale Sicht entscheidend. Eine professionelle Backup Strategie besteht schließlich nicht nur darin, Sicherungsaufgaben einmal einzurichten. Du musst dauerhaft wissen, welche Systeme geschützt sind, wie aktuell ihre Wiederherstellungspunkte sind, ob externe Kopien funktionieren und ob sich deine Sicherungen im Ernstfall tatsächlich verwenden lassen.
Wichtige Fragen [?]
Ja, VM Backup kannst du tatsächlich dauerhaft kostenlos einsetzen. Hornetsecurity bietet eine Free Edition an, mit der du auf einer unbegrenzten Anzahl unterstützter Hosts jeweils bis zu zwei virtuelle Maschinen sichern kannst. Damit unterscheidet sich die kostenlose Variante von einer typischen zeitlich begrenzten Testversion. Zusätzlich steht zunächst eine 30 Tage Testphase für den erweiterten Funktionsumfang zur Verfügung. Entscheidest du dich anschließend gegen eine kostenpflichtige Lizenz, kannst du zur Free Edition wechseln.
Für dich ist diese Variante vor allem dann interessant, wenn du eine sehr kleine virtuelle Umgebung betreibst oder VM Backup zunächst langfristig kennenlernen möchtest. Hast du beispielsweise einen Hyper V Host mit zwei produktiven VMs, kannst du diese grundsätzlich mit der kostenlosen Edition absichern. Auch für kleine Lab Umgebungen, private Server oder sehr kleine Unternehmen kann das attraktiv sein.
Die entscheidende Grenze liegt allerdings beim Funktionsumfang und bei der Anzahl der geschützten virtuellen Maschinen. Sobald deine Infrastruktur wächst oder du erweiterte Funktionen für Business Continuity, umfangreichere Verwaltung und besondere Recovery Szenarien benötigst, wirst du eine kostenpflichtige Edition prüfen müssen. Deshalb solltest du die Free Edition nicht automatisch als vollständige Alternative zu den kommerziellen Varianten betrachten.
Interessant ist außerdem, dass die Begrenzung pro Host gilt. Betreibst du mehrere unterstützte Hosts, kannst du laut Hersteller auf jedem dieser Hosts bis zu zwei VMs mit der Free Edition schützen. Dadurch kann die kostenlose Variante für kleine verteilte Umgebungen durchaus interessant sein.
Wenn du VMware einsetzt, gibt es allerdings eine wichtige Einschränkung. Die kostenlose Version von VMware ESXi wird von VM Backup nicht unterstützt. Hornetsecurity begründet das mit den technischen beziehungsweise lizenzbedingten Einschränkungen dieser kostenlosen ESXi Variante. Für das Backup von VMware VMs benötigst du deshalb eine unterstützte kostenpflichtige ESXi Umgebung.
Du solltest außerdem nicht nur überprüfen, ob deine Anzahl an VMs in die kostenlose Edition passt. Entscheidend ist, welche Funktionen du tatsächlich benötigst. Wenn du lediglich regelmäßige Sicherungen und grundlegende Wiederherstellungen durchführen möchtest, kann die Free Edition für eine kleine Umgebung erstaunlich weit reichen. Möchtest du dagegen eine umfassende Disaster Recovery Strategie mit erweiterten Sicherungszielen, Replikation und weiteren professionellen Funktionen aufbauen, wird die kostenlose Variante schnell zu begrenzt.
Der Name VM Backup vermittelt zunächst den Eindruck, dass sich die Lösung ausschließlich auf virtuelle Maschinen konzentriert. Tatsächlich bietet Hornetsecurity inzwischen auch Möglichkeiten zum Schutz physischer Microsoft Windows Server. Das ist interessant, wenn deine Infrastruktur nicht vollständig virtualisiert ist und du neben Hyper V, VMware oder Proxmox weiterhin einzelne klassische Windows Server betreibst.
Für dich bedeutet das, dass du eine hybride Infrastruktur nicht zwangsläufig mit komplett voneinander unabhängigen Backup Produkten absichern musst. Vielleicht laufen deine meisten Systeme inzwischen als virtuelle Maschinen, während ein spezieller Server weiterhin direkt auf physischer Hardware betrieben wird. Dann kann Hornetsecurity auch für diesen Bereich eine passende Sicherungsmöglichkeit bereitstellen.
In Nutzer Diskussionen wird genau diese Kombination regelmäßig angesprochen. Administratoren berichten davon, Hornetsecurity beziehungsweise das frühere Altaro vor allem für virtuelle Maschinen einzusetzen und bei Bedarf zusätzlich physische Server zu berücksichtigen. Gleichzeitig zeigt sich dabei, dass die eigentliche Kernkompetenz der Lösung weiterhin deutlich im Bereich der virtuellen Infrastruktur liegt.
Du solltest deshalb unterscheiden, wie groß der physische Anteil deiner Infrastruktur ist. Wenn du hauptsächlich Hyper V, VMware oder Proxmox verwendest und lediglich ein oder zwei physische Windows Server zusätzlich schützen möchtest, kann das bestehende Hornetsecurity Umfeld sehr praktisch sein.
Wenn deine Infrastruktur dagegen überwiegend aus physischen Servern und Arbeitsplatzrechnern besteht, solltest du genauer vergleichen, ob eine stärker auf physische Systeme ausgerichtete Backup Plattform besser zu deinen Anforderungen passt. VM Backup wurde ursprünglich für virtuelle Umgebungen entwickelt und genau dort liegen viele seiner besonderen Stärken wie schnelle VM Wiederherstellung, Replikation, Instant Boot und Hypervisor Integration.
Du solltest außerdem nicht automatisch davon ausgehen, dass jede Funktion für physische Server exakt genauso funktioniert wie für virtuelle Maschinen. Funktionen wie das direkte Starten einer VM aus einem Backup oder bestimmte hypervisorbezogene Recovery Verfahren ergeben bei einem physischen Server technisch keinen Sinn beziehungsweise funktionieren dort anders.
Wenn du sowohl physische als auch virtuelle Server besitzt, solltest du deshalb vor einer Einführung konkret prüfen, welche Wiederherstellungsmethode für jeden Systemtyp vorgesehen ist. Entscheidend ist nicht nur, ob ein Backup erstellt werden kann, sondern wie du den betreffenden Server nach einem vollständigen Hardwareausfall wieder produktiv bekommst.
Diese Frage wird bei Backup Lösungen erstaunlich häufig übersehen. Du sicherst vielleicht sämtliche virtuellen Maschinen perfekt, aber was passiert, wenn ausgerechnet der Rechner ausfällt, auf dem VM Backup installiert und konfiguriert ist? Ohne eine Sicherung der Konfiguration müsstest du im schlimmsten Fall deine Hosts, Backup Ziele, Einstellungen und weitere Konfigurationen erneut manuell einrichten.
VM Backup berücksichtigt dieses Problem und erstellt automatisch Sicherungen seiner eigenen Konfiguration. Diese Konfigurationsdaten werden in den eingerichteten primären Backup Speicherorten abgelegt. Hornetsecurity verwendet dafür einen entsprechenden Konfigurationsordner innerhalb des Backup Ziels.
Für dich ist das sowohl bei einem technischen Ausfall als auch bei einer geplanten Migration hilfreich. Wenn du den Rechner mit der VM Backup Installation ersetzen möchtest, installierst du VM Backup auf dem neuen System und kannst anschließend die vorhandene Konfiguration aus dem Backup Speicher übernehmen. Dadurch musst du deine gesamte Sicherungsumgebung nicht vollständig neu aufbauen.
Das ist gerade bei größeren Installationen wichtig. Stell dir vor, du verwaltest mehrere Hosts, zahlreiche virtuelle Maschinen, verschiedene Backup Ziele und individuell konfigurierte Sicherungsaufgaben. Eine manuelle Rekonstruktion dieser Umgebung könnte erheblichen Aufwand verursachen und gleichzeitig das Risiko von Konfigurationsfehlern erhöhen.
Du solltest diesen automatischen Mechanismus trotzdem nicht einfach als gegeben betrachten und nie testen. Dokumentiere zusätzlich wichtige Informationen zu deiner Backup Umgebung. Dazu gehören verwendete Hosts, Speicherziele, Zugangskonzepte und grundlegende Recovery Abläufe. Falls du deine VM Backup Installation nach einem größeren Ausfall neu aufbauen musst, besitzt du dadurch eine zusätzliche Orientierung.
Besonders wichtig ist außerdem, dass dein primäres Sicherungsziel selbst verfügbar bleibt. Wenn die VM Backup Konfiguration dort gespeichert wird und gleichzeitig genau dieses Repository vollständig verloren geht, hilft dir diese Kopie natürlich nicht mehr. Genau deshalb solltest du deine gesamte Backup Architektur redundant planen.
Eine zusätzliche externe beziehungsweise unveränderliche Sicherung deiner geschäftskritischen Daten bleibt deshalb genauso wichtig. Die Konfigurationssicherung schützt dich vor dem Ausfall der Verwaltungsinstallation, ersetzt aber keine vernünftige Disaster Recovery Strategie für deine Backup Infrastruktur.
Für einen geplanten Wechsel des VM Backup Rechners ist diese Funktion besonders komfortabel. Du kannst deine bestehende Installation auf eine neue Maschine migrieren und die vorhandene Konfiguration wiederherstellen. Damit wird auch die Backup Plattform selbst Bestandteil deiner Recovery Planung und nicht zu einem System, dessen Konfiguration ausschließlich auf einem einzigen Windows Rechner existiert.
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